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TagesInfo Rohstoffe: Warten auf das Treffen in Algier (23. September 2016)
Foto: www.commerzbank.de

TagesInfo Rohstoffe Warten auf das Treffen in Algier (23. September 2016)

Gastautor: Eugen Weinberg
23.09.2016, 11:53  |  1381   |   |   

Energie: Die Ölpreise treten im Vorfeld des Treffens in Algier auf der Stelle, nachdem der kräftige Abbau der US-Rohölvorräte am Mittwoch den Preis für ein Barrel Brentöl auf gut 47 USD und damit in die Mitte seines Handelskorridors der letzten Monate geschoben hatte. Dort dürfte er kurzfristig verharren, sofern das Pendel bezüglich der Produktionsbegrenzung nicht klar in die eine oder andere Richtung schwingt. Derzeit scheinen sich die Vertreter der großen Förderländer aber eher Stillschweigen verordnet zu haben, und die beiden rivalisierenden OPEC-Produzenten Saudi-Arabien und Iran sprechen hinter verschlossenen Türen miteinander. Wir sind überzeugt, dass das Treffen nächste Woche ergebnislos endet und warnen angesichts der hohen Netto-Long-Positionierung der Finanzanleger vor einer Preiskorrektur. Wir haben aufgrund des drohenden länger anhaltenden Angebotsüberschusses unsere Ölpreisprognose gesenkt (siehe die heutige Woche im Fokus). Relative Stärke im Markt für Minerölprodukte zeigte in den letzten Wochen Diesel/Gasöl: Der Crack-Spread, also der Preisabstand zwischen Gasöl und Brentöl, ist um gut 3 USD auf 10 USD je Barrel gestiegen. Neben der näherrückenden Heizsaison könnte dies auch den im August geringeren Nettoexporten Chinas geschuldet sein (Grafik des Tages). China hatte in den letzten Jahren den ohnehin gut versorgten Dieselmarkt zusätzlich geflutet. Fraglich ist aber, ob der Rücksetzer nachhaltig ist, denn er dürfte auch der am Ende des Sommers üblichen Instandthaltungsphase zuzuschreiben sein.

Produktideen: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD4GWE Long Oil Brent Future Nov 2016 Faktor 10
CD4GWM Short Oil Brent Future Nov 2016 Faktor -10

Edelmetalle: Auch die Edelmetalle zeigen sich zum Wochenende hin etwas schwächer. Gold handelt bei rund 1.335 USD je Feinunze, nachdem es gestern zeitweise auf ein 2-Wochenhoch von 1.344 USD gestiegen war. Den Preisrückgang führen wir auf Gewinnmitnahmen kurzfristig orientierter spekulativer Finanzinvestoren zurück, da sich Gold innerhalb von zwei Tagen um fast 40 USD verteuert hatte. Die Gold-ETFs verzeichneten dagegen gestern weitere Zuflüsse von sieben Tonnen. Seit Monatsbeginn wurden die Bestände der von Bloomberg erfassten Gold-ETFs damit aber erst um 9,3 Tonnen aufgestockt. Weitere Abflüsse hingegen gibt es bei den Platin- und Palladium-ETFs. Im September stehen bei Platin mittlerweile Abflüsse von 21,1 Tsd. Unzen zu Buche, bei Palladium sogar von 42,8 Tsd. Unzen. Nach fast drei Quartalen kristallisiert sich heraus, dass 2016 bei Platin und Palladium ein weiteres Jahr mit umfangreichen ETF-Abflüssen wird (Platin bislang -140 Tsd. Unzen, Palladium -307 Tsd. Unzen). China hat im August gemäß Daten der Zollbehörde „nur“ 251 Tonnen Silber importiert. Dies waren zwar 16% mehr als im Vormonat, aber 29% weniger als im Vorjahr. Seit Jahresbeginn summieren sich die Silbereinfuhren auf 1.920 Tonnen und liegen damit knapp 7% unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Nach einem starken Jahresstart hat die Dynamik der chinesischen Silberimporte nahezu kontinuierlich nachgelassen. Damit dürfte China den Preisanstieg von Silber bremsen.

