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Als Gewinner der US-TV-Debatten könnte sich der Euro erweisen

Gastautor: Jens Chrzanowski
28.09.2016, 11:47  |  673   |   |   

EUR/USD-Analyse: Als Gewinner der US-TV-Debatten könnte sich der Euro erweisen

Der leere Wirtschaftskalender lässt heute einen ruhigen Handelstag erwarten. Die einzigen spannenden Ereignisse – Ansprachen der Fed-Vorsitzenden Yellen, des FOMC-Mitglieds Bullard und des EZB-Präsidenten Draghi – werden wohl kaum Bewegung in die Märkte bringen, mit einer Überraschung seitens der Herrschaften ist nicht zu rechnen. Für Brot und Spiele werden in der nächsten Zeit sicherlich die TV-Debatten der beiden US-Präsidentschaftskandidaten sorgen. Der Euro als DIE – vermeintlich – sichere Alternative könnte durchaus profitieren. In Zeiten zunehmender Unsicherheit suchen die Trader sichere Häfen. Ob diese überhaupt existieren, ist fraglich.

Nun kommen wir zu unserer Technischen Analyse:

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Rückblick

Der EUR/USD pendelte am Mittwoch, zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, um 1,1128/1,1135. Er lag damit unter dem Level von einer Woche zuvor, konnte aber bereits am Mittwochmorgen etwas klettern. Am Abend gelang dann ein Spike an die 1,1200, der aber sofort wieder abverkauft wurde . Am Donnerstag schaffte es der EUR/USD erneut, sich der 1,1200 zu nähern, und überschritt diese im Laufe des Tages auch deutlich. Bei 1,1250/55 endete diese Bewegung. Der EUR/USD setzte zurück, konnte sich aber über der 1,1200 stabilisieren und am Freitag wieder in Richtung 1,1220/30 schieben. Am Montag dieser Handelswoche setzte das Währungspaar erneut eine Duftmarke. Es stieg bis 1,1279, setzte von dort aber leicht zurück. Am Dienstag setzte sich erneut Schwäche durch. Der EUR/USD gab gut 60 Pips nach, nahm Kontakt zur 1,1200 auf und rutschte leicht unter diese Marke. Bei 1,1190 gelang eine Stabilisierung und leichte Erholung.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum lag knapp unter dem der Vorperiode. Nur fünf Pips haben gefehlt, um das Hoch zu bestätigen. Das Tief lag knapp 20 Pips unter dem der Vorperiode, wurde aber bereits am Anfang des Betrachtungszeitraums erreicht. Die Range war mit 153 Pips etwas größer als in der Vorwoche. Übergeordnet hat sich der EUR/USD weiter in einer stabilen Seitwärts-Range bewegt.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EU/USD mit einem Überschreiten der 1,1267 bis an das nächste Anlaufziel bei 1,1278/81 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt. Das Anlaufziel wurde exakt getroffen. Damit hat das Setup auf der Oberseite sehr gut gepasst. Die Rücksetzer gingen unter die 1,1148 und aktivierten damit das Anlaufziel bei 1,1128/24. Auch diese Marke wurde perfekt getroffen. Damit hat das Setup voll gegriffen.

  • Wochenhoch*: 1,1279 Vorwoche 1,1284
  • Wochentief*: 1,1126 Vorwoche 1,1148
  • Wochen-Range*: 153 Vorwoche 136 Pips

*Betrachtungszeitraum 21.09.2016 bis 27.09.2016

Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,1219/63/83/96...... 1,1323/67/78.....1,1478....1,1511....1,1621
  • Euro-US: 1,1176/46/02.....1,1078/69....1,0992/07......1,0885/12.....1,0744

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden

  • Box-Bereich: 1,1580 bis 1,0558
  • Tagesschlusskurs-Marken: 1,1379 und 1,1023
  • Intraday-Marken: 1,1323 und 1,1080
  • Range: 1,2355 bis 1,0223

Euro-Chart

Der EUR/USD tritt seit Wochen auf der Stelle. Seit etwa drei Handelswochen bewegt er sich in einer engen Box. Nach oben deckelt die 1,1330/60, unten stabilisiert die 1,1125/20. Der EUR/USD notiert aktuell über der Oberkante seines AWK. Vor vier Wochen hat er in den Kanal zurückgesetzt, konnte sich aber rasch wieder über die Oberkante schieben. Charttechnisch bewegt sich der EUR/USD im Niemandsland. Solange es nicht wesentlich über die 1,1330/50 oder unter die 1,1100/1,1080 geht, dürfte sich die Seitwärtsbewegung fortsetzen.

