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Deutsche Bank - Aktie Unter 10 Euro! Deutsche Bank rauscht tiefer in den Keller

30.09.2016, 09:30  |  3527   |   |   

Die Anleger der Deutschen Bank sind Leid geprüft. Zum Wochenschluss rauschten die Papiere des größten deutschen Geldhauses unter die wichtige Marke von zehn Euro. In den ersten Handelsminuten hieß es: neues Tagestief bei 9,898 Euro und ein sattes Minus von acht Prozent. Das ließ auch den deutschen Leitindex nicht kalt. Der DAX sackte um 1,73 Prozent auf 10.225,92 Punkte ab. Am Ende könnte für die Woche ein Minus von vier Prozent stehen.

Zuvor verzeichnet auch die Wall Street Abschläge: Der Dow Jones Industrial fiel bis Handelsschluss um 1,07 Prozent auf 18.143,45 Punkte. Der marktbreite S&P 500 gab um 0,93 Prozent auf 2.151,13 Zähler nach und der Technologieindex Nasdaq 100 büßte 0,76 Prozent auf 4838,30 Punkte ein.

Deutsche Bank - 24-Stunden-Chart

Deutsche Bank im Strudel der Vergangenheit

Die Deutsche Bank steht erheblich unter Druck. In den USA droht eine Rekordstrafe von 14 Milliarden Dollar (aktuell knapp 12,5 Mrd Euro) in Vergleichsverhandlungen um Hypothekengeschäfte aus Zeiten vor der Finanzkrise. Anleger befürchten, dass die Bank ihr Kapital erhöhen muss.

Einem Bericht der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ zufolge, hätten Hedgefonds zum Teil überschüssige Geldbestände und Positionen bei dem deutschen Geldhaus abgezogen, was die Anleger verunsicherte. Als Folge rauschten die Papiere der Deutschen Bank im New Yorker Handel in den Keller. Doch damit steht sie nicht allein da: Auch die Kurse von US-Banken wie Goldman Sachs , JPMorgan oder Citigroup gerieten unter Druck.

Planspiele und Dementis

Wie wallstreet:online zuvor unter Berufung auf die Wochenzeitung „Die Zeit“ berichtete, arbeiten derzeit hochrangige Beamte in Berlin, Brüssel und Frankfurt an einem Konzept zur Rettung des größten deutschen Geldhauses. Es soll in Kraft treten, falls die Deutsche Bank zusätzliches Kapital benötigt, um ihre zahlreichen Rechtsstreitigkeiten beizulegen – und sich diese Mittel nicht selbst am Markt besorgen kann. Neben dem Verkauf von Geschäftsteilen könnte sich auch der Staat direkt am Geldinstitut beteiligen - jedoch nur im äußersten Notfall, heißt es (mehr dazu hier).

Für den Chef der Deutschen Bank, John Cryan, seien staatliche Stützungsmaßnahmen jedoch kein Thema. Auch wies er Spekulationen über angebliche Gespräche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zurück. "Ich habe die Bundeskanzlerin zu keinem Zeitpunkt um Hilfe gebeten. Ich habe auch nichts dergleichen angedeutet.", sagte Cryan gegenüber der „Bild-Zeitung“.

Mit dpa-AFX



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