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DAX - Candlesticks: Monatskerzen: Unsicherheit im DAX

DAX - Candlesticks Monatskerzen: Unsicherheit im DAX

02.10.2016, 19:08  |  3279   |   |   

Die vergangene Woche eine „verrückte“ Woche. Der DAX wurde erst kräftigt nach unten gedrückt, um am Freitag eine fulminante Erholung zu starten. Auch Verkäufe von Wetten auf fallende Kurse dürfte die Aufwärtsbewegung zum Schluss der letzten Woche gestützt haben. Im übergeordneten Bild der Monatskerzen zeigt sich auch noch keine klare Entscheidung. Der seit April 2015 laufende Abwärtstrend wird zwar weiterhin getestet verbunden mit der Chance auf einen Ausbruch nach oben, doch die im übergeordneten Bild vorherrschende Unsicherheit hat sich nicht aufgelöst. Die jüngsten beiden Monatskerzen mit kleinen Kerzenkörpern und Dochten sowie Lunten würden erst ein Richtungssignal liefern, sofern entweder die 10.800 geknackt werden können oder der DAX wieder unter 10.000 Punkte zurückfällt. Wochen- und Tageschart hingegen machen etwas mehr Hoffnung, dass sich der Markt im vierten Quartal nach oben orientiert.

Monatskerzen DAX

Aus Sicht der Candlesticks sollte sich die Unsicherheit im Markt fortsetzen. Die jüngsten beiden Lunten lassen zwar einen Breakversuch nach oben zu. Auch der Monatsschlusskurs knapp über der Abwärtstrendlinie ist leicht positiv. Doch es fehlt ein klarer Break. Auch das Umsatzverhalten muss als leichtes Warnsignal interpretiert werden - so zeigen sich im Juli und August abnehmende Umsätze und im September fehlen Anschlusskäufe nach Breakversuch der Abwärtstrendlinie. Ein erstes negatives Signal wäre nun ein Fall unter das Septembertief bei 10.189 Punkten (und folgend unter das Augusttief bei 10.092 Punkten). Ein Break der 10.000er-Marke wäre negativ und würde einen Abprall an der Abwärtstrendlinie darstellen. Im Worst-Case-Szenario wären so wiederum Kurse im Bereich 9.400/9.300 Punkten zu erwarten verbunden mit dem Risiko, letztlich bis an die Rückkehrlinie des Abwärtstrendkanals zu laufen, der sodann bei ca. 8.000 Punkten notiert. Positiv hingegen über 10.800 mit Zielen bei 11.000 bis 11.430 Punkten.

 

DAX - Wochenkerzen

Vor zwei Wochen eine weiße Kerze und in der vergangenen Handelswoche eine kleine Kerze mit langer Lunte sowie einem erfolgreichem Test der 10.262 und der Abwärtstrendlinie. Somit stellen sich die Wochenkerzen positiver dar als die Monatskerzen – und moderat steigende Kurse innerhalb der Range der letzten Wochen mit Zielen bei 10.700 bis 10.800 sind machbar. Ein Fall unter das Septembertief und somit unter das Tief der letzten Woche erscheint vorerst unwahrscheinlich und würde nur bei ausgesprochen negativen Nachrichten zu erwarten sein. Deutlich positiv wäre ein Anstieg über 10.802 Punkten mit der Rückkehrlinie des Aufwärtstrendkanals als Kursziel.

 

DAX – Tageslinienchart

Der DAX weiterhin im langfristigen Aufwärtstrendkanal. Mit Break des korrektiven Abwärtstrends besteht die Chance auf eine Fortsetzung des Trends. Die jüngsten Rücksetzer können noch als Pullback gelten, da kein Re-Break in den Abwärtstrend erfolgte. Für ein positives Szenario müsste der DAX jedoch über die 10.802 Punkte ansteigen. Ein Rückfall hingegen in den Abwärtstrendkanal wäre negativ in Verbindung mit einem Re-Break der 200-Tagelinie (gegenwärtig bei 10.020 Punkten) und der runden 10.000er-Marke. In diesem Szenario wäre der Ausbruch ein Fehlsignal und ein wiederholter Test des langfristigen Aufwärtstrends wäre einzuplanen. Im Best-Case-Szenario offeriert der Break des Abwärtstrends eine Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends auch mit Kursen in Richtung 12.000 Punkten.

 

Fazit:

Der Weg nach oben ist steinig. Die jüngsten Kursturbulenzen unterstreichen die vorherrschende Marktstimmung: Unsicherheit. Kann sich der DAX aus dieser nun rund zweimonatigen Phase aber nach oben befreien, so sollte im ersten Schritt die 11.000 erreicht werden können. Allerdings wäre auch eine Fortsetzung des Sägezahnmarktes einzuplanen – denn neben der Berichtssaison stehen noch die US-Präsidentschaftswahl und das Verfassungsreferendum in Italien am 4. Dezember an. Auch die in 2017 beginnenden Verhandlungen über den Brexit werfen ihre Schatten voraus. Zudem ist die US-Zinspolitik weiterhin im Fokus der Börsianer. Rückenwind könnte hingegen vom Ölpreis kommen, der zumindest stabil für die kommenden Wochen erwartet wird.

 

Die wichtigsten Zahlen:

www.wallstreet-online.de - Wirtschaftskalender

Ihr Stefan Salomon

Chartanalyst wallstreet-online.de

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Stefan Salomon ist seit Mitte der 1990er-Jahre Technischer Analyst. Er gilt als der Spezialist in Deutschland für Candlesticks in Verbindung mit der Trend- und Formationsanalyse. Mit rund 20 Jahren Erfahrung ist Stefan Salomon gefragter Medienpartner und Vortragsredner (u.a. auch n-tv, DAF, diverse Zeitungen und Magazine). Sein Motto lautet: "Börse ist einfach"! In Seminaren und Webinaren sowie als Coach vermittelt "Mr. Candlestick" sein Wissen an Börsen-Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis gern weiter.

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