Von der Geldpolitik sind aktuell keine Impulse zu erwarten. Alle wesentlichen Nationalbanken haben zur Geldpolitik Stellung genommen. Es ist klar, wohin die Reise in den nächsten Wochen und Monaten geht. Einzig die US-Wahlen könnten kurzfristig Einfluss auf das Währungspaar ausüben. Dieser Einfluss könnte sich aber erst Ende Oktober konkreter zeigen.

Zum Markt in den kommenden fünf Handelstagen: Der EUR/USD könnte zunächst versuchen, sich über der 1,1200 festzusetzen. Gelingt dies, so könnte er anschließend versuchen, die 1,1220/24 und dann die 1,1233/36 zu erreichen. Schafft er es, sich über die 1,1236 zu schieben, so könnte er dann die 1,1248/52, die 1,1262/65 und die 1,1278/82 anpeilen. An allen Marken können sich Rücksetzer einstellen. Über der 1,1282 wären die nächsten Anlaufziele bei 1,1292/95, 1,1300/04 und 1,1315/18 zu finden. Das ist das Maximale, was wir dem Währungspaar in den kommenden fünf Handelstagen auf der Oberseite zutrauen.

Kann sich der EUR/USD nicht über der 1,1200 halten, wären die 1,1192/88, die 1,1174/70 und die 1,1161/57 die ersten relevanten Anlaufziele. Sollte er unter die 1,1157 rutschen, so könnten sich weitere Abgaben einstellen, die bis 1,1150/46 oder 1,1128/23 gehen könnten. Im Bereich 1,1128/23 könnte sich die Abwärtsbewegung stabilisieren und die Notierungen könnten sich erholen. Gelingt das nicht und sollten sich die Notierungen unter die 1,1123 bewegen, so wären die 1,1115/13, die 1,1105/00 und die 1,1088/85 die nächsten Anlaufmarken.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts

Die wichtigen Veröffentlichungen der nächsten sieben Tage:

  • 29.09.2016 – DE: Arbeitslosenquote (Sept.)
  • 29.09.2016 – USA: Bruttoinlandsprodukt (Q2)
  • 29.09.2016 – USA: Schwebende Wohnungsverkäufe (Aug.)
  • 29.09.2016 – USA: Rede der Fed-Vorsitzenden Janet Yellen
  • 30.09.2016 – EU: Verbraucherpreisindex (Jahr/Sept.)
  • 03.10.2016 – DE: Herstellungs-Einkaufsmanagerindex (Sept.)
  • 05.10.2016 – USA: ADP Non-Farm Payrolls (Sept.)

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RISIKOHINWEIS: Dieser Artikel liefert eine Einschätzung zum Basiswert EUR/USD, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets UK ist Forex & CFD-Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. Die Verluste können die Einlagen übersteigen! Lesen Sie den kompletten Warnhinweis über folgenden Link: http://www.admiralmarkets.de/risikohinweis


Über den Autor:

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Jens Chranowski

Ihr Jens Chrzanowski Geschäftsführer Admiral Markets Kundenservice Deutschland


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Wertpapier: EUR/USD


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Der Berliner Jens Chrzanowski arbeitet seit Marktstart von Admiral Markets in Deutschland 2011 beim Forex & CFD Broker. Vorherige Stationen waren FXCM, E*TRADE und die Deutsche Bank.

Im Fokus stehen für den Leiter des Berliner Kundenservices der deutsche Leitindex DAX, aber auch Dow Jones und andere Indizes. Für den Devisenhandel wird meist auf den EUR/USD fokussiert. Neben den Analysen ist Chrzanowski auch mehrmals wöchentlich in live-Webinaren zu erleben.

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