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DAX - Candlesticks Unsicherheit im DAX im übergeordneten Bild

18.09.2016, 07:59  |  2776   |   |   

Große DAX-Analyse - viel Unsicherheit! Risiken vorhanden!

Im bisherigen Verlauf des Septembers erreichte der DAX ein Hoch bei 10.780 Punkten – schloss jedoch am Freitag rund 500 Punkte tiefer bei 10.276 Punkten. Aus Sicht der Monatskerzen ist allerdings noch Hoffnung vorhanden. Denn die vorherige August-Kerze mit kleinem Kerzenkörper und Docht und Lunte spiegelt Unsicherheit wider, die sich bislang im September fortsetzt. Der Markt pendelt hin und her und testet hierbei einem seit April 2015 bestehenden Abwärtstrend. Die Chance auf eine Auflösung der Unsicherheit nach oben ist durchaus noch gegeben, zumal der August-Schlusskurs knapp über der Abwärtstrendlinie notierte.

Doch ebenso muss auf die Warnsignale hingewiesen werden. So zeigen sich im Juli und August abnehmende Umsätze und im September fehlen bislang Anschlusskäufe nach Breakversuch der Abwärtstrendlinie. Ein Fall daher unter das August-Tief bei 10.092 Punkten und folgend vor allem unter die Mitte der Juli-Kerze und somit auch unter die runde 10.000er-Marke wäre negativ und würde einen Abprall an der Abwärtstrendlinie darstellen. Im Worst-Case-Szenario wären so wiederum Kurse im Bereich 9.400/9.300 Punkten zu erwarten verbunden mit dem Risiko, letztlich bis an die Rückkehrlinie des Abwärtstrendkanals zu laufen, der sodann bei ca. 8.000 Punkten notiert.

Monatskerzen DAX

Die Unsicherheit im Markt dürfte anhalten. Aus Sicht der Monatskerzen wäre ein Anstieg über die jüngsten Tops und somit eine Bestätigung des Trendbruchs positiv – eher negativ ein Fall unter 10.000 Punkten per Monatsschlusskurs.

DAX - Wochenkerzen

Eine gute Auffangzone darf im Bereich 10.080 bis 10.000 Punkten angenommen werden – vom aktuellen Bild der Wochenkerzen besteht das Risiko, diese Zone zu testen. Ein Re-Break der 10.400 hingegen würde eine Stabilisierung anzeigen.

DAX – Tageslinienchart

Der DAX weiterhin im langfristigen Aufwärtstrendkanal. Für eine Fortsetzung des Trends spricht noch der Break des Abwärtstrends im Tageschart – die aktuellen Rücksetzer wären noch als Pullback aufzufassen. Eine Bestätigung des Ausbruchs mit neuen Tops wäre jedoch erst deutlich positiv – ein Rückfall hingegen in den Abwärtstrendkanal, der gegenwärtig noch korrektiven Charakter hat, wäre negativ in Verbindung mit einem Re-Break der 200-Tagelinie (gegenwärtig bei 10.025 Punkten) UND der runden 10.000er-Marke. In diesem Szenario wäre der Ausbruch ein Fehlsignal und ein wiederholter Test des langfristigen Aufwärtstrends wäre einzuplanen. Im Best-Case-Szenario offeriert der Break des Abwärtstrends eine Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends auch mit Kursen in Richtung 12.000 Punkten, hierfür bedarf es aber neuer Hochs.

Fazit:

Der Weg nach oben könnte vorerst verbaut sein. Die jüngsten Abgaben zeigen die Bereitschaft im Markt, Gewinne mitzunehmen und Positionen abzusichern. Ein Test der 200-Tagelinie (10.025 Punkten) ist bei einem Fall unter das jüngste Wochentief einzuplanen. Ein Anstieg über 10.400 Punkten hingegen würde die Chartsituation stabilisieren.

Entscheidend für die weitere kurzfristige Richtung werden die Entscheidungen und Ausblicke der Notenbanken werden. So warten die Börsianer auf die Fed und die Bank of Japan, die beide am Mittwoch, 21. September ihre Entscheidungen bekanntgeben. Aller Voraussicht nach wird die Fed ihrer Linie treu bleiben und den Status quo mit sibyllinischen Aussagen erhalten. Anschließend werden die Märkte wieder zur Tagesordnung übergehen und auf die Konjunkturdaten warten – um letztlich Rückschlüsse zu ziehen, ob und wann eine Zinserhöhung kommen könnte. Die jüngsten Wirtschaftsdaten zeigen ein eher uneinheitliches Bild – auch die Gefahren des Brexit könnten wieder verstärkt in den Fokus rücken.

In rund drei Wochen beginnt zudem die US-Berichtssaison, die Märkte könnten hier jedoch enttäuscht werden. So die gegenwärtige Stimmungslage. Und im November wird sodann die US-Präsidentschaftswahl erwartet. Das gegenwärtige Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Trump und Clinton wird die Kauflaune an den US-Börsen nicht gerade befeuern. So könnten sich die Märkte bis weit in den Herbst hinein eher volatil seitwärts bewegen – mit dem Risiko eines Breaks der 10.000er-Marke im DAX.

Auch ist die Entwicklung im Ölpreis zu beobachten. Ein deutlich fallender Ölpreis würde die US-Märkte belasten (Öl-Unternehmen und Finanzbranche). Diese sind zudem teils ambitioniert bewertet und bedürfen des Rückenwinds durch die Quartalsberichte. Mit einem KGV für den DOW JONES bei etwas über ca. 16 und ca. 16,8 für den S&P 500 sind Gewinnmitnahmen einzuplanen bei negativ aufgenommenen US-Wirtschaftszahlen und Quartalsberichten. Der DAX hingegen ist noch „günstig“ bewertet – ebenso das EUROSTOXX 50-KGV wird mit ca. 12 bis 13 je nach Schätzung genannt. Zudem darf ein weiteres Risiko nicht vergessen werden: das Verfassungsreferendum in Italien im Herbst, nach Angaben von Ministerpräsident Matteo Renzi soll dieses voraussichtlich zwischen dem 15. November und dem 5. Dezember stattfinden.

Letztlich könnten die Märkte ohne klare Signale und mit Blick auf die diversen Risiken eine abwartende Tendenz in den kommenden Wochen einnehmen – der DAX mit dem Risiko, die 10.000er-Marke zu testen. Ein Re-Break der 10.400 würde kurzfristig stabilisieren, der weitere Weg nach oben ist jedoch fraglich.

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Webinar am Montag-Abend: 20.30 Uhr - Marktausblick: Stefan Salomon

Börse ist einfach! DAX, DOW JONES, Devisen, Rohstoffe, Aktien. Stefan Salomon erläutert die Chartsituation der diversen Märkte. Lang-, mittel- und kurzfristige Zeitebenen werden hierbei miteinander verglichen und verknüpft. Der "Education"-Effekt kommt zudem nicht zu kurz, Fragen zur Chartanalyse und Candlesticks werden im Webinar gern beantwortet!

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Die wichtigsten Zahlen:

www.wallstreet-online.de - Wirtschaftskalender

Ihr Stefan Salomon

Chartanalyst wallstreet-online.de

 

Hinweis: Die Analyse wurde von Stefan Salomon mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit der in der Analyse enthaltenen Aussagen, Prognosen und Angaben wird jedoch keine Gewähr übernommen. Der Inhalt dient lediglich der Information und beinhaltet keine Vermögensberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von CFD, Aktien oder anderen Finanzprodukten. Die Analysen dienen nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen. Eine Angabe von Kurszielen, potenziellen Kauf- oder Verkaufssignalen dient lediglich der Information und dient der Veranschaulichung entsprechend der Methodik der Chartanalyse. Die in den Beiträgen von Stefan Salomon besprochenen Werte können für den einzelnen Anleger je nach dessen Risikoprofil und finanzieller Lage nicht geeignet sein. Erklärung nach §34b Abs 1 WPHG: Der Autor erklärt, dass er zum Zeitpunkt der Erstellung des Beitrags in dem in diesem Beitrag besprochenen Wert/Werten investiert ist, direkt oder indirekt durch Finanzinstrumente. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenkonfliktes. Charts: www.tradesignalonline.com

Wertpapier: DAX


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Stefan Salomon ist seit Mitte der 1990er-Jahre Technischer Analyst. Er gilt als der Spezialist in Deutschland für Candlesticks in Verbindung mit der Trend- und Formationsanalyse. Mit rund 20 Jahren Erfahrung ist Stefan Salomon gefragter Medienpartner und Vortragsredner (u.a. auch n-tv, DAF, diverse Zeitungen und Magazine). Sein Motto lautet: "Börse ist einfach"! In Seminaren und Webinaren sowie als Coach vermittelt "Mr. Candlestick" sein Wissen an Börsen-Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis gern weiter.

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