DAX+2,22 % EUR/USD+0,31 % Gold+0,48 % Öl (Brent)-0,84 %
Marktüberblick (27. September 2016)
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Marktüberblick (27. September 2016)

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
27.09.2016, 08:11  |  422   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt startete mit tiefroten Vorzeichen in die neue Handelswoche. Beobachter verwiesen auf fortgesetzte Gewinnmitnahmen und Nervosität im Vorfeld der in der Nacht auf Dienstag stattfindenden ersten TV-Debatte im US-Präsidentschaftswahlkampf. Auch ein überraschend gestiegener ifo-Geschäftsklimaindex konnte keine Kauflaune hervorrufen. Der DAX sackte um 2,19 Prozent auf 10.394 Punkte ab. MDAX und TecDAX büßten 0,99 Prozent beziehungsweise 1,20 Prozent ein. Die Schwäche war breit angelegt und von hohem Volumen begleitet. 98 fallende Aktien standen im HDAX elf steigenden gegenüber. Das Abwärtsvolumen lag bei 96 Prozent. Im DAX wurden 105 Millionen Aktien im Wert von 3,20 Milliarden EUR (5-Tage-Durchschnitt: 2,63) gehandelt. Die Abwärtsbewegung wurde von Banken, Versicherern und Medienwerten angeführt. Im DAX schaffte kein einziger Wert den Sprung in den grünen Bereich. Die rote Laterne hielt einmal mehr die Aktie der Deutschen Bank mit einem Einbruch um 7,53 Prozent auf ein historisches Tief. Marktteilnehmer befürchten, dass das Geldinstitut aufgrund der vom US-Justizministerium geforderten Schadensersatzsumme in Höhe von 14 Milliarden USD eine Kapitalerhöhung durchführen müsse. Im MDAX haussierte Lanxess um 8,14 Prozent. Der Spezialchemie-Konzern peilt die Übernahme des US-Unternehmens Chemtura an. Die Ströer-Aktie verbesserte sich um 3,55 Prozent, nachdem das Unternehmen einen positiven Ausblick gegeben hatte.

An der Wall Street schloss der Dow Jones Index 0,91 Prozent tiefer bei 18.095 Punkten. Der Nasdaq 100 verlor 0,85 Prozent auf 4.817 Zähler. 70 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Minus. Das Abwärtsvolumen betrug 71 Prozent. 54 52-Wochen-Hochs standen 16 52-Wochen-Tiefs gegenüber. Bis auf den Immobiliensektor verzeichneten alle Sektoren Verluste. Vor allem Finanzwerte standen unter Druck. Im Dow konnten nur Apple und Procter & Gamble moderat zulegen. Goldman Sachs und JP Morgan gaben am anderen Ende jeweils rund 2,2 Prozent nach.

Am Währungsmarkt tendierte der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen mit Ausnahme des Kanada-Dollars schwächer. Der Dollar-Index gab um 0,17 Prozent auf 95,31 Punkte nach. Der Euro verbuchte gegenüber allen anderen Majors mit Ausnahme des Yen Zugewinne. EUR/USD stieg den vierten Tag in Folge um 0,27 Prozent auf ein 2-Wochen-Hoch bei 1,1256 USD. Intraday schwankte der Kurs zwischen 1,1221 USD und 1,1278 USD. Die stärkste Hauptwährung war mit Abstand der als sicherer Hafen geltende Yen, gefolgt vom Franken. Der Kanada-Dollar zeigte hingegen kräftige Verluste.

Der S&P GSCI stieg um 1,40 Prozent auf 356,45 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich mit dem Beginn des informellen Treffens wichtiger Ölförderländer in Algier um 2,51 Prozent auf 47,04 USD. US-Erdgas stieg um 1,79 Prozent auf 3,07 USD. Kupfer fiel um 0,59 Prozent auf 2,19 USD. Gold endete knapp behauptet bei 1.341 USD (1.190 EUR). Silber, Platin und Palladium verbuchten deutliche Verluste zwischen 1,51 und 1,82 Prozent.

Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf minus 0,24 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel um vier Basispunkte auf minus 0,12 Prozent. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,33 Prozent auf 165,69 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um drei Basispunkte auf 1,59 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh uneinheitlich. Nach anfänglicher Schwäche konnten sich die Indizes nach dem Beginn der ersten TV-Präsidentschaftsdebatte in den USA spürbar erholen, während der Goldpreis nachgab. Der Mexikanische Peso legte deutlich zu. Die Währung gilt als guter Gradmesser für die Wahrscheinlichkeit eines Trump-Sieges. Demnach sehen die Märkte Clinton als Gewinner der ersten Debatte. Der MSCI Asia Pacific Index notierte 0,05 Prozent tiefer bei 140,79 Punkten. Sehr positive Konjunkturdaten gab es aus China zu vermelden. Die Gewinne im Industriesektor stiegen im August gegenüber dem Vorjahr um 19,5 Prozent.

Heute stehen in den USA mit dem Case-Shiller-Hauspreisindex, dem Markit-Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor und dem Index des Verbrauchervertrauens Makrodaten im Fokus. Nach US-Börsenschluss präsentiert Nike die Zahlen zum ersten Geschäftsquartal.

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Themen: Aktien, DAX, USD


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