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Interview Kobalt, der nächste Boom-Markt nach Lithium?

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27.09.2016, 06:59  |  2661   |   

1. Was macht Cruz Capital für Investoren attraktiv?

Ich bin der Ansicht, dass unsere Aktienstruktur in Verbindung mit unserem Ziel, erstklassige Kobaltliegenschaften zu erwerben, Cruz Capital an der Spitze des anstehenden Kobaltbooms positionieren wird. Wir haben uns bereits frühzeitig auf  den, wovon wir ausgehen, bullischen globalen Kobaltmarkt, eingestellt und ganz früh zahlreiche Projekte erworben. Mit der ersten abgeschlossenen Finanzierung über 2,1 Mio. haben wir gute Chancen für unsere Aktionäre bedeutende Wertsteigerungen zu erzielen.

2. Warum ist Kobalt generell so wichtig?

Die schnell steigende Nachfrage nach z.B. Li-Ionen Batterien, Elektrofahrzeigen und vielen anderen modernen Geräten, kann dafür verantwortlich sein, dass Kobalt als wichtiges Material gesehen wird wo es um Energie und Effizienz in der Metallindustrie geht.

Ich glaube, dass wir alle zustimmen, dass mehr tragbare Elektrogeräte auch die Nachfrage nach Kobalt bestimmen und für ein gesundes Wachstum sorgen werden.

Auch die Autoindustrie setzt mehr und mehr auf Elektrofahrzeuge, welche wiederum mit leistungsstarken Li-Ionen Batterien ausgestattet werden müssen. Derzeit findet auf dem Markt für Elektrofahrzeuge eine kleine Revolution statt.

3. Wie kommt es, dass es überhaupt so wenige Kobaltminen gibt?

Das liegt in der Natur von Kobalt. Normalerweise ist Kobalt das Nebenprodukt beim Abbau anderer Mineralien, wie z.B. Kupfer oder Nicke. Etwa 55% der Kobaltproduktion stammt aus dem Abbau von Nickel und weitere 35% aus dem Abbau anderer Erze.

Durch dieses enge Zusammenspiel sinkt natürlich auch der Abbau von Kobalt, wenn der Abbau von Nickel oder Kupfer stagniert.

Marktführer weltweit im Kobaltabbau ist die Demokratische Republik Kongo (DRC). Diese liefert etwa 55%-60% des weltweit verwendeten Kobalts. Allerdings wird nur ein ganz kleiner Teil dieser Menge im Land selber verarbeitet, ca. 43% der Produktion liegt in China.

Geopolitische oder andere Probleme in sowohl China als auch der DRC wirken sich auf die Anzahl des produzierten Kobalts aus. Investoren von Cruz bleiben von diesen Risiken verschont, da alle unsere Kobaltprojekte innerhalb von Nordamerika liegen.

4. Wie sieht die Zukunft für den Kobaltpreis, die Lieferung, die Nachfrage, das Wachstum aus?

Den Kobaltmarkt kann man in zwei große Bereiche aufteilen: metallurgisch und nicht-metallurgisch. In den letzten Jahren konnte man eine Verschiebung der Nachfrage vom metallurgischen auf den nicht-metallurgischen Sektor erkennen. Letztes Jahr wurden nur etwa 37% des existierenden Kobalts für metallurgische Applikationen verwendet, der Rest landete beim nicht-metallurgischen Endverbraucher. Vergleicht man das mit von vor zehn Jahren, als es noch ein Verhältnis von 50:50 gab, kann man erkennen, dass die Popularität von Li-Ion Batterien, insbesondere im Bereich der Elektrofahrzeuge, weiter steigen wird – und damit auch die Nachfrage bei nicht-metallurgischen Applikationen.

Auch die Entwicklungen in Afrika haben große Auswirkungen auf den Markt. Die Regierung der DRC die will die Verarbeitung von Kupfer und Kobalt im eigenen Land steigern, und den Export von Rohmaterialen reduzieren.

Ich glaube daher stark an einen weiteren Anstieg der Nachfrage nach Kobalt, insbesondere im Batteriensektor, eine Nachfrage, die die Industrie derzeit kaum oder nur schlecht abdecken kann. Und genau hier positioniert sich Cruz, um in vorderster Reihe, als Marktführer, zu agieren.

5. Wie schafft es Cruz, diese Projekte zu erwerben, wenn doch eine derart hohe Nachfrage nach Kobalt besteht? 

Wir haben diese Projekte erworben, da wir frühzeitig schon an einen weiteren Anstieg in der Nachfrage glaubten und so vor dem einsetzenden Rausch unsere Akquisitionen tätigen konnten. Da wir vor dem Höhepunkt einstiegen, konnten wir uns sozusagen die Rosinen aus dem Kuchen picken und damit die für uns besten und kaum entdeckten Liegenschaften in Nordamerika heraussuchen. Bitte denkt auch daran, dass Cruz das erste Unternehmen war, das das Vorkommen von Lithium in Clayton Valley bekanntgegeben hat. Und zwar genau an dem Tag, als auch das daran angrenzende Pure Energy sein Abkommen mit Tesla bekannt gab. Zu diesem Zeitpunkt gab es kein anderes Unternehmen im Clayton Valley. Lithium X und die anderen kamen erst Monate später hinzu. Und genau die gleiche Entwicklung sagen wir Kobalt voraus, nur das wir diesmal acht und nicht nur eine Liegenschaft erworben haben. Wir sind stolz darauf, dass wir so früh dran sind und glauben wirklich daran, dass Kobalt der nächste Zug der ganz großen Bergbaugesellschaften wird. Genau wie es auch bei Lithium passiert ist.

6. Wer ist einer der möglichen Partner für Cruz, sollte das Unternehmen erfolgreich Minen in Betrieb nehmen können?

Zu diesem Zeitpunkt ist es noch verfrüht darüber zu sprechen, trotzdem lautet unsere erste Antwort Glencor. Gerade in Asien herrscht eine große Nachfrage, bei Autoherstellern und Handherstellern. Aber das ist alles noch Zukunftsmusik.

7. Welcher Zeitplan liegt vor, soll erst exploriert oder das Portfolio erweitert werden?

Unsere Platzierungen sind abgeschlossen und wir haben Mittel zur Verfügung. Wir gehen von einem sehr geschäftigen letzten Quartal 2016 aus und freuen uns auf die dann ausstehenden Ergebnisse. Je weiter die Arbeiten fortschreiten, desto mehr können wir Informationen über die Qualität unserer Projekte bekanntgeben.

8. Wo, außer in Li-Ion Batterien, wird Kobalt noch verwendet?

-Ursprünglich kannte man Kobalt aus dem alten Ägypten, dort gab es dem typischen Blau die Farbe. Auch wurde es in der Porzellanherstellung als Lackierung verwendet. In Kombination mit Silizium ist es ein tolles Färbemittel, um tolle Blautöne zu schaffen, die in verschiedenen Bereichen Anwendung finden.

Kobalt wird in Flugzeugtriebwerken. Turbinen und Magneten verarbeitet, da es sehr hohen Temperaturen standhält und extrem hart ist. Es wird in der Galvanik und der Herstellung von Schneidewerkzeugen verwendet, da es einen sehr hohen Schmelzpunkt hat (1493 °C) und kaum oxidiert.

Man findet Kobalt auch in Medikamenten. 

9. Wann ist der früheste Zeitpunkt, das seines von Cruz´s Projekten in die Produktion gehen kann?

Auch das kann man zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Selbstverständlich fangen wir sofort an zu produzieren, sollte es möglich werden. Aber da müssen wir erstmal hinkommen.

10. Wie sind Ihre Pläne für die Investoren in Deutschland?

Wir hoffen nun auch bald in Deutschland sein zu können. Wir haben vier Veranstaltungen in den nächsten sechs Wochen geplant und versuchen alles gut unter einen Hut zu bringen. Jetzt, wo das Unternehmen in seiner aktivsten Phase ist, planen wir natürlich an so vielen Orten wie möglich zu sein, um unsere Geschichte persönlich erzählen zu können. Wir wollen unbedingt persönlich mit unseren privaten und institutionellen Investoren in Deutschland und der Schweiz sprechen

Wertpapier: Cruz Capital


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