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Anlagetipps: Warum jetzt ein schlechter Zeitpunkt sein könnte, um Dividendenaktien zu kaufen
Foto: N-Media-Images - Dividende

Anlagetipps Warum jetzt ein schlechter Zeitpunkt sein könnte, um Dividendenaktien zu kaufen

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
19.09.2016, 10:00  |  1014   |   |   
Foto: Pixabay, Didgeman

Der S&P 500 fiel am Freitag um 2,5 %. Das ist der größte Tagesverlust seit dem Brexit. Und wer ist der Schuldige? Ein einfaches Gerücht, die Fed könnte die Zinsen erhöhen, das vom Bostoner Fed-Präsident Eric Rosengreen gestreut wurde.

Die Aktien fielen quer durch die Bank, aber normal stabile Aktien mit hohen Dividenden wurden davon am härtesten getroffen. AT&T  (WKN:A0HL9Z) fiel um 3,6 % und Verizon (WKN:868402) um 3,3 %. Die Aktien von Versorgungsbetrieben fielen um 3,8 %.

Unter normalen Umständen tendieren Dividendenaktien dazu, den Markt während eines Rücksetzers zu schlagen, da es generell eher defensive Unternehmen sind, die Einkommen selbst in einem Abwärtszyklus bieten und stabile Geschäftsmodelle haben, die immer noch solide Gewinne generieren. In letzter Zeit war die größte Bedrohung für die Börse aber nicht die wirtschaftliche Verlangsamung, sondern die Möglichkeit, die Fed könnte die Zinsen erhöhen. Die Aktien sind seit der Rezession stark gestiegen, was teilweise daran lag, dass die Zentralbank die Zinsen praktisch bei Null gehalten hatte. Damit blieben die Renditen von Bonds auch sehr niedrig und Dividendenaktien wurden umso attraktiver für die Investoren. Niedrige Zinsen haben auch dazu geführt, dass sich viele Unternehmen Geld geliehen haben, um Aktienrückkäufe zu finanzieren.

In einem solchen Umfeld ist es keine Überraschung, wenn Dividendenaktien jedes Mal nachgeben, wenn ein Fedpräsident einen Zinserhöhung erwähnt.

Ein überbewerteter Markt

Bewertungen sind nicht immer leicht zu interpretieren, aber da sich die Wirtschaft seit der Finanzkrise wieder erholt hat, ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis des S&P 500 stetig gestiegen. Grund dafür war unter anderem die lockere Geldpolitik der Fed. Aktuell wird der Index mit einem KGV von 24,6 bewertet. Das ist fast 60 % über dem historischen Durchschnitt von 15,6. In anderen Worten zahlen die Investoren fast 60 % mehr als normal für 1 US-Dollar Gewinn.

Nur zweimal in den letzten 100 Jahren war die Bewertung des Marktes derart hoch. Einmal während der Finanzkrise, als die Gewinne einbrachen und damit kurzzeitig die Bewertungen steigen ließen und einmal in den 90ern während des Tech-Booms, als die Aktien von hoch bewerteten Tech-IPOs auf den Markt kamen.

Bei einzelnen Aktien ist ein hohes KGV ein Anzeichen für schnelleres Wachstum, aber das trifft auf den aktuellen Markt nicht zu. Im ersten Quartal des Jahres fielen die Gewinne des S&P 500 sechs Quartale in Folge, da die Ölpreise eingebrochen und der Dollarkurs gestiegen war. Trotzdem haben die Aktien in diesem Zeitraum moderate Gewinne erreichen können.

Was sollte man als Dividendeninvestor machen?

Die Verbindung zwischen Dividendenaktien und Zinsen scheint offensichtlich, wie die Grafik weiter unten zeigt. Der ProShares S&P 500 Aristocrats ETF, der aus Aktien besteht, die in den letzten 25 Jahren ihre Dividenden jeweils jährlich erhöht haben, hat den S&P 500 dann übertroffen, wenn die Zinsen gefallen waren.

NOBL DATEN VON YCHARTS.

Aber nicht alle Dividendenaktien sind gleich. Sicherere Aktien wie Konsumgüter, Telekomunternehmen und Versorgungsbetriebe werden sich wahrscheinlich schlechter entwickeln, wenn die Fed die Zinsen erhöht. Dabei handelt es sich um Aktien, die die Investoren wegen ihrer hohen Dividenden kaufen und ihrer Fähigkeit, Rezessionen zu widerstehen. Nahrungsmittelproduzenten wie General Mills (WKN:853862) zum Beispiel wurden in letzter Zeit hoch geboten, obwohl diese Unternehmen kaum Gewinnwachstum vorzuweisen hatten.

Die Investoren stürzten sich auf den Cerealienproduzenten wegen seiner Dividende von 3 %. Das Gewinnwachstum ist hier aber begrenzt. Trotzdem ist die Aktie gestiegen, da die Investoren die Rendite wollten.

Einige Dividendenaktien tendieren dazu, in einem Umfeld mit steigenden Zinsen, an Wert zu gewinnen. Die Banken profitieren zum Beispiel von steigenden Zinsen, denn so können sie ihre Nettozinsmarge erhöhen. (Das ist der Gewinn, den sie auf die Spanne zwischen Darlehen und Einlagen machen.) Da Zinserhöhungen kommen, wenn es wirtschaftlich bergauf geht, könnten zyklische Aktien wie Autofirmen hier auch zu den Gewinnern gehören. Aktien wie General Motors (WKN:A1C9CM) und JPMorgan Chase (WKN:850628) bieten auch solide Dividendenrenditen, wurden aber noch nicht so hoch geboten wie andere, sicherere Aktien.

Wir wissen, dass die Fed die Zinsen erhöhen wird. Wir wissen aber nicht wann und der Ausverkauf am Freitag sollte den Dividendeninvestoren daher eine Warnung sein. Wenn du schon viel in Versorgungsunternehmen, Telekommunikationsunternehmen und Konsumgüter investiert hast, dann könnte jetzt ein guter Zeitpunkt sein, um dein Portfolio neu auszubalancieren.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Verizon Communications. Motley Fool empfiehlt General Motors.

Dieser Artikel wurde von Jeremy Bowman auf Englisch verfasst und wurde am 14.09.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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Die Mission von The Motley Fool ist: Der Welt zu helfen, besser zu investieren. Fool.de zeigt den Menschen, bessere finanzielle Entscheidungen zu treffen. Um dieses Ziel zu erreichen, bietet Fool.de Kommentare und Tipps zum Aktienmarkt, allgemeinen Investmentthemen und Investitionsmöglichkeiten. The Motley Fool ist Verfechter des Shareholder Value und setzt sich unermüdlich für den individuellen Investor ein.

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Der S&P 500 fiel am Freitag um 2,5 %. Das ist der größte Tagesverlust seit dem Brexit. Und wer ist der Schuldige? Ein einfaches Gerücht, die Fed könnte die Zinsen erhöhen, das vom Bostoner Fed-Präsident Eric Rosengreen gestreut wurde.

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