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DAX-Weichenstellung nach Verfall und vor Notenbanken

19.09.2016, 08:56  |  319   |   |   

Eine volatile Handelswoche liegt hinter uns. Sie führte per Saldo zu einem Verlust an den Aktienmärkten und verschärfte die Unsicherheit bei den Anlegern. Dies kündigte sich ja bereits am 09.09.2016 nach der EZB-Sitzung im Euroraum an, als es vor allem nachbörslich zu einem starken Rückgang der Kurse kam. In der Vorwoche titelte ich meine Wochenanalyse daher Mario Draghi versetzt dem DAX einen Dolchstoß (zur Nachricht hier ->) und lotete einen ersten Zielbereich für die bärische Abwärtsbewegung aus (Chartbild: Rückblick)

ch_am4_20160916

Zitat: Nach aktueller Indikation sollte der DAX um 10.440 Punkten in die neue Handelswoche starten. Vermutlich werden dort zum XETRA-Start noch einige Bullen auf dem falschen Fuß erwischt und stellen Positionen via Stopp-Orders glatt. Die Unterstützungszone muss daher im Stundenchart bis 10.380 nach unten ausgedehnt werden. Hier trifft der Index auf einige Hochs aus den Monaten Juni und Juli und sollte sich erst einmal beruhigen.

Die XETRA-Eröffnung war zum Wochenstart dann punktgenau auf 10.380 und damit an der gezeigten Unterstützung. Dort brach die erste Verkaufsneigung jedoch nicht ab und führte zu einem weiteren Abverkauf bis 10.300 Punkte. Denn dort lagen eine Menge Orders. In der Vorwoche vermerkte ich im Fazit daher noch den Hinweis;

Extrem negativ dann natürlich jedes Durchsacken unter 10.380 Punkte.

Erst dort erholte sich der DAX wieder und lockte Käufer an. Letztlich getrieben von einer besser als erwarteten US-Eröffnung. So konnte trotz der herben Verkäufe am Morgen der Handelstag XETRA sogar auf Tageshoch oberhalb von 10.430 Punkten beendet werden. Damit nicht genug, denn nachbörslich stieg der DAX im Sog der sehr positiven Wall Street, welche die Marke von 18.000 Punkten im Dow Joneses eindrucksvoll verteidigen konnte, sogar über 10.500 Punkte an. Ein so genanntes „Intraday Reversal“ entstand, was ich auf meinem Facebook-Kanal erwähnte und an dieser Stelle noch einmal einbinde:

ch_am6_20160916

Ab diesem Tag begann das alte Spätsommerspiel im DAX. Auf eine starke Bewegung nach oben folgt eine Bewegung nach unten, die am Dienstag bereits die Hälfte des Anstiegs zunichte machte. Der XETRA-Schlusskurs lag bei 10.38x Punkten und damit interessanterweise erneut auf der blau eingefärbten Unterstützungszone im Stundenchart hier. Und auch der Mittwoch musste fast ohne Veränderung auf dieser Marke den Handel beenden. Dabei hätte ein wenig mehr Bewegung am Mittwoch vor allem den Tradern bei den IB-Days, welche einen ganzen Tag Livetrading absolvierten, gut gestanden. Ich durfte selbst mit einem realen Depot meine Trading-Ideen präsentieren und trotz der geringen Schwankungsbreite an jenem Tag dem DAX ein paar Punkte entlocken. Wer nicht live eingeschaltet hatte und dazu nähere Informationen möchte, kann dies als Erfahrungsbericht von mir in folgendem Artikel hier auf „Die Börsenblogger“ nachlesen:

IB-Days Erfahrungen als Trader

Am Donnerstag hatten wir dann wieder ein brauchbares größeres Signal, welches ich im Forum der Daytrader auf wallstreet-online vorstellte:

ch_am5_20160916

Für mehr als 25 Punkte reichte die Kraft allerdings nicht und so blieb dieser Tag wenig spektakulär im Vorfeld des Verfallstages. In diesem Zeichen stand schließlich der Freitag. Hexensabbat ist der große Verfallstag an den Terminbörsen. Dabei verfallen alle drei Monate Optionen und Futures auf Aktien und Indizes. Weil mit Termingeschäften große Depots abgesichert werden und Spekulationen im Swing-Trading-Bereich durchgeführt werden, ist das Volumen an solchen Tagen entsprechend hoch. Allein auf XETRA wurden 8,8 Milliarden Euro umgesetzt. Zum Vergleich: Die anderen Handelstage brachten es auf durchschnittlich 3 Milliarden Handelsvolumen. Direkt nach dem Verfall des DAX-Futures um 12 Uhr wurde das Niveau von 10.400 Punkten auch aufgegeben und wenig später mit 12.262 Punkten ein neues Verlaufstief der letzten Wochen markiert. Auf diesem Niveau schlossen wir dann auch die Handelswoche ab und hinterlassen erneut Verunsicherung.

Wo steht der DAX aktuell?

Zurück zum Marktausblick bzw. der aktuellen Situation im Stundenchart als große Zeiteinheit für den Überblick. Hierzu schiebe ich den Chart auf fast 2 Jahre zusammen und entdecke beim Ausverkauf von Freitag (wieder ein Freitag!) die Berührung mit dem als gebrochen geglaubten Abwärtstrend. Kursdaten sind von 8 bis 22 Uhr verfügbar.

ch_am1_20160919

Bei der letzten Berührung entstand ein Kaufimpuls. Ob dies am Montag ähnlich sein wird?

Zoomen wir in diesen Chart tiefer hinein, sehen wir diese Berührung genauer und auch die Brisanz der blauen Zone, welche ich eingangs noch einmal als Zitat aus der Vorwoche zeigte:

ch_am2_20160916

Zu dieser Zone lege ich zusätzlich eine Abwärtstrendlinie an, welche am Jahreshoch bei 10.800 Punkten beginnt. Zur besseren Visualisierung zoome ich noch etwas tiefer in den Markt hinein:

ch_am3_20160916

Und leite im weiteren Chartbild nun meine Szenarien für die kommende Handelswoche ab:

ch_am4_20160916

Unterhalb der Wochentiefs und damit bei Bruch des großen Abwärtstrends ist ein panikartiger Ausverkauf bis 10.100 Punkte denkbar. Entwarnung aus Sicht der Anleger und damit Kaufsignale auf kurzfristiger Ebene entstehen bei einer Rückeroberung der 10.400 und Überschreitung des gestrichelten Abwärtstrends. Dies würde Potenzial bis zu den Montagabendhochs um 10.530 freisetzen.

Störfeuer oder auch Impulse geben uns sicher die Nachforschungen der aktuellen Explosion in New York, die Wahlergebnisse aus Berlin und auf Wochensicht mit Sicherheit die Notenbanken aus USA (FED) und Japan (BOJ) jeweils am 21.09. – denn hierauf achten die großen Kapitalanleger und leiten daraus ihre weiteren Handlungen ab.

Herbstrallye oder Durchatmen sind somit die Bezeichnungen der Weichen, an denen wir stehen. Entsprechende Ideen und Ausblicke entwickle ich weiterhin für Euch und wünsche vorab einen erfolgreichen Wochenstart.

andreasmuellerEin Beitrag von Andreas Mueller

Andreas Mueller ist unter dem Pseudonym „Bernecker1977“ als Trader, Referent und Coach seit 2001 aktiv. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs. Dabei basiert sein Trading auf Sentimentdaten und Charttechnik. Als studierter Diplom-Kaufmann streut Andreas Mueller seine Erfahrungen u.a. auf wallstreet-online seit dem Jahr 2005 in den „Tages-Trading-Chancen“ ein und ist dort Ansprechpartner für alle börsenrelevanten Fragen. Auf dieboersenblogger.de analysiert er den DAX mit Hilfe der Charttechnik. Weitere Informationen erhalten Sie in seinem Facebook-Kanal und auf seinem Blog www.bernecker1977.de

Bildquelle: Andreas Mueller / dieboersenblogger.de

Wertpapier: DAX


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Christoph Scherbaum M.A. und Diplom-Betriebswirt Marc Schmidt sind die Gründer von dieboersenblogger.de. Der Social-Börsenblog wurde Ende 2008 im Zeichen der Finanzkrise von den zwei Finanzjournalisten gegründet und hat sich seither fest in der Börsenmedienlandschaft etabliert. Heute schreibt ein gutes Dutzend Autoren neben Christoph Scherbaum und Marc Schmidt über Aktien, Geldanlage und Finanzen. Weitere Informationen: www.dieboersenblogger.de.

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Eine volatile Handelswoche liegt hinter uns. Sie führte per Saldo zu einem Verlust an den Aktienmärkten und verschärfte die Unsicherheit bei den Anlegern. Dies kündigte sich ja bereits am 09.09.2016 nach der EZB-Sitzung im Euroraum an, als es vor allem nachbörslich zu einem starken Rückgang der Kurse kam.

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