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Warum du eine Aktie verkaufen solltest (und warum nicht)

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
20.09.2016, 11:00  |  400   |   |   
Quelle: pixabay

Wir Investoren verbringen viel Zeit damit, darüber nachzudenken, ob und wann man verschiedene Aktien kaufen sollte und viel weniger, wann man verkaufen sollte. Oft verkaufen wir, wenn wir eigentlich nicht verkaufen sollten – oder bleiben investiert, wenn wir das nicht tun sollten. Das können teure Fehler sein. Hier sind drei Tipps, wann du eine Aktie verkaufen solltest und wann du die Sache aussitzen solltest.

1. Nicht verkaufen, weil der Kurs gestiegen ist

Cory Renauer: Kaufen, verkaufen und wieder kaufen, ist eine gute Möglichkeit, um dem Markt hinterherzulaufen. Hier ein Beispiel mit einer schönen runden Zahl. Nehmen wir an, du hättest Johnson & Johnson Anfang des Jahres für 100 US-Dollar gekauft.

JNJ DATEN VON YCHARTS.

Nach dem Einbruch hatte die Aktie ein sehr gutes Jahr und am ersten August hättest du deine Aktien mit einem saftigen Gewinn von 25 % verkaufen können. Stattdessen hast du sie behalten und jetzt ist die Aktie dieses Jahr bisher um 16 % gestiegen. Aber es ist noch zu früh, um sich deswegen zu ohrfeigen.

Das beste, was man jetzt tun kann, ist etwas, das wir alle sehr gut können: Nichts tun. Wenn du im August verkauft hättest, dann hättest du einen kurzfristigen Gewinn erzielt. Dafür wird aber bei Verkauf die Steuer fällig. Du kannst also deinen Gewinn nach einem Jahr oder nach hundert Jahren realisieren und du zahlst nur einmal deine Steuern. In der Zwischenzeit wird J&J aber weiterhin Gewinne machen und Dividenden und Rückkäufe spendieren – das machen sie auch ziemlich gut.

Selbst wenn du keine Steuern zahlen müsstest, dann bist du immer noch besser dran, wenn du eine Aktie solange hältst wie das Unternehmen seine Gewinne steigern kann. Buy-and-hold ist wahrscheinlich die effektivste Strategie für normale Investoren. Denk dran, dass die Mehrheit der aktiv gemanagten Fonds von gut bezahlten Analysten geführt wird, die es nicht schaffen, ihre Vergleichsindexe zu schlagen – und diese Indexe beinhalten komplexe Unternehmen ohne Gewinnwachstum. Wenn sie keine einfache Buy-and-hold-Strategie übertreffen können, dann solltest du auch nicht annehmen, dass du das kannst.

BILDQUELLE: PIXABAY.

2. Nicht verkaufen, nur weil die Aktie fällt

Brian Feroldi: Wenn du eine langfristige Grafik der erfolgreichsten Aktien in der Geschichte ansiehst, dann wirst du bemerken, dass sie alle etwas gemein haben. An einem bestimmten Punkt sind die Aktien einfach eingebrochen. Selbst große Gewinner wie Amazon.com, Starbucks, Microsoft, Berkshire Hathaway und viele andere sind schon um mindestens 50 % eingebrochen, was ohne Zweifel einige Aktionäre zum Verkauf bewogen hat. Diese Aktien zu verkaufen, während sie fielen, mag kurzfristig vielleicht wie eine gute Idee gewesen sein, aber jedes dieser Unternehmen hat danach seinen Wert vervielfacht und diejenigen, die zu früh verkauft haben, haben all diese Gewinne verpasst.

Ich vertrete die Ansicht, dass man eine Aktie nie verkaufen sollte, weil der Kurs fällt. Stattdessen ist es viel klüger, sich darauf zu konzentrieren, wie das Unternehmen sich entwickelt und sein bestes zu tun, die kurzfristigen Bewegungen des Kurses zu ignorieren.

Ein gutes Beispiel dafür ist Intuitive Surgical, der Marktführer bei Roboterchirurgie. Die Aktie des Unternehmens wurde Anfang 2013 für 550 US-Dollar gehandelt, aber als der Wachstumsmotor im Leerlauf hängen blieb, weil das da-Vinci-System sich 2014 schlechter verkaufte, schickten die Trader die Aktie auf unter 350 US-Dollar. Sie hatten Angst, die Tage des Wachstums wären schon vorbei.

