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Post-Chef Apel fordert Zwei-Klassen-System - Abgestufte EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit, um Brexit zu verhindern

23.09.2016, 15:13  |  3569   |   |   

Die Briten wollen raus aus der Europäischen Union, wenngleich das Votum am 23. Juni doch recht knapp ausfiel. Doch zugleich wollen sie den Zugang zum attraktiven EU-Binnenmarkt nicht verlieren. Der Knackpunkt: Die EU-Länder wollen den Erhalt der Freizügigkeit für ihre Bürger im britischen Königreich. Doch das wiederum, wollen die Briten nicht. Das Tauziehen hat begonnen, bevor Großbritannien überhaupt den Antrag auf den EU-Austritt gestellt hat.

Vorschlag: Zwei-Klassen-System des privilegierten Zugangs?

Die EU solle den Briten in der Frage der Arbeitnehmerfreizügigkeit entgegen kommen, um sie doch in der EU zu halten oder eng an sie zu binden, fordert aktuell Frank Appel, Vorstandsvorsitzender von Deutscher Post DHL in der „Rheinischen Post“. Zugleich hoffe er, "dass man einen klugen Weg findet, um den vollständigen Brexit doch noch zu vermeiden oder um das Land jedenfalls weiter eng an die EU zu binden."

Appel ergänzte: "Den freien Handel von Gütern und Dienstleistungen sollte es im Interesse aller unbedingt auch zukünftig geben. Da die Briten vorrangig angesichts der uneingeschränkten Freizügigkeit EU-kritisch sind, könnte man hier über Kompromisse nachdenken: Zum Beispiel könnten sich die alten EU-Mitgliedsstaaten weiter volle Freizügigkeit einräumen, aber die Bürger neuer EU-Länder dürften zunächst nur begrenzt nach Großbritannien einwandern." Auf die Frage, ob damit die Osteuropäer diskriminiert werden, antwortet der Chef des weltweit größten Logistikkonzerns: "Wenn Großbritannien die EU verlässt, gibt es überhaupt keine Einreisefreiheit auf die Insel mehr. Da wäre ein vereinbartes Kontingent doch eine Verbesserung.“

Wertpapier: Deutsche Post


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