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Warum ich nie auf meine Tipps handele

16.09.2016, 09:59  |  187   |   |   

Nicht selten werde ich gefragt, ob ich denn auf Finanzmarkt-Empfehlungen, die ich anderen gebe, eigenes Geld setzen würde. Wenn ich dies dann rundweg verneine, reagieren viele Menschen darauf zumindest verdutzt, wenn nicht gar abfällig oder empört. Nach dem Motto: Wie will der mich überzeugen, wenn er selbst nicht seinen eigenen Tipps vertraut? Was ein richtiger Experte ist…

Es mag ja durchaus beruhigend sein, wenn man weiß, dass andere Menschen die gleichen Aktienengagements wie man selbst haben. Vor allem fühlt man sich besser, wenn man das Gefühl hat, der eigene Kundenberater der Hausbank oder besser noch der Experte in den Medien unterstreicht sein Reden auch noch mit Handeln.

„Am Gewinne mitnehmen ist noch niemand gestorben“

Kein Problem, solange die Vorhersagen richtig sind. Falls Sie dann (wenn überhaupt) Ihren Kundenberater anrufen, der das gleiche Engagement wie Sie hat, wird er Sie möglicherweise mit den Worten bestätigen, am Gewinne mitnehmen sei noch niemand gestorben. Im Zweifel wird er Sie aufgrund seines eigenen Commitments beim Gewinne mitnehmen sogar gerne begleiten.

Schwierig wird’s jedoch, wenn der heiße Tipp – auch das soll vorkommen – statt fetter Gewinne herbe Verluste zeitigt. Die Wahrscheinlichkeit, dass man zur Rückversicherung jetzt seinen Berater kontaktiert, ist im Gegensatz zur Gewinnsituation ungleich höher. Und weil der im selben Boot sitzt, verspürt er vermutlich genauso wenig wie Sie die Neigung, ausgerechnet jetzt zu Handeln – Verluste zu realisieren, kommt nicht in Frage. Im Gegenteil: Weil das Commitment, die Bindung an die ursprüngliche Entscheidung, mit dem Verlust sogar noch gestiegen ist, wird man aufkommende Dissonanzen lieber anders lösen: Man betet sich die Position gesund. Womöglich bestätigen sich Kunde und Berater gegenseitig mit den gleichen, selektiv wahrgenommenen Informationen.

Auch Profis beten sich gesund

Vom Gesundbeten der eigenen Position ist leider auch ein Profi nicht gefeit – der Einsatz mit eigenem Geld muss bezogen auf das eigene Vermögen nur hoch genug sein, und schon melden sich die typischen „Dissonanzverringerer“, die man schon los geworden zu sein glaubte, ganz schnell zurück. Das fatale ist nämlich, dass man den Prozess der selektiven Wahrnehmung als solchen an sich selbst oft nicht bemerkt. Auch ein Profi, der sich etwa gerade mit Aktien eingedeckt hat, wird nicht sagen, dass diese in Zukunft im Wert fallen werden. Ansonsten…

Auf www.der-goldberg.de geht es weiter

GoldbergEin Beitrag von Joachim Goldberg.

Er beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Bis heute faszinieren ihn die vielen Facetten, Nuancen, Geschichten, Analysen und Hintergründe, die sich in der weißgezackten Linie auf der großen Börsenkurstafel niederschlagen. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein. Seitdem setzt er sich intensiv mit der ”Behavioral Finance” genannten verhaltensorientierten Finanzmarktanalyse auseinander.

Joachim Goldberg schreibt regelmäßig auf seinem Blog www.der-goldberg.de.

Bildquelle: Joachim Goldberg / dieboersenblogger.de

Themen: Aktien, Geld, Gold


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Christoph Scherbaum M.A. und Diplom-Betriebswirt Marc Schmidt sind die Gründer von dieboersenblogger.de. Der Social-Börsenblog wurde Ende 2008 im Zeichen der Finanzkrise von den zwei Finanzjournalisten gegründet und hat sich seither fest in der Börsenmedienlandschaft etabliert. Heute schreibt ein gutes Dutzend Autoren neben Christoph Scherbaum und Marc Schmidt über Aktien, Geldanlage und Finanzen. Weitere Informationen: www.dieboersenblogger.de.

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