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Lies das bevor du Tech-Aktien kaufst

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
04.10.2016, 12:00  |  651   |   |   
Foto: Pixabay, geralt

Viele Wachstumsinvestoren mögen Tech-Aktien, weil sie gelegentlich unglaubliche Renditen in nur ein paar Jahren liefern. In den letzten 10 Jahren hat der E-Commerce-Riese Amazon.com (WKN:906866) fast 2.500 % geschafft, während Baidu – die größter Suchmaschine in China – um fast 2000 % gestiegen ist.

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Das sieht nach explosiven Gewinnen aus, aber viele andere Tech-Aktien sind in diesen 10 Jahren auch übel eingebrochen. Daher sollte Investoren, die sich für diesen Industriezweig interessieren, diese fünf einfachen Tipps beachten, bevor sie ihre ersten Tech-Aktien kaufen.

1. Verstehe, was das Unternehmen macht

Der Tech-Sektor ist voller Unternehmen, die interessante neue Technologien verbreiten. Oft kaufen die Investoren solche Aktien auf Empfehlung von Analysten, ohne überhaupt zu verstehen, was diese verkaufen. Wie Warren Buffett einmal gesagt hat: “Investiere nie in ein Geschäft, das Du nicht verstehst.”

Das ist auch der Grund, warum Apple (WKN: 865985) so eine beliebte Tech-Aktie, sowohl bei den Investoren im Mainstream als auch bei den institutionellen Investoren, ist. Das Geschäft ist leicht zu verstehen – der Großteil der Umsätze kommt von 3 Hardware-Produkten (iPhone, iPad, MAac), aber das Unternehmen bewegt sich immer mehr auf Bezahldienste zu (Apple Pay, Apple Music, Apple Care), um die Abhängigkeit von den Hardwareverkäufen zu verringern.

Andere Unternehmen haben auch geheime Stärken. Amazon ist generell als Unternehmen im elektronischen Handel bekannt, aber der profitabelste Geschäftszweig ist AWS (Amazon Web Services), die größte Cloud-Plattform weltweit. Die Gewinne dieses Geschäftes entschädigen größtenteils für die niedrigen Margen aus dem Einzelhandel.

2. Suche nach Marktführern

Wenn ich in Tech-Aktien investiere, dann suche ich allgemein die Besten oder die Marktführer. Diese Marktführer haben üblicherweise eine starke Preissetzungsmacht, stabile Margen und die Fähigkeit durch Massenproduktion und entsprechende Strategien kleinere Rivalen aus dem Weg zu räumen.

Amazon verfügt über alle diese Merkmale, sowohl im elektronischen Handel, als auch im Cloud-Geschäft. Cisco hat dieselben Stärken im Bereich Netzwerkausrüstung, während SalesForce einen ähnlichen Vorteil im Markt für cloudbasiertes CRM hat (Customer Relationship Management).

3. Sieh immer nach vorne

Der schlimmste Fehler, den ein Tech-Unternehmen machen kann, ist hinter der technologischen Entwicklung zurückzufallen. Größere Tech-Unternehmen machen aber oft diesen Fehler, denn sie konzentrieren sich mehr auf quartalsmäßiges Wachstum, Dividenden oder Aktienrückkäufe als auf Forschung und Entwicklung. Marktführer erkennen aufgrund ihrer zu großen Egos auch oft künftige Bedrohungen nicht.

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Das ist genau das, was Blackberry (WKN:A1W2YK) passiert ist. Das Unternehmen hat noch vor 7 Jahren 1/5 des Smartphone-Marktes kontrolliert. Nachdem der Marktanteil dann aber auf fast 0 % gefallen ist, entschied sich das Unternehmen im September, keine eigenen Smartphones mehr herzustellen. Dasselbe kann man über Intel sagen, das sich im Markt für mobile Chips Softbank geschlagen gab. Dasselbe passierte auch Microsoft, das den Markt für mobile Betriebssysteme an Apple und Google von Alphabet abgeben musste.

Wenn ein Tech-Unternehmen nicht mehr innovativ ist und einfach nur den Markttrends folgt, dann könnten die Tage des großen Wachstums vorbei sein. Das ist veilleicht genau das, was gerade mit Apple passiert, das sich auf gerade angesagte Märkte wie SmartWatches und Musik-Streaming konzentriert, anstatt neue Geräte auf den Markt zu bringen, wie das iPod und iPhone.

4. Verstehe die Bewertungen

Die Investoren zahlen oft hohe Prämien für Wachstumsaktien, aber diese Aktien können nur dann solide Investitionen sein, wenn ihre Bewertungen auch von einem vergleichbaren Gewinnwachstum unterstützt wird. Amazon z. B. wird mit dem 79-fachen der erwarteten Gewinne gehandelt, soll aber im nächsten Jahr ein Gewinnwachstum von 80 % liefern.

Diese Bewertungen können aber schwer zu verstehen sein, wenn das Unternehmen ein explosives Umsatzwachstum liefert, während sich die Verluste häufen. In einem solchen Fall sollte man als Investor sehen, wie viel liquide Mittel das Unternehmen zur Verfügung hat und den freien Cashflow überprüfen, um zu verstehen, wie gesund das Unternehmen eigentlich ist.

5. Die alten Tech-Unternehmen nicht ignorieren

Viele Investoren konzentrieren sich nur auf die interessanten Aktien mit dem hohen Wachstum, aber sie sollten nicht vergessen, dass Unternehmen mit langsamerem Wachstum wie Cisco, Microsoft, Intel und IBM immer noch sehr gute Aktien sind, die stabiles Einkommen liefern. Diese Unternehmen kaufen auch viele ihrer eigenen Aktien zurück, erhöhen regelmäßig die Dividenden und werden deutlich günstiger bewertet als Tech-Aktien mit hohem Wachstum. Das macht sie daher zu idealen Kernpositionen für dein