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Deutsche Bank – whatever it takes…

Gastautor: Daniel Saurenz
03.10.2016, 10:00  |  1271   |   |   

DeutscheBank_SymbolDie Deutsche Bank erinnert in diesen Tagen an ein totes Zebra in der Wüste. Jeder darf sie ein wenig ausweiden und am Ende würden nur noch die Aasgeier fehlen. Damit dies nicht passiert, braucht es klare Bekenntnisse von Mario Draghi und am besten auch von Angela Merkel. Denn Opportunismus und Naivität könnten am Ende richtig teuer werden, so wenig gute Worte für Banken auch dem Zeitgeist entsprechend und so groß die Fehler der Institute auch sein mögen.

Es war bizarr: Martin Zielke stellte letzte Woche die neue Strategie der Commerzbank vor, wurde aber natürlich auch nach der Lage bei der Deutschen Bank gefragt. Er verweigerte jeglichen Kommentar. Dabei könnte Zielke das aussprechen, was wirklich allen Banken gerade helfen würde: Die Banken in Europa brauchen womöglich bald ein “whatever it takes” seitens der EZB und Mario Draghi, damit Spekulanten, die einzelne Institute offenbar zum Abschuss freigeben, gestoppt werden.

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Deutsche Bank auf ein Jahr

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Beim Euro ist es Draghi am 26.Juli 2012 gelungen, ähnliches bräuchte allen vorweg die Deutsche Bank gemeinsam mit vielen italienischen Instituten. Dass dies politisch nicht en vogue ist weiß die Politik und weiß Angela Merkel, doch je später man sich zum Bankensektor bekennt desto teurer könnte es am Ende werden.

Dass Angela Merkel dies kann hat sie einst gemeinsam mit Peer Steinbrück beim Thema Einlage der Sparer bewiesen. Wie könnte Draghis „Was immer notwendig sein wird für den Bankensektor“ aussehen? Draghi müsste sagen, dass er künftig neben Staats- und Unternehmensanleihen auch Bankanleihen kaufen wird, und zwar nicht nur „normale“ Anleihen, sondern auch Nachranganleihen.

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In diesem Fall würden die Kurse der Anleihen, nicht zuletzt der CoCo-Bond der Deutschen Bank, nach oben schießen. Zudem könnte Draghi sagen, dass er künftig auch Aktien kaufen wird, inklusive Bankaktien. Damit würde er versuchen, unter die Bankaktien im Speziellen ein Sicherheitsnetz zu spannen, woraufhin sich die Aktien zumindest kurzfristig stabilisieren sollten.

DeutscheBank_Portugal_2Bilanziell ist die Deutsche Bank mit Lehman nicht zu vergleichen, Vertrauen und Psychologie könnten sie aber mittelfristig zu einem Lehman-Szenario treiben. Dies können weder EZB noch Bundesregierung wollen und deshalb wäre ein zumindest verbales Bekenntnis durchaus sinnvoll. Denn gerade die Spekulanten aus UK und den USA werden kaum aus Nettigkeit von der Deutschen Bank ablassen.

Die Europäer und speziell auch die Bundesregierung sollten endlich verstehen, dass die USA ihre Banken hart angefasst aber auch entlastet haben, mittlerweile die Strafzahlungen gegen die Deutsche Bank ebenso wie auch gegen Volkswagen oder auch die Franzosen der BNP aufgrund ihrer Iran-Geschäfte nichts anderes sind als ein knallharter Kampf dabei, Konkurrenz kleinzuhalten.

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Die deutsche Politik versteht dies offenbar nicht, im Gegenteil. Der bayrische Finanzminister und Hobbypopulist Markus Söder warnte jüngst vor einem Handelskrieg mit den USA und möchte deshalb Apple für seine Betrügereien verschonen. Offenbar hat er bisher nicht kapiert, dass der Handelskrieg längst im Gange ist. Merkel und Draghi sollten es verstanden haben und sich deshalb hinter ihre Banken stellen, so weh das auch tut.

Übrigens sprang der Deutschen Bank zuletzt Goldman Sachs zur Seite mit positiven Worten. Als Konkurrent gerade im Investmentbanking  ist dies aber vergiftete Hilfe und keinesfalls altruistisch. Denn Goldman weiß genau, dass eine angeschossene Deutsche Bank prima ist. Eine umfallende Deutsche Bank würde jedoch den gesamten Sektor mitreißen und das kann auch Goldman Sachs keinen Spaß bringen.

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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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