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Aktien Frankfurt: Dax hält sich nach schwacher Vorwoche im Plus
Foto: Boris Roessler - dpa

Aktien Frankfurt Dax hält sich nach schwacher Vorwoche im Plus

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
19.09.2016, 12:10  |  615   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Montag wieder etwas von den Verlusten der Vorwoche erholen können. Der bereits am Morgen freundlich gestartete Leitindex Dax pendelte sich bis zum Mittag in einer engen Bandbreite ein und stand zuletzt 0,74 Prozent höher bei 10 351,91 Punkten. Für mehr aber dürfte der Mut der Anleger aber kaum reichen, glaubte Jochen Stanzl von CMC Markets, denn die Woche steht ganz im Zeichen der Leitzinsentscheidungen in den USA und Japan am Mittwoch.

Auch nach Einschätzung von Dirk Gojny von der Nationalbank dürften die Anleger erst einmal den weiteren Kurs der US-Währungshüter abwarten wollen. Nach zuletzt schwach ausgefallenen Konjunkturdaten wird indes damit gerechnet, dass die Fed auf der jetzt anstehenden Sitzung ihre Zinsen unangetastet auf niedrigem Niveau lassen wird. Dagegen wird ebenfalls am Mittwoch von den meisten Beobachtern eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die Bank of Japan erwartet.

Etwas weniger deutlich fielen unterdessen die Gewinne im breiteren deutschen Aktienmarkt aus: Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen stand am Mittag um 0,38 Prozent höher bei 21 107,38 Punkten. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,24 Prozent auf 1772,42 Zähler vor. Klar nach oben ging es für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 , er rückte um 1,07 Prozent auf 2966,78 Punkte vor.

DEUTSCHE BANK GEBEN NACH KURSRUTSCH WEITER NACH

An der Dax-Spitze profitierten Papiere von RWE von der europaweit verbesserten Stimmung für Öl- und Gasaktien mit einem Aufschlag von mehr als 2 Prozent. Die dank angezogener Preise vermehrte Nachfrage nach Titeln aus dem Rohstoffsektor wirkte sich auch günstig auf Stahlkocher wie Thyssenkrupp im Leitindex und Salzgitter im MDax aus. Beide Werte legten um mehr als 2 Prozent zu.

Am Dax-Ende knüpften Deutsche-Bank-Aktien an ihren mehr als 8-prozentigen Kursrutsch vom Freitag an und gaben zuletzt noch rund ein halbes Prozent nach. Vor dem Wochenende waren die Anleger in Scharen aus den Papieren des deutschen Branchenführers geflüchtet, nachdem die US-Regierung bei den Vergleichsverhandlungen um dubiose Hypothekengeschäfte ihre Forderung mit 14 Milliarden Dollar (aktuell 12,5 Mrd Euro) unerwartet hoch gehängt hatte.

STUDIE VON MERRILL LYNCH BELASTET IMMOBILIENWERTE

Eine Branchenstudie der US-Investmentbank Merrill Lynch drückte indes auf die Kurse der Immobilienwerte. Darin zeigte sich Analyst Mike Besell insgesamt vorsichtiger für den deutschen Sektor gestimmt. Der belastenden Wirkung dieser Aussagen konnten sich selbst die weiterhin als Kauf eingestuften Papiere von Dax-Mitglied Vonovia nicht entziehen. Sie gehörten zu den größten Index-Verlierern. Im MDax bildeten Deutsche Wohnen mit knapp eineinhalb Prozent Minus das Schlusslicht.

Südzucker-Aktien kamen derweil nach einer Studie der Commerzbank mit plus 3 Prozent ihrem Jahreshoch von Mitte August wieder näher. Analyst Michael Schäfer hält eine Anhebung der Ziele für 2016 für möglich. Bei Bilfinger erfreute ein Großauftrag über 100 Millionen Euro aus Texas die Aktionäre: Die Titel des Industriedienstleisters rückten um knapp 2 Prozent vor.

Zudem traten am Montag noch einige Index-Änderungen in Kraft: Die neu in den TecDax eingezogenen Papiere des IT-Systemhauses S&T verteuerten sich um rund ein halbes Prozent, Aktien des SDax -Aufsteigers Leifheit rückten um knapp 3 Prozent vor. Bei Indexänderungen kann es bisweilen zu größeren Kursbewegungen kommen, da Fonds, die entsprechende Indizes nachbilden, ihr Portfolio anpassen.

--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX ---

Wertpapier: DAX, MDAX, TecDAX, E-Stoxx 50

Themen: Aktien, Euro, Anleger


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