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3 attraktive Einkommensaktien, deren Dividenden sich verdoppeln könnten

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
21.09.2016, 08:00  |  197   |   |   
Foto: Pixabay, Skitterphoto

Dividendenaktien sind oft das Fundament eines guten Pensionsportfolios. Dividendenzahlungen geben dir nicht nur Geld zum Leben, sondern helfen auch, Abwärtsbewegungen des Marktes abzumildern. Darüber hinaus sind sie normalerweise ein Indiz für ein finanziell gesundes Unternehmen. Dividenden geben Investoren eine einfache Möglichkeit, in eine Aktie zu reinvestieren und damit die künftigen Auszahlungen zu erhöhen und vom Zinseszinseffekt zu profitieren.

Aber nicht alle Einkommensaktien schöpfen ihr Potenzial voll aus. Wenn wir uns die Auszahlungsquote, also den Anteil an den Gewinnen eines Unternehmens ansehen, der in Form von Dividenden an die Aktionäre zurückfließt, dann sehen wir, ob ein Unternehmen noch Spielraum hat, um die Dividende zu erhöhen. Am besten gefallen uns Auszahlungsquoten zwischen 50 % und 75 %. Es folgen drei Einkommensaktien mit Auszahlungsquoten von unter 50 %, die ihre Dividenden potenziell verdoppeln könnten.

Johnson & Johnson

Wenn du nach einer interessanten Einkommensaktie mit ernstem Dividendenwachstumspotenzial suchst, dann Fang doch mit einem der besten Dividendenaristokraten an. Das Gesundheitskonglomerat Johnson & Johnson (WKN:853260) hat seine Dividende in den letzten 54 aufeinanderfolgenden Jahren erhöht. Du kannst an zwei Händen abzählen, wie viele öffentlich gehandelte Unternehmen das über einen längeren Zeitraum geschafft haben.

Was macht die Aktie aber so zuverlässig? Zuerst einmal sind die meisten Geschäftszweige ziemlich sicher. Die Kunden können sich nicht entscheiden, ob sie krank werden oder welche Krankheit sie sich holen. Das bedeutet, die Pharmaprodukte, medizinischen Geräte und allgemeinen Gesundheitsprodukte sollten immer Abnehmer finden, egal wie es um die Wirtschaft in den USA bestellt ist. Das gibt J&J auch eine gewissen Preissetzungsmacht im Pharmasegment.

BILDQUELLE: GETTY IMAGES.

Johnson & Johnson besteht auch aus mehr als 250 Filialen. Das Unternehmen ist zwar riesig und wird mit 324 Milliarden US-Dollar bewertet, aber es ist relativ leicht für J&J eines seiner Tochterunternehmen zu verkaufen oder ein neues zu kaufen, ohne das größere Geschäftsmodell zu behindern. Das erlaubt es J&J auch permanent schnellere Wachstumsmöglichkeiten zu suchen und Partnerschaften einzugehen, um das Wachstum zu erhöhen. Da wäre die Zusammenarbeit mit Pharmacyclicy (jetzt ein Teil von AbbVie) zu nennen. So bekam J&J Zugang zum Blutkrebsblockbuster Imbruvica, der Spitzenumsätze von 7 Milliarden US-Dollar pro Jahr erzeugen konnte. Es ist möglich, dass andere Partnerschaften sich auch noch so auszahlen werden.

Als zusätzlichen Pluspunkt hat J&J eines von zwei verbleibenden AA-Kreditratings von Standard & Poor’s. Das deutet schon mal an, welches Vertrauen die Ratingagentur in J&J hat. Mit einem freien Cashflow von 15,8 Milliarden US-Dollar im letzten Jahr, einer geschätzten Auszahlungsquote von weniger als 50 % im laufenden Jahr und einer Dividende von 2,7 % scheint J&J in den nächsten Jahren noch weiter wachsen zu können.

Bank of the Ozarks

Ein weiteres Unternehmen, das die Einkommensinvestoren genau im Auge behalten sollten, ist Bank of the Ozarks  (WKN:922791), eine schnell wachsende regionale Bank, die oft unter die besten Banken des Jahres gewählt wird.

Die große Sorge für alle Banken ist im Moment die Zinspolitik der Fed. Historisch niedrige Zinsen haben die Nettozinsmargen nach unten gedrückt und die Banken dazu gezwungen, die Kosten zu senken, um ihre Ergebnisse zu erhöhen. Bank of the Ozarks hatte damit bisher noch keine Probleme, da das Unternehmen sowohl organisches als auch anorganisches Wachstum geliefert hat, das selbst die konservativsten Investoren erröten ließe.

Im zweiten Quartal meldete Bank of the Ozarks einen Anstieg von 21,7 % bei den Nettoeinnahmen und einen Sprung von 17,6 % beim bereinigten Gewinn pro Aktie. Gleichzeitig fiel die Vermögensrendite um 26 Basispunkte auf 1,91 %. Die meisten Banken geben ihr Bestes, um eine Vermögensrendite von 1 % zu erreichen, daher zeigt dieser Wert, wie effektiv Bank of the Ozarks Einkommen generiert.

BILDQUELLE: GETTY IMAGES.

Einer der größten Vorteile für die Bank ist die Strategie bei Fusionen und Übernahmen. Im Sommer schloss die Bank den Kauf von Community & Southern Holdings und von C1 Financial ab. Beide Unternehmen sollen sofort die Gewinne der Bank erhöhen. Während Q2 meldete Bank of the Ozarks einen Anstieg von 47,5 % bei den vergebenen Darlehen und einen Anstieg von 43,8 % bei den Einlagen, was größtenteils von der aggressiven Expansionsstrategie kommt, die offensichtlich auch funktioniert.

Der vielleicht beeindruckendste Aspekt der Bank ist aber die hohe Zinsmarge von 4,82 % und die durchschnittliche jährliche Abschreibung aller Darlehen von 0,06 %. Das ist kein Tippfehler. Die Kreditqualität des Portfolios ist einfach so gut.

Mit einem Gewinn pro Aktie von bis zu 3 US-Dollar – laut Erwartungen der Wall Street – im Steuerjahr 2018 und einer aktuellen Ausschüttung von 0,64 US-Dollar (das sind 1,6 %) könnte Bank of the Ozarks seine Investoren in den nächsten fünf bis zehn Jahren noch mit deutlichen Dividendenerhöhungen belohnen.

SpartanNash

Schließllich liebe Einkommensanleger, wollen wir noch klugerweise  SpartanNash (WKN:A115BY) ansprechen, ein Nahrungsmittelvertriebsunternehmen und Supermarktbetreiber im Mittleren Westen, der sich primär auf unabhängige Lebensmittelgeschäfte, das Militär und Börsen konzentriert.

Wie du dir vielleicht vorstellen kannst, hat das langsame BIP-Wachstum in den USA die Preissetzungsmacht von SpartanNash etwas im Zaum gehalten. Daher sind die kurzfristigen Ergebnisse bei Umsatz und Gewinn etwas stagniert. In Q2 kündigte das Unternehmen an, dass in Q2 höhere Umstrukturierungskosten und Abschreibungen zu einem Rückgang bei den operativen Gewinnen um 11 % bei einem Anstieg von fast 2 % bei den Umsätzen erzielt wurden.

BILDQUELLE: GETTY IMAGES.

Aber SpartanNash hat ein paar Faktoren auf seiner Seite, die langfristig für das Unternehmen arbeiten sollten. Zum Beispiel einen Nischenvertrag mit dem amerikanischen Militär, was langfristig hohe Dividenden zahlen sollte. Die USA geben ein kleines Vermögen für das Militär aus und daher ist es auch wenig überraschend, dass SpartanNash daraus seinen Vorteil gezogen hat, immerhin sind die Margen bei den Militäraufträgen am höchsten.

Kostensenkungen, Fusionen und Übernahmen spielen auch eine wichtige Rolle für den langfristigen Erfolg von SpartanNash. Das Unternehmen sucht aktiv nach Möglichkeiten, um die Lieferkette zu verbessern und um die Kosten zu minimieren. Zum Beispiel wurde vor Kurzem erst das Netzwerk für das Militär und das Nahrungsmittelvertriebsnetzwerk im Lagerhaus in Statesboro, Georgia, konsolidiert. Das sollte in Zukunft zu hohen Einsparungen führen. Zusätzlich sucht Spartan nach Übernahmemöglichkeiten, die den Gewinn steigern und plant, neue Produkte auf den Markt zu bringen, um die Umsätze und Preissetzungsmacht zu erhöhen.

Auf ein Lebenmittelvertriebsunternehmen zu setzen, mag nicht nach einer interessanten Investitionsmöglichkeit aussehen, aber Essen ist eine Notwendigkeit, die meist auch während Rezessionen gut läuft. Mit einem Wachstum beim Gewinn pro Aktie im mittleren einstelligen Bereich und einer Dividende von 2 % (0,60 US-Dollar) scheint Spartan eine gute Wette, um die Dividenden in den nächsten zehn Jahren zu erhöhen.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Johnson and Johnson.

Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und wurde am 14.09.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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