Produktideen: Classic Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD2SUV Bull Gold Hebel 6,9
CD7FDJ Bear Gold Hebel 8,3

Industriemetalle: Etwas schwächere asiatische Aktienmärkte und Gewinnmitnahmen der spekulativen Finanzinvestoren bremsen wohl zum Wochenausklang die deutliche Aufwärtsbewegung der Metallpreise der letzten Tage. Gemessen am LME-Industriemetallindex (LMEX) waren die Metallpreise gestern noch um über 2% gestiegen. Mit 2.434 Punkten notierte der LMEX auf einem 2-Monatshoch. Zu den größten Gewinnern zählten gestern Aluminium und Nickel, die sich jeweils um 3% verteuerten. Mit 10.660 USD je Tonne kostete Nickel so viel wie zuletzt vor sechs Wochen. Auf den Philippinen werden offenbar weitere Minen geschlossen. Regierungskreisen zufolge stehen 12 weitere Minen vor der Stilllegung, überwiegend Nickelminen. Gegen die zahlreichen Minenschließungen versucht sich der lokale Minenverband mittlerweile zu wehren. Das offizielle Ergebnis der umweltpolitischen Überprüfung der Minen des Landes will die philippinische Regierung nach mehrfachem Verschieben nun am nächsten Montag präsentieren. Offenbar in Erwartung umfangreicher Minenschließungen auf den Philippinen und dem damit verbundenen geringeren Nickelangebot hat China im August deutlich mehr Nickel importiert. Gemäß Daten der Zollbehörde sind die Einfuhren von Nickelerzen auf ein 13-Monatshoch von 4,3 Mio. Tonnen gestiegen. Auch die Importe von Nickelraffinade haben im Monatsvergleich wieder angezogen. Mit 29,5 Tsd. Tonnen lagen sie zudem 57% über Vorjahr.

Produktideen: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CZ33DN Long Copper Future Dec 16 Faktor 4
CZ33DL Short Copper Future Dec 16 Faktor -4

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Diskussion: Vorsicht bei Gold!

Themen: Gold, USD, Nickel


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Eugen Weinberg leitet seit März 2007 das Rohstoff-Research-Team bei der Commerzbank. Der Diplom- Wirtschaftsmathematiker ist in Russland geboren, kam im Jahr 1999 für ein MBA-Studium nach Deutschland. Danach war er als Fondsmanager und Rohstoffanalyst bei der BW-Bank in Stuttgart beschäftigt und baute im Anschluss den Bereich Rohstoff-Research bei der DZ Bank in Frankfurt auf. Bei der Commerzbank ist er mit seinem Team maßgeblich für die Erstellung der Prognosen und der Strategien im Rohstoffsektor verantwortlich.

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Energie: Die Ölpreise treten im Vorfeld des Treffens in Algier auf der Stelle, nachdem der kräftige Abbau der US-Rohölvorräte am Mittwoch den Preis für ein Barrel Brentöl auf gut 47 USD und damit in die Mitte seines Handelskorridors der …

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Eugen Weinberg leitet seit März 2007 das Rohstoff-Research-Team bei der Commerzbank. Der Diplom- Wirtschaftsmathematiker ist in Russland geboren, kam im Jahr 1999 für ein MBA-Studium nach Deutschland. Danach war er als Fondsmanager und Rohstoffanalyst bei der BW-Bank in Stuttgart beschäftigt und baute im Anschluss den Bereich Rohstoff-Research bei der DZ Bank in Frankfurt auf. Bei der Commerzbank ist er mit seinem Team maßgeblich für die Erstellung der Prognosen und der Strategien im Rohstoffsektor verantwortlich.

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