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Marktüberblick (29. September 2016)
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Marktüberblick (29. September 2016)

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
29.09.2016, 08:13  |  420   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt konnte sich zur Wochenmitte etwas von den jüngsten Kursverlusten erholen. Der DAX verabschiedete sich mit einem Aufschlag von 0,74 Prozent bei 10.438 Punkten aus dem Handel. MDAX und TecDAX stiegen um 1,07 respektive 0,73 Prozent. Im HDAX der 110 größten Werte gab es 88 Gewinner und 22 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag dabei bei 78 Prozent. Im DAX wechselten 87,7 Millionen Aktien mit einem Wert von 2,56 Milliarden EUR (5-Tage-Durchschnitt: 2,92) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Banken, Bauwerte und Konsumwerte. Am schwächsten präsentierten sich Werte aus den Sektoren Telecom und Einzelhandel. Linde setzte sich mit einem Kursgewinn von 3,88 Prozent an die Indexspitze. Hier stützten wieder aufkommende Fusionsfantasien mit Blick auf den Konkurrenten Praxair. RWE und ProSiebenSat.1 Media rückten um 2,78 beziehungsweise 2,20 Prozent vor. Die rote DAX-Laterne hielt Vonovia mit einem Abschlag von 0,55 Prozent. Deutsche Telekom und E.ON verloren 0,40 beziehungsweise 0,33 Prozent.

An der Wall Street bewegten sich die Kurse beflügelt von stark steigenden Ölpreisen nach oben. Der Dow Jones Industrial endete 0,60 Prozent höher bei 18.339 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,17 Prozent nach oben auf 4.875 Zähler. Die Marktbreite gestaltete sich positiv. 74 Prozent aller Werte an der NYSE schlossen im grünen Bereich. Das Aufwärtsvolumen lag bei 81 Prozent. 105 neue 52-Wochen-Hochs standen 13 neuen Tiefs gegenüber. Alle Sektoren außer Gesundheit und Versorger konnten zulegen. Der Energiesektor vollzog einen kräftigen Kurssprung um 4,32 Prozent. Stärkste Dow-Werte waren Caterpillar (+4,47%), Exxon Mobil (+4,39%) und Chevron (+3,20%). Die rote Laterne hielt Nike nach negativ aufgenommenen Quartalszahlen. Das Papier des Sportartikelherstellers büßte 3,77 Prozent an Wert ein.

Der Dollar-Index endete nach einem impulslosen Handel 0,04 Prozent tiefer bei 95,42 Punkten. EUR/USD notierte unverändert bei 1,1215 USD. Intraday schwankte der Kurs zwischen 1,1182 USD und 1,1237 USD. Mit dem Tagestief wurde das Unterstützungscluster aus 50- und 100-Tage-Linie erfolgreich getestet. Übergeordnet verbleibt das Währungspaar in einer mehrwöchigen Seitwärtsbewegung. Die Währungen ölexportierender Länder konnten deutliche Zugewinne verbuchen. Der Kanada-Dollar verzeichnete daher die größten Gewinne unter den Hauptwährungen. Am schwächsten präsentierte sich der Yen.

Die Preise für Rohstoffe orientierten sich überwiegend nordwärts. Der S&P GSCI sprang um 2,47 Prozent nach oben auf ein 3-Wochen-Hoch bei 359,03 Punkten. Getrieben wurde die Entwicklung von haussierenden Ölpreisen, nachdem OPEC-Vertreter die Marktteilnehmer am Abend nach dem dreitägigen Treffen in Algier mit einer Einigung zu einer Produktionskürzung ab November überraschten. Dies war der erste solche Schritt seit 2008. Die Aufteilung der Quoten müsse aber noch auf dem nächsten offiziellen Treffen Ende November in Wien festgelegt werden, hieß es. Insgesamt will die OPEC den Ausstoß von derzeit 33,24 Millionen Barrel pro Tag auf 32,5 bis 33,0 Millionen Barrel pro Tag begrenzen. Auch die wöchentlichen Lagerbestandsdaten aus den USA überraschten. Statt eines erwarteten Anstiegs um 3,0-3,2 Millionen Barrel fielen die Öllagerbestände die vierte Woche in Folge um diesmal 1,9 Millionen Barrel. Brent-Öl (Dezember-Kontrakt) verteuerte sich um 4,99 Prozent auf ein 3-Wochen-Hoch bei 48,84 USD. Die US-Sorte WTI legte um 4,54 Prozent auf ebenfalls ein 3-Wochen-Hoch bei 46,70 USD zu. Die Notierung testet nun die vom Juni-Hoch ausgehende Abwärtstrendlinie. US-Erdgas gab gegen den Trend vor den heutigen Lagerbestandsdaten um 1,87 Prozent auf 2,99 USD nach. Kupfer legte an der Comex um 1,24 Prozent auf 2,20 USD zu. Gold notierte 0,33 Prozent tiefer bei 1.326 USD (1.179 EUR). Silber und Platin verteuerten sich um 0,31 beziehungsweise 0,30 Prozent. Palladium behielt seine relative Stärke bei und sprang um 2,17 Prozent auf ein 7-Wochen-Hoch bei 716,25 USD.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,27 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete nach einem volatilen Handel einen Basispunkt höher bei minus 0,13 Prozent. Der Euro-Bund-Future gab um 0,10 Prozent auf 165,83 Punkte nach. Er formte einen Inside Day und Bearish Harami unterhalb des am Vortag erreichten Kontrakthochs, was für eine mögliche Konsolidierung der jüngsten Kursrally spricht. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte um einen Basispunkt auf 1,57 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute Morgen gestützt von den gestiegenen Ölpreisen auf breiter Front aufwärts. Der MSCI Asia Pacific Index haussierte um 0,70 Prozent auf 141,85 Punkte. Für den Nikkei 225 ging es um rund 1,7 Prozent nach oben. Überdurchschnittliche Zugewinne zeigte auch der australische ASX 200 mit einem Aufschlag von rund 1,1 Prozent.

Heute Vormittag veranstalten die Konjunkturforschungsinstitute ihre Pressekonferenz zum Frühjahrsgutachten. Potenzielle Marktbeweger sind am Nachmittag die deutschen Verbraucherpreise für September sowie die Daten zum US-BIP im zweiten Quartal. Unternehmensseitig richtet sich der Blick auf die Hornbach Holding mit den Halbjahreszahlen sowie auf Hella Hueck mit der Hauptversammlung.

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