DAX-0,48 % EUR/USD+0,13 % Gold+0,23 % Öl (Brent)0,00 %
Marktüberblick (19. September 2016)
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Marktüberblick (19. September 2016)

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
19.09.2016, 08:00  |  499   |   |   

Am deutschen Aktienmarkt überwogen zum Wochenausklang klar die negativen Vorzeichen. Auf der Stimmung lastete am großen Verfallstag vor allem ein nachrichtengetriebener Kurseinbruch bei der Deutschen Bank. Der DAX endete 1,48 Prozent schwächer bei 10.276 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte verlor 0,37 Prozent auf 21.028 Punkte. Gegen den Trend stemmte sich der TecDAX mit einem Plus von 0,40 Prozent bei 1.768 Zählern. Unter den 110 größten Werten gab es 36 Gewinner und 71 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei lediglich 16 Prozent. Bei den Sektoren ragten Rohstoffwerte, Finanzdienstleister und Telekomwerte positiv heraus. Am schlechtesten performten Banken, Versorger und Automobilwerte. Nur drei DAX-Werte schafften den Sprung in den grünen Bereich. Vonovia schloss an der Spitze 2,13 Prozent fester. Deutsche Telekom und Linde endeten 0,34 beziehungsweise 0,03 Prozent höher. Klares Schlusslicht im Leitindex war die Aktie der Deutschen Bank mit einem Einbruch um 8,47 Prozent. Das US-Justizministerium forderte von dem Institut 14 Milliarden USD Schadensersatz im Zusammenhang mit der Emission hypothekengedeckter Wertpapiere im Vorfeld der Subprime-Krise. Als zweitschwächster Wert verlor E.ON 3,78 Prozent gefolgt von Volkswagen mit einem Abschlag von 3,63 Prozent. Im TecDAX haussierte die Cancom-Aktie um 6,09 Prozent, was Beobachter auf eine erfolgreich verlaufene Roadshow zurückführten.

An der Wall Street schloss der Dow Jones Industrial 0,48 Prozent tiefer bei 18.124 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 endete knapp behauptet bei 4.818 Zählern. 35 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Kursgewinne. Das Aufwärtsvolumen lag bei 30 Prozent. Mit Blick auf die Sektoren konnten lediglich Versorger und Gesundheitswerte zulegen. Finanzdienstleister und Banken mussten die größten Abschläge hinnehmen. Intel setzte sich nach der Anhebung der Umsatzprognose mit einem Anstieg um 3,03 Prozent an die Dow-Spitze. Die Aktie sieht sich nun dem technischen Widerstand des aus dem Jahr 2014 stammenden Mehrjahreshochs (37,90 USD) gegenüber. United Health legte um 2,10 Prozent zu. Wal-Mart schloss 0,64 Prozent fester. Am anderen Indexende büßte United Technologies 2,54 Prozent ein. Chevron und Cisco verloren dahinter 1,66 beziehungsweise 1,50 Prozent.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Stützend wirkten Inflationsdaten. Die Verbraucherpreise in der weltgrößten Volkswirtschaft stiegen im August auf Jahressicht um 1,1 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte stärker als von Volkswirten im Schnitt erwartet. Der Dollar-Index stieg um 0,79 Prozent auf 96,05 Punkte. Der Euro tendierte gegenüber den meisten anderen Majors schwächer. EUR/USD fiel um 0,79 Prozent auf 1,1155 USD. Im Tagesverlauf schwankte die Notierung zwischen einem Wochentief bei 1,1149 USD und 1,1250 USD. Das Währungspaar testet aktuell eine wichtige Unterstützungszone, die sich von 1,1123 USD bis 1,1162 USD erstreckt. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen fiel das Pfund Sterling mit deutlicher Schwäche auf. Die Devise litt unter Spekulationen, wonach sich der Brexit für Großbritannien schmerzhafter als erhofft darstellen könnte. Bei den Nebenwährungen tendierten Real und Rand auffällig fest.

Der S&P GSCI Rohstoffindex fiel belastet vom festeren Greenback um 0,40 Prozent auf 348,09 Punkte, konnte sich damit jedoch deutlich vom zwischenzeitlich markierten Wochentief absetzen. Besonders schwach präsentierten sich die Ölpreise mit der Sorge um ein anhaltend hohes Angebot. Einer Meldung zufolge hat der Iran im August seine Exporte auf mehr als 2 Millionen bpd gesteigert und nähert sich damit weiter dem Vor-Sanktions-Niveau an. Am späten Abend veröffentlichte der Dienstleister Baker Hughes den wöchentlichen Rig-Count. Demnach stieg die Zahl aktiver Öl-Bohrungen in den USA die elfte Woche innerhalb von zwölf. Eine so lange Serie ohne einen einzigen Rückgang hatte es zuletzt 2011 gegeben. Rohöl der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 1,76 Prozent auf ein 2-Wochen-Tief bei 45,77 USD. Für die US-Sorte WTI ging es um 2,00 Prozent auf ein 5-Wochen-Tief bei 43,03 USD abwärts. US-Erdgas stieg um 0,63 Prozent auf 3,02 USD. Comex-Kupfer notierte nahezu unverändert bei 2,16 USD. Gold gab um 0,59 Prozent auf ein 2-Wochen-Tief bei 1.310 USD (1.174 EUR) nach. Silber und Platin verzeichneten Verluste von 0,94 beziehungsweise 1,57 Prozent. Gegen den Trend sprang der Preis für Palladium um 2,41 Prozent nach oben.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf minus 0,15 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab ebenfalls um drei Basispunkte auf 0,00 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future legte um 0,24 Prozent auf ein Wochenhoch bei 163,93 Punkten zu. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um einen Basispunkt auf 1,70 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute Morgen überwiegend von der freundlichen Seite. Stützend wirkten steigende Ölpreise, nachdem sich der OPEC-Generalsekretär Mohammed Barkindo optimistisch zu einer Einigung über eine Fördermengenbegrenzung geäußert hatte. Der MSCI Asia Pacific Index verbesserte sich um 0,78 Prozent auf 444,58 Punkte. Die Börsen in Japan blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Heute enthält der Kalender keine marktbewegenden Veröffentlichungen.

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Themen: Öl, DAX, USD


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