DAX+0,33 % EUR/USD+0,02 % Gold+0,46 % Öl (Brent)+1,29 %
Marktüberblick (04. Oktober 2016)
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Marktüberblick (04. Oktober 2016)

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
04.10.2016, 07:51  |  488   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt verabschiedete sich am Freitag nach einer Achterbahnfahrt mit deutlichen Zugewinnen in das feiertagsbedingt verlängerte Wochenende. Der DAX verbesserte sich nach zwischenzeitlicher Markierung eines 8-Wochen-Tiefs um 1,01 Prozent auf 10.511 Punkte. Auf Wochensicht war dennoch ein Minus von 1,09 Prozent zu verbuchen. MDAX und TecDAX legten um 0,42 beziehungsweise 0,94 Prozent zu. Unter den 110 größten Werten gab es 79 Gewinner und 30 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 62 Prozent. Die stärksten Gewinne verzeichneten der Banksektor sowie der Technologiesektor. Rohstoffwerte und Medienwerte tendierten hingegen schwach. Das Handelsvolumen war extrem hoch. Im DAX wurden 188 Millionen Aktien im Wert von 4,79 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 2,80) umgesetzt. Im Anlegerfokus stand ganz klar das Schicksal der Deutschen Bank. Das Papier des Geldinstituts war im frühen Handel um knapp 8 Prozent auf den tiefsten Stand seit Jahrzehnten eingebrochen. Für Verunsicherung hatte die Meldung gesorgt, dass einige Hedge-Fonds ihr Kapital von der Bank abzogen. Am Ende schloss die Aktie jedoch 6,39 Prozent höher und setzte sich damit an die DAX-Spitze. Anlass für die zwischenzeitliche Erholungsrally war vor allem die Meldung, die im Raum stehende Strafzahlung an das US-Justizministerium könnte von 14 Milliarden USD auf 5,4 Milliarden USD reduziert werden.

An der Wall Street hatte der Dow Jones Index am Freitag um 0,90 Prozent zulegen können. Gestern gab der Index trotz überwiegend positiver Konjunkturdaten um 0,29 Prozent auf 18.254 Punkte nach und formte dabei einen Inside Day. Der Nasdaq 100 fiel zum Wochenauftakt um 0,18 Prozent auf 4.867 Zähler. 56 Prozent aller Werte an der NYSE verzeichneten negative Vorzeichen. Das Abwärtsvolumen lag bei 59 Prozent. 113 neue 52-Wochen-Hochs standen 23 neuen Tiefs gegenüber. Lediglich der Industriesektor endete im grünen Bereich. Die deutlichsten Abgaben verbuchten Immobilienwerte und Versorger. Im Dow setzte sich DuPont an die Indexspitze mit plus 1,29 Prozent. Dahinter folgten United Technologies (+0,81%) und Johnson & Johnson (+0,57%). Die rote Indexlaterne hielt Travelers mit einem Abschlag von 1,35 Prozent. Procter & Gamble und United Health verloren 1,21 beziehungsweise 1,07 Prozent.

Am Devisenmarkt legte der Dollar-Index um 0,22 Prozent auf 95,68 Punkte zu und verblieb damit in der sehr engen Seitwärtsbewegung der letzten Wochen. EUR/USD gab um 0,15 Prozent auf 1,1215 USD nach. Im Tagesverlauf schwankte der Kurs lediglich zwischen 1,1205 USD und 1,1244 USD. Stark gesucht waren Rohstoffwährungen. Bei den Hauptwährungen zeigten sich daher der Austral-Dollar sowie der Kanada-Dollar sehr fest. Im Fokus der Devisenhändler stand das Pfund Sterling mit deutlichen Verlusten gegenüber allen anderen Majors. Die Inselwährung litt unter Aussagen von Premierministerin Theresa May, wonach Großbritannien im März den Antrag auf den Austritt aus der EU stellen wird. Gegenüber dem US-Dollar fiel die Devise auf Schlusskursbasis auf ein 31-Jahres-Tief. Das Intraday-Tief vom Juli bei 1,2796 USD könnte heute getestet werden.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise legte trotz eines festeren US-Dollars um 0,50 Prozent auf ein 6-Wochen-Hoch bei 366,28 Punkten zu. Die Ölpreise erfuhren Unterstützung von der Spekulation, dass sich auch Nicht-OPEC-Förderländer an der beabsichtigten Kürzung der Produktionsmengen anschließen könnten. Brent-Öl verteuerte sich um 1,18 Prozent auf ein 7-Wochen-Hoch bei 50,78 USD. Die US-Sorte WTI endete 0,75 Prozent höher auf einem 6-Wochen-Hoch bei 48,60 USD. US-Erdgas stieg im Rahmen einer technischen Erholung um 0,48 Prozent auf 2,92 USD. Intraday hatte die Notierung nach einem viertägigen Abverkauf ein 4-Wochen-Tief markiert. Kupfer gab an der Comex um 0,79 Prozent auf 2,19 USD nach. Gold verlor 0,20 Prozent auf ein 2-Wochen-Tief bei 1.314 USD (1.171 EUR). Silber, Platin und Palladium büßten zwischen 1,27 und 2,24 Prozent ein.

Am Rentenmarkt stieg die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen um zwei Basispunkte auf minus 0,10 Prozent. Der Euro-Bund-Future gab um 0,22 Prozent auf 165,40 Punkte nach. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte um drei Basispunkte auf 1,63 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index kletterte um 0,11 Prozent auf 140,71 Punkte. Relative Stärke zeigte der Nikkei 225 dank eines schwachen Yen. Der australische ASX 200 präsentierte sich hingegen von der schwachen Seite. Hier belasteten vor allem Werte aus dem Industriesektor sowie dem schwer gewichteten Finanzsektor. Die RBA beließ wie von den meisten Experten erwartet den Leitzins unverändert bei 1,50 Prozent. Die chinesischen Börsen blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Heute stehen keine wichtigen marktbewegenden Daten zur Veröffentlichung an. Auf Interesse dürften die deutschen Erzeugerpreise und die Pressekonferenz zum “World Economic Outlook” von Weltbank und IWF stoßen.

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Themen: Dollar, DAX, USD


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