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Allianz, Daimler und Bayer – Schwergewichte für den Wechsel

Gastautor: Daniel Saurenz
01.10.2016, 10:00  |  1054   |   |   

Frankfurt_BörseBereits seit der zweiten Augustwoche pendelt der DAX nur seitwärts. Selbst nach den jüngsten Notenbank-Sitzungen sowie dem ersten TV-Duell zwischen Clinton und Trump kam es nicht zum erhofften Befreiungsschlag. Dabei hat der Markt gehörig an Fahrt aufgenommen und am Freitag die Verluste des Vortags aufgeholt. Der Markt bleibt vor allem für Trader reizvoll, die Angst kaufen und Euphorie verkaufen. Rein statistisch gesehen sind die Voraussetzungen für steigende Kurse an den Aktienmärkten eigentlich recht gut…

Im historischen Durchschnitt kletterte der DAX im vierten Quartal um knapp acht Prozent. Kurz vor dem Monatswechsel ist die Verunsicherung aber wieder spürbar gestiegen, zahlreiche Ereignisse könnten in den kommenden Wochen einen ausgewachsenen Herbststurm auslösen. Ganz oben auf der Agenda steht die US-Präsidentschaftswahl am 8. November. Für den 9. und 19. Oktober sind weitere TV-Duelle zwischen Hillary Clinton und Donald Trump angesetzt.

Europa vor wichtigen Entscheidungen

Italien_ImmobilienAuch in Europa steht mit dem Verfassungsreferendum in Italien eine Abstimmung vor der Tür, die das Potenzial hat, die Märkte in Turbulenzen zu stürzen. Sollte die Reform abgelehnt werden, hat Ministerpräsident Renzi seinen Rücktritt angekündigt, was Neuwahlen nach sich ziehen könnte.

Ein Sieg der eurokritischen Parteien würde nicht nur neue Diskussionen um einen Austritt Italiens anstoßen, sondern könnte auch mit Blick auf die wichtigen Wahlen im kommenden Jahr in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden für Verunsicherung sorgen. Vor dem Hintergrund der hohen Haushaltsdefizite und Schuldensalden in vielen Euro-Staaten sowie der mangelnden Reformbemühungen dürfte die Nervosität an den Märkten wieder steigen. Die Notenbanken bleiben daher in der Pflicht. Für den 20. Oktober und 8. Dezember sind die nächsten Sitzungen der EZB angesetzt, die Fed rückt am 2. November und 14. Dezember in den Fokus.

Schwergewichte ohne Trend

Adidas_Store_ItalienAuch die 30 DAX-Titel zeigen seit Wochen ein sehr heterogenes Bild, selbst die richtungsweisenden Schwergewichte weisen insgesamt gesehen keinen klaren Trend auf. Knapp die Hälfte der Indexmitglieder verlor seit Jahresbeginn mehr als zehn Prozent, hingegen legte ein Drittel der Aktien prozentual zweistellig zu. Unter den größten Verlierern tummeln sich mit Allianz, Daimler und Bayer drei Werte, die aufgrund ihrer Gewichtung den DAX stark beeinflussen. Kompensiert werden die Verluste durch die erfreuliche Entwicklung bei Siemens und SAP. Auch langfristig betrachtet, fällt die Marktbreite wenig überzeugend aus.

Hier finden Sie unseren aktuellen Beitrag zu Bayer…

Mit Adidas, Fresenius, Fresenius Medical Care, Henkel, SAP und Vonovia erreichten sechs Papiere im laufenden Jahr eine frische Bestmarke. Andere wichtige Aktien wie Allianz, Bayer und Daimler weisen hingegen Abschläge von 40 bis 70 Prozent zu ihrer Bestmarke auf. Erst wenn Investoren wieder verstärkt in allen Branchen zugreifen und eine marktbreite Aufwärtsbewegung einsetzt, dürfte auch der DAX wieder einen klaren Trend ausbilden. In unserer Presseschau geht es diesmal aber nicht allein um DAX-Werte.

Unsere Presseschau in dieser Woche:

Ölpreis mit Kursfeuerwerk trotz schwammigem Kompromiss

Die Deutsche Bank muss ihren Hochmut loswerden

Selbst Trump macht keine Angst

Die Börsianer erwartet ein „heißer“ Herbst

Wenn der Bonus zum Malus mutiert

Bundesbank warnt Merkel vor „Zombiebanken“

Rekord-Datendiebstahl bei Yahoo!

Deswegen ist die Ölländer-Einigung so brisant

Die Quandts sortieren ihre BMW-Aktien neu

Nasdaq-100 – Noch keine neuen Hochs

Facebook: Geldmaschine läuft noch nicht auf Hochtouren

Die Erbschaftsteuer-Reform ist ein unnötiger Kompromiss

Merkels Schweigen macht Deutsche Bank zu „Heuschrecken“-Futter

Bankenkrise - Das geht nicht gut!

Tesla – Stottert der Elektroantrieb?



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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