Es besteht kein Zweifel, dass Intuitive Surgical vor kurzfristigen Problemen stand. Die Position des Unternehmens im Markt stand aber niemals zur Debatte. Intuitive brachte dann ein neues da-Vinci-System heraus, das bei den Kunden ein voller Erfolg war. Die Umsätze steigen wieder zweistellig und die Margen werden größer. Intuitive ist so stark wie zuvor.

Aufgrund der letzten Ergebnisse sind die Aktien wieder stark gestiegen und werden aktuell mit über 680 US-Dollar gehandelt. Selbst, diejenigen, die auf dem Höhepunkt 2013 gekauft haben, sind jetzt weit in den schwarzen Zahlen.

Die Lektion hier ist klar: Wenn du Aktien an einem starken Unternehmen gekauft hast, in dessen Zukunft du glaubst, dann solltest du nicht gleich verkaufen, wenn es einen kurzen Abstecher in die roten Zahlen gibt. Konzentriere dich stattdessen auf das Geschäft und die Zukunftsaussichten. Solange diese intakt sind, wird der Kurs auch wieder steigen.

MANCHMAL IST EIN VERKAUF BEI NIEDRIGEN KURSEN DIE BESTE ENTSCHEIDUNG. BILDQUELLE: GETTY IMAGES.

3. Verkauf, wenn du das Vertrauen in das Unternehmen verloren hast

Selena Maranjian: Oft bleiben die Investoren bei einer Aktie, wenn sie eigentlich verkaufen sollten – weil sie schon Geld verloren haben und warten, bis der Kurs wieder steigt. So bekommen sie zumindest ihr Geld zurück. Das kann schon mal vernünftig klingen, ist es aber nicht. Und hier die Gründe.

Stell dir vor, du hättest Aktien an einem Unternehmen wie Home Surgery Kits, Inc. gekauft, weil du bullisch in Bezug auf die Zukunft des Unternehmens warst und geglaubt hast, die Aktie wäre unterbewertet. So weit so gut, Aber die Aktie ist im Wert gefallen, weil es eine Reihe von üblen und allgemein bekannten Pannen gab, die die Kunden mit den Kästen hatten und das war der Grund für den Ausverkauf. Viele haben das Vertrauen in das Unternehmen verloren – und auch du.

Sagen wir, du hättest 5.000 US-Dollar für 100 Aktien ausgegeben, als diese 50 US-Dollar wert war und jetzt bist du bei 2.000 US-Dollar, weil die Aktie nur noch 20 US-Dollar wert ist. Du kannst jetzt natürlich abwarten und hoffen, dass die Aktie auf 25 und dann 30 US-Dollar, vielleicht sogar auf 50 US-Dollar steigt, damit du etwas (oder idealerweise alles) von deinem Verlust wieder zurückbekommst. Nicht vergessen, dass du nicht viel Vertrauen in die Aussichten des Unternehmens hast, daher scheint eine Erholung auch unwahrscheinlich. Du müsstest wirklich ziemlich stur und wenig vernünftig sein.

Stattdessen solltest du daran denken, dass es tausende von Unternehmen gibt, in die du investieren kannst. Davon sind viele stark, wachsen und sind unterbewertet. Verkauf also deine wertlosen Aktien und such dir eines von diesen Unternehmen – eines, von dem du glaubst, dass es in den nächsten Jahren auch wachsen wird. Wenn du deine verbleibenden 2.000 US-Dollar in einen potenziellen Gewinner investierst, dann hast du eine viel größere Chance, deinen Verlust zurückzubekommen.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.com, Berkshire Hathaway (B), Intuitive Surgical, Johnson and Johnson und Starbucks. The Motley Fool besitzt Microsoft.

Dieser Artikel wurde von Brian Feroldi, Cory Renauer und Selena Maranjian auf Englisch verfasst und wurde am 14.09.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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Die Mission von The Motley Fool ist: Der Welt zu helfen, besser zu investieren. Fool.de zeigt den Menschen, bessere finanzielle Entscheidungen zu treffen. Um dieses Ziel zu erreichen, bietet Fool.de Kommentare und Tipps zum Aktienmarkt, allgemeinen Investmentthemen und Investitionsmöglichkeiten. The Motley Fool ist Verfechter des Shareholder Value und setzt sich unermüdlich für den individuellen Investor ein.

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