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Die Deutsche Post und der Kauf von UK Mail

29.09.2016, 17:24  |  321   |   |   

Kaum hat sich die Brexit-Diskussion am Kapitalmarkt etwas abgeflacht, schon kauft ein großes deutsches Unternehmen bei den austrittswilligen Britten ein. Es ist die Deutsche Post (WKN: 555200 / ISIN: DE0005552004), die sich UK Mail für rund 280 Millionen Euro einverleiben will. Klar, der Deal, der noch im laufenden Jahr abgeschlossen sein soll, ist keine extrem große Akquisition.

Sie zeigt aber die Flexibilität der deutschen Postler. Und sie zeugt zudem von einem gewissen Weitblick. Denn auch nach dem Brexit oder gerade wegen des Brexit, können Käufe aus oder nach Deutschland (je nach Währungskurs) durchaus billiger für uns Deutsche werden. Und damit ergeben sich dann auch zusätzliche Synergieeffekte, die ja bei Firmenkäufen immer an allererster Stelle von den Käufern angeführt werden.

Deutsche-Post-Chart: finanztreff.de

Deutsche-Post-Chart: finanztreff.de

Doch auch ohne Synergieeffekte kann der Kauf sinnvoll sein, denn Großbritannien ist der größte E-Commerce-Markt in Europa, der zudem seit Jahren ein kontinuierliches Wachstum aufweist. Zumindest der London-Besucher kann dies nachvollziehen. Denn in diesem Verkehrschaos würde der Schreiber dieser Zeilen den Kauf am PC allemal dem aufwendigen Kauf im „London Traffic“ klar vorziehen. Dies ist zwar nur ein kleiner, aber durchaus interessanter Aspekt einer solchen Übernahme. Per saldo zeigt der Kauf von UK Mail, dass die Post die internationale Expansion im Paketgeschäft fortsetzt und damit einen sehr konsequenten Weg geht…

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RaumEin Beitrag von Wolfgang Raum von Plusvisionen.de

Wolfgang Raum ist bereits seit mehr als 25 Jahren im Kapitalmarkt-Journalismus tätig, derzeit als freier Wirtschafts- und Börsenjournalist für einige Börsenbriefe und Banken-Newsletter, aber auch als Blogger. Von 2005 bis Sommer 2014 arbeitete er als Chefredakteur für das ZertifikateJournal. Zuvor verantwortete er mehr als fünf Jahre den renommierten Börsenbrief des Anlegermagazins CAPITAL, die CAPITAL Depesche. Der Derivate-Experte, zugleich Fan von Nebenwerten und Emerging Markets, ist zudem ein gern gesehener Experte bei Fernseh- und Radio-Interviews.

Bildquellen: Wolfgang Raum / Pressebild Deutsche Post AG

Wertpapier: Deutsche Post


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Christoph Scherbaum M.A. und Diplom-Betriebswirt Marc Schmidt sind die Gründer von dieboersenblogger.de. Der Social-Börsenblog wurde Ende 2008 im Zeichen der Finanzkrise von den zwei Finanzjournalisten gegründet und hat sich seither fest in der Börsenmedienlandschaft etabliert. Heute schreibt ein gutes Dutzend Autoren neben Christoph Scherbaum und Marc Schmidt über Aktien, Geldanlage und Finanzen. Weitere Informationen: www.dieboersenblogger.de.

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