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Konjunktur Euroraum Einkaufsmanagerindizes mit leichter Abkühlung zum Herbstanfang

23.09.2016, 14:38  |  1441   |   |   

Die Stimmung der Unternehmen im Euroraum hat sich leicht verschlechtert. Der vorläufige Wert für den Gesamteinkaufsmanagerindex (Composite) ist im September leicht auf 52,6 Punkte (-0,3 Punkte) zurückgegangen. Einen mit Verzögerung eingesetzten europaweiten Brexit-Schock aus diesem Rückgang herauszulesen, wäre allerdings falsch, kommentieren die Analysten der Deka-Bank. Es scheint im September vielmehr ein länderspezifischer Einbruch gewesen zu sein, der für die aktuelle Stimmungseintrübung verantwortlich sei.

Vor allem aus Deutschland kommt ein negativer Impuls: So ist der deutsche Gesamteinkaufsmanagerindex (52,7 Punkte; -0,6 Punkte) auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr gefallen. Anders die Lage in Frankreich: Der französische Gesamtindex (53,3 Punkte; +1,4 Punkte) ist auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr geklettert.

In sektoraler Abgrenzung beruht der Rückgang des Gesamtindex für den Euroraum auf einer Verschlechterung des Teilindex für die Dienstleister, während der Teilindex für das verarbeitende Gewerbe leicht angestiegen ist, fahren die Deka.Experten fort. Auch in den sektoralen Bewegungen zeige sich kein europaeinheitliches Bild. Die deutsche Schwäche kommt aus dem Teilindex der Dienstleister, während die Stimmung in der deutschen Industrie zugenommen hat. In Frankreich hingegen ist der Teilindex der Dienstleister auf den höchsten Stand seit 15 Monaten angestiegen. Daneben hat sich die Stimmung in der Industrie auf niedrigem Niveau verbessert.

Das Fazit der Deka-Analysten: Die zahlreichen Unsicherheitsfaktoren konnten die Stimmung im Euroraum in den vergangenen drei Monaten nur leicht eintrüben. Der Euroraum dürfte im dritten Quartal seinen moderaten Wachstumskurs fortsetzen. Die sich dabei abzeichnende Wachstumsverlangsamung in Deutschland dürfte durch eine Wachstumsbeschleunigung in Frankreich ausgeglichen werden.



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