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Populismus – eine Frage der Definition

Gastautor: Daniel Saurenz
23.09.2016, 11:00  |  392   |   |   

Frankfurt_Börse_Banken_3Die moderne Politik erlebt eine ungewöhnliche Entwicklung, die eine Destabilisierung der etablierten Parteien in den Industrienationen bewirken könnte. In den Medien ist aktuell immer wieder das Schlagwort „Populismus“ zu hören, obwohl der Begriff oftmals nicht eindeutig definiert wird. Wir schauen uns den Begriff und seine Auswirkung auf die Märkte anhand einer Studie von ETF Securities genauer an.

In einer Studie von Ionescu und Gellner aus dem Jahr 1964 wird Populismus als „Verehrung des Volkes“ beschrieben, wobei die Autoren die Frage aufwerfen, ob hierbei eine zugrundeliegende Einheit existiert oder der Begriff zahlreiche unterschiedliche Tendenzen einschließt. In mancherlei Hinsicht bezeichnet der Begriff keine Ideologie, sondern eine politische Ausdrucksform, die selektiv und strategisch eingesetzt wird, um die Zustimmung der breiten Masse zu erlangen.

Aktuelle Themen diskutieren wir immer ausführlich in unseren Webinaren. Hier die Aufzeichnung unserer Finanzmarktrunde…

 

Europa_EU_FlaggeIm heutigen Kontext wird der Ausdruck insofern ganz ähnlich verwendet, dass er unterschiedliche demografische Schichten erfasst, die politisch sowohl dem rechten als auch dem linken Spektrum zuzuordnen sind. Populistische Thesen zeichnen oftmals das Bild der Unterdrückung des einfachen Bürgers durch eine entfremdete Elite, nicht selten im Kontext von Einwanderung oder nationaler Souveränität. Das EU- Referendum in Großbritannien hat gezeigt, wie vermeintlich unverfängliche Themen zu einer zentralen Denkrichtung heranwachsen können. Nicht nur in Großbritannien sind populistische Politiker erfolgreich – auch in anderen Industrienationen finden populistische Parteien immer mehr Zuspruch und führen teilweise sogar die Umfragen an.

Die Volatilität könnte in den nächsten Monaten wieder deutlich zunehmen ( ein nützliches Tool um die Vola im Auge zu behalten kommt aus dem Hause UBS) . Daher stellen wir für Bullen und Bären Optionsscheine als Trading-Produkte vor:

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 Populismus – warum jetzt?

Pfund_UK_DevisenIn den letzten Jahren haben populistische Parteien in der EU deutlichen Zulauf erhalten. In der Regel propagieren Populisten einen Bruch mit den etablierten politischen Parteien. Sie tendieren zu euphorischen Wahlversprechen und präsentieren ihren Zuhörern massentaugliche und vermeintlich einfache Lösungsansätze, die oftmals in der Realität nicht umsetzbar sind. Doch was macht diesen Trend gerade jetzt möglich? In der Tat scheinen gerade mehrere Faktoren den Aufstieg populistischer Parteien zu begünstigen, insbesondere die herrschende Ungleichheit infolge des schwachen Wirtschafts- und Lohnwachstums in Kombination mit der wachsenden Durchmischung unterschiedlicher Kulturen. In Großbritannien legen dagegen traditionelle Indikatoren wie beispielsweise der GINI-Koeffizient eine allmähliche Annäherung der Einkommen nahe, wobei dieser Wert durchaus missverständlich sein könnte.

Wer die trendstärksten Basiswerte schnell und einfach herausfiltern möchte, dem können wir den Trendradar ans Herz legen…

 Ungleichheit und Stimuli

Während Ungleichheit sich ohnehin nur sehr schwer messen lässt, ist der GINI-Koeffizient als traditionelle Messgröße im Kontext des Populismus nur bedingt tauglich, da er die Unterschiede zwischen extrem reich und extrem arm unberücksichtigt lässt. Populismus stützt sich oftmals auf das Bild des einfachen Bürgers, der durch eine ferne Elite unterdrückt wird. Somit eignet sich beispielsweise die Palma Ratio besser als Messgröße für Ungleichheit, da sie das Verhältnis der reichsten 10% einer Bevölkerung zu den ärmsten 40% angibt. Der Entwickler der Messgröße, Gabriel Palma, erklärte in seiner Arbeit, dass die Globalisierung eine Verteilungssituation schafft, in der es vorrangig auf das Einkommen ankommt – der Anteil der reichen relativ zur armen Bevölkerung, die in zunehmend „flexiblen“ Arbeitsmärkten immer stärker von prekären Arbeitsverhältnissen abhängig sind.

palmas_ratioDie Quantitative Lockerung in der Geldpolitik scheint eine Zunahme der Ungleichheit zu begünstigen. In den Ländern, in denen populistische Parteien die höchsten Umfragewerte erzielen (Österreich, Frankreich, Italien und Spanien), besteht eine positive Korrelation zur durchschnittlichen Palma Ratio.

Empfehlenswerte Lektüre für aktive Anleger und solche, die es einmal werden wollen, finden Sie bei der BNP Paribas. Hochwertig produziert und obendrein noch kostenlos.

Ungleichheit und Quantitative Lockerung scheinen Hand in Hand zu gehen. Doch folgt das eine aus dem anderen? Diese Frage können wir noch nicht beantworten. Es steht jedoch fest, dass die Aktien- und Anleihenmärkte maßgeblich von der QE- Politik profitiert haben, wobei lediglich relativ wohlhabende Teile der Bevölkerung Zugang zu diesen Märkten haben.

Trading Masters in den Startlöchern

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Im zweiten Teil der Analyse werden wir noch näher auf das Thema Populismus eingehen…

Quelle: ETF Securities

Themen: Euro, DAX, Parteien


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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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