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Marktüberblick (28. September 2016)
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Marktüberblick (28. September 2016)

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
28.09.2016, 08:09  |  380   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt verabschiedete sich am Dienstag nach zwischenzeitlich größeren Abgaben moderat schwächer aus dem Handel. Belastend wirkten vor allem Sorgen um das Schicksal der Deutschen Bank sowie um Volkswagen. Nach einem freundlichen Handelsstart dank des in der Nacht erfolgten Punktsieges von Hillary Clinton in der ersten TV-Debatte im US-Präsidentschaftswahlkampf setzten die Aktien zunächst ihren Abwärtstrend fort. Dank positiver US-Konjunkturdaten konnten die Verluste dann jedoch im späten Geschäft deutlich eingegrenzt werden. Der DAX schloss 0,31 Prozent tiefer bei 10.361 Punkten. MDAX und TecDAX endeten mit Abschlägen von 0,06 beziehungsweise 0,07 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 42 Gewinner und 65 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 81 Prozent. Im DAX wurden 111 Millionen Aktien im Wert von 3,08 Milliarden EUR (5-Tage-Durchschnitt: 2,79) umgesetzt. Stärkste Sektoren waren Immobilien, Medien und Software. Am schwächsten präsentierten sich Versicherer, Versorger und Automobilwerte. Vonovia setzte sich mit plus 1,08 Prozent an die DAX-Spitze. Beiersdorf und Deutsche Post legten um 0,66 beziehungsweise 0,61 Prozent zu. Lufthansa büßte als Schlusslicht 3,10 Prozent ein. Das Papier litt unter einer geplatzten Anleiheemission, der Sorge vor den wirtschaftlichen Risiken der geplanten Übernahme von 40 Flugzeugen der Air Berlin sowie einem negativen Analystenkommentar. Volkswagen fiel um 2,58 Prozent. Einem Medienbericht zufolge strebt das US-Justizministerium eine Strafe im Dieselskandal an, die den Wolfsburger Konzern hart treffen soll, aber die Insolvenz gerade noch vermeidet.

An der Wall Street zeigten sich die Anleger nach dem Clinton-Auftritt in Kauflaune. Der Dow Jones Industrial stieg um 0,73 Prozent auf 18.228 Punkte. Der Nasdaq 100 verbesserte sich um 4.867 Zähler. 57 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Aufschläge. Das Aufwärtsvolumen betrug 54 Prozent. 81 neuen 52-Wochen-Hochs standen 21 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Technologie und zyklische Konsumgüter. Deutliche Abgaben verbuchten Versorger, Immobilienwerte und Energiewerte. Im Dow stellte Microsoft den größten Gewinner mit plus 1,84 Prozent. IBM und Nike verbesserten sich um 1,81 respektive 1,72 Prozent. Nach Börsenschluss stand Nike auch mit Quartalszahlen im Fokus. Das Papier reagierte im nachbörslichen Handel mit einem Minus von rund 2,6 Prozent. Enttäuscht zeigten sich die Anleger vor allem vom schwachen Auftragseingang. Einziger Indexwert im Minus war Disney mit einem Abschlag von 0,26 Prozent.

Am Währungsmarkt präsentierte sich der US-Dollar gegenüber den meisten anderen Hauptwährungen fest. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,13 Prozent höher bei 95,41 Punkten. Der Euro wertete gegenüber allen anderen Majors ab. Belastend wirkte die Sorge um den europäischen Bankensektor aufgrund des Kursabsturzes bei der Deutschen Bank. EUR/USD fiel um 0,28 Prozent auf 1,1222 USD. Intraday schwankte die Notierung zwischen 1,1191 USD und 1,1258 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen tendierten Austral-Dollar und Pfund Sterling fest, während der Franken Schwäche zeigte.

Die Rohstoffpreise gaben am Berichtstag überwiegend nach. Der S&P GSCI für 24 Spotpreise fiel um 1,73 Prozent auf 350,30 Punkte. Die Ölpreise standen nach Äußerungen vom saudischen Ölminister besonders unter Druck. Er teilte Reportern am Rande des bis heute laufenden informellen Treffens der Ölproduzenten-Länder in Algerien mit, dass er keine Einigung hinsichtlich einer Produktionsbegrenzung erwarte. Es sei zudem keine Notwendigkeit für entsprechende Maßnahmen vorhanden. Vielmehr solle dem Iran, Libyen und Nigeria zunächst ermöglicht werden, ihre Produktion wieder auf das in der Vergangenheit gesehene Maximalniveau hochzufahren, bevor eine Begrenzung stattfinden soll. Brent-Öl verbilligte sich um 2,94 Prozent auf 45,96 USD. US-Erdgas notierte 0,62 Prozent tiefer bei 3,04 USD. Kupfer handelte an der Comex mit einem Abschlag von 1,07 Prozent bei 2,18 USD. Gold gab um 0,96 Prozent auf 1.331 USD nach. Silber und Platin verloren 1,94 beziehungsweise 1,57 Prozent. Gegen den Trend verteuerte sich Palladium um 0,83 Prozent.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf minus 0,27 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel um zwei Basispunkte auf ein 2-Monats-Tief bei minus 0,14 Prozent. Der Euro-Bund-Future kletterte um 0,19 Prozent auf ein Kontrakthoch bei 166,00 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um drei Basispunkte auf 1,56 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich überwiegend südwärts. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,91 Prozent auf 140,68 Punkte. Besonders schwach präsentierte sich der Nikkei 225, was zu einem Großteil auf Dividendenzahlungen zahlreicher Unternehmen zurückzuführen war. Rund die Hälfte aller japanischen Aktiengesellschaften schüttete heute aus. In Hongkong sorgte der Börsengang der China Postal Bank für Aufmerksamkeit. Es ist mit umgerechnet 7,3 Milliarden USD der größte chinesische IPO des Jahres. Das Papier pendelte allerdings unspektakulär um den Ausgabepreis.

Heute stehen von der Makroseite der GfK-Konsumklimaindikator und der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA im Fokus. Am Ölmarkt sind die wöchentlichen Lagerbestandsdaten in den USA sowie das Ergebnis des informellen Ölminister-Treffens in Algier potenzielle Marktbeweger. Unternehmensseitig steht Hella KGaA Hueck mit dem Ergebnis für das erste Geschäftsquartal im Blick.

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