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Aktienrückkauf Kurspflege vom Feinsten?

24.09.2016, 10:00  |  602   |   |   

Aktienrückkaufprogramme wirken sich in der Regel positiv auf den jeweiligen Aktienkurs aus. Wir stellen Ihnen dieses Mal einen ETF vor, welcher Aktien von Unternehmen mit Aktienrückkaufprogrammen beherbergt.

Eine Aktiengesellschaft kann ihr Grundkapital nicht nur erhöhen, sondern auch verringern. Eine Möglichkeit der Kapitalherabsetzung bietet beispielsweise ein Aktienrückkauf. Konkret: Die Gesellschaft kauft eigene Aktien an der Börse zurück und stampft die Papiere in den meisten Fällen komplett ein. Bilanztechnisch passiert das Gegenteil von dem, was bei einer Kapitalerhöhung der Fall ist: Auf der Aktivseite nimmt der Kassenbestand aufgrund der zurückgekauften Aktien ab. Auf der Passivseite der Bilanz verringert sich parallel dazu das Grundkapital. Für die Aktionäre wirkt sich diese Form der Kapitalherabsetzung in der Regel positiv aus. Denn der erwartete Gewinn des Unternehmens verteilt sich dann auf eine geringere Zahl von Anteilsscheinen. Der Gewinn je Aktie steigt damit ebenso wie die Eigenkapitalrendite. Was die Aktie attraktiver macht und die Basis für Kurszuwächse bildet. Da an der Börse Zukunft gehandelt wird, reicht oftmals schon die Ankündigung eines Aktienrückkaufes, um die Nachfrage nach der jeweiligen Aktie zu erhöhen.

In den USA üblich

Als aktuelles Beispiel dient die Deutsche Post. Der Vorstand des DAX-Konzerns hat am 1. März 2016 beschlossen, ein Aktienrückkaufprogramm in einer Größenordnung von bis zu 60 Mio. Aktien der Deutschen Post zu einem Gesamtkaufpreis von bis zu 1 Mrd. Euro durchzuführen. Die zurückgekauften Aktien werden entweder eingezogen, für die Bedienung von langfristigen Vergütungsprogrammen für Führungskräfte eingesetzt oder für die Erfüllung möglicher Verpflichtungen aufgrund der Ausübung von Rechten aus einer Wandelschuldverschreibung genutzt. Der Rückkauf über die Börse startete am 1. April 2016 mit einer Maximallaufzeit von einem Jahr. Ermächtigt wurde der Vorstand der Deutschen Post durch die Hauptversammlung, welche im Mai 2014 einem Aktienrückkauf zustimmte. In Deutschland kamen Aktienrückkäufe erst in den letzten Jahren in Mode – in den USA ist diese Form der Kurspflege schon seit vielen Jahren üblich.

114 Aktien in einem ETF

Mit einem Exchange Traded Fund (ETF) auf den Nasdaq US Buyback Achievers Select Index kann man in Aktien US-amerikanischer Unternehmen investieren, die auf der Basis einer soliden Finanzierung Aktienrückkaufprogramme durchführen. Der Index umfasst aktuell 114 Aktien, was eine relativ breite Risikostreuung gewährleistet. Der Index wird vierteljährlich überprüft und gegebenenfalls neuen Entwicklungen angepasst. Aktuelles Schwergewicht mit einem Index-Anteil von 3,1 Prozent ist die Aktie von Quanta Services. Hierbei handelt es sich um ein Unternehmen aus Houston, Texas, das Dienstleistungen und infrastrukturelle Lösungen für die Strom- und Ölindustrie offeriert. Der ETF ist thesaurierender Art – Erträge wie Dividenden werden somit nicht ausgeschüttet, sondern einbehalten beziehungsweise reinvestiert. Da die Index-Währung der US-Dollar ist, besteht ein Fremdwährungsrisiko.

 

Mittelfristiger Chart (in Euro)

 
ETF Buyback

iShares US Equity Buyback Achievers UCITS ETF

 
Kennzahlen (Stand: 22.09.2016)
 
 
  WKN: A12DPR
  ISIN: IE00BQT3VN15
  Akt. Kurs: 4,58 / 4,60 Euro
  Abbildungsverhältnis:   1:1
  Gesamtkostenquote: 0,55 Prozent p.a.
Order über Euwax / Börse Stuttgart
 
  Typ: ETF
  Emittent: iShares
  Auflegung: 02.02.2015
  Seit Auflegung:
+0,28 Prozent
  Seit 1 Jahr:
+7,33 Prozent
 
 




 

 

 
 

Interessenkonflikt

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Ingmar Königshofen ist Geschäftsführer bei der FSG Financial Services Group, welche unter anderem das Portal Boerse-Daily.de betreibt. Dort werden mehrmals täglich top-aktuelle Analysen zu DAX, US-Indizes sowie zu besonders attraktiven Einzelwerten veröffentlicht.

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