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Brent und WTI – Seitwärtsphase bietet Chancen

Gastautor: Daniel Saurenz
19.09.2016, 07:00  |  510   |   |   

Total_Presse_Öl_7Die Rohölmärkte haben ein volatiles Quartal hinter sich. Als der Ölpreis im Juli über 52 USD je Barrel stieg, wurden zahlreiche Förderanlagen in den USA wieder in Betrieb genommen, was für anhaltend hohe Bestände an raffinierten Produkten sorgte und somit zur Belastung für die Preise wurde. Gleichzeitig erhöhte die OPEC erneut ihr Fördervolumen, und auch die Zahl der ungeplanten Ausfälle ging zurück. Wir schauen uns im zweiten Teil der Analyse von ETF Securities die weiteren Perspektiven des Rohstoffs an.

Den ersten Teil der Analyse finden Sie hier

Die Ausweitung der Ölproduktion in Saudi-Arabien in den letzten zwei Monaten basierte vor allem auf dem saisonbedingten Anstieg der Binnennachfrage. Tatsächlich sind die saudi-arabischen Bestände zwischen Januar und April um 285.000 Barrel/Tag gesunken (2015: Rückgang um 40.000 Barrel/Tag). Somit steigert das Königreich seine Produktion nicht im gleichen Tempo wie seine Verkäufe.

Brent auf ein Jahr

Brent auf ein Jahr

Bei Brent und WTI sind aus unserer Sicht Spekulationen auf seitwärts tendierende Kurse interessant. Wir haben dazu zwei Inline-Optionsscheine in unsere Auswahl aufgenommen. Die WKNs lauten SE58C5 und SE58D9. Zusätzlich haben wir den Brent Crude Oil Future (ICE) Inline Optionsschein mit der WKN DL2XSZ herausgesucht. Weitere interessante Investmentideen und Produkte finden Sie beinahe täglich frisch in unserer ISIN-Liste oder unserem Favoritendepot.

Die Marktteilnehmer wurden zuletzt durch Gespräche um eine Stabilisierung des Marktes durch Russland und Saudi-Arabien im Vorfeld des informellen OPEC-Gipfels Ende September ermutigt. Der enttäuschende Verlauf früherer Gesprächsrunden dieser Art lässt jedoch auch weiterhin nur eine bescheidene Ausweitung der OPEC-Produktion erwarten. Die Experten von ETF Securities erwarten ein globales Angebotsdefizit trotz der geringfügigen Steigerung der OPEC-Produktion.

Eine Realtime-Übersicht der wichtigsten Indizes, Rohstoffe und Währungen finden Sie hier

brent-3Gleichzeitig ist die Fördermenge in Venezuela, das mit einer wirtschaftlichen und politischen Krise zu kämpfen hat, auf 170.000 Barrel/Tag gesunken, da die unzureichende Stromerzeugung für Unterbrechungen in der Produktion sorgt. Angaben der IEA zufolge scheint ein Rückgang der Produktion um 200.000 Barrel/Tag relativ zum Vorjahr unvermeidlich, da ausländische Serviceunternehmen ihre Aktivität in Venezuela reduzieren und internationale Ölunternehmen bei der Rückzahlung von Verbindlichkeiten auf Probleme stoßen.

Die Perspektiven vieler Aktien und Rohstoffe diskutieren wir immer ausführlich in unseren Webinare- hier finden Sie die Aufzeichnungen der letzten Woche…

Untergrenze bei 40 USD, Obergrenze bei 55 USD

Im aktuellen Umfeld niedriger Preise senken die Ölunternehmen ihre Kosten, um ihre Profite zu wahren. Entsprechend sind auch die Breakeven-Preise für Öl gesunken. So ist die Rentabilitätsgrenze in der US-Schieferölproduktion zwischen 2014 und 2016 von über 80 USD auf unter 40 USD je Barrel gesunken.

Wer die trendstärksten Basiswerte schnell und einfach herausfiltern möchte, dem können wir den Trendradar ans Herz legen…

brent-4Angaben des IWF zufolge ist der Grenzwert für einen positiven Haushalt in Saudi-Arabien (der Ölpreis, bei dem die Regierung ihre Ausgaben und Steuereinnahmen ausgleichen kann) zwischen 2014 und 2016 von 105,7 USD auf 66,7 USD je Barrel gesunken.

Da Öl nun günstiger gewinnbringend produziert werden kann, erkennen die Analysten bei 55 USD je Barrel vorerst eine Obergrenze für den Ölpreis, da die US-Ölproduzenten schnell auf steigende Preise reagieren können. In der Tat ist die Zahl der aktiven Förderanlagen in den USA in den letzten acht Wochen gestiegen. Dies deutet darauf hin, dass US-Schieferöl aus diesen Anlagen zum aktuellen Preis bereits einen Profit abwirft.

Um jedoch zu gewährleisten, dass die zukünftige Ölproduktion die globale Nachfrage bedienen kann, dürfen die Preise  nicht deutlich unter die Marke von 40 USD je Barrel sinken. So liegt beispielsweise die Rentabilitätsgrenze für die meisten Förderanlagen auf dem Festland bei 43 USD bzw. bei Schieferöl bei 65 USD je Barrel.

Quelle: ETF Securities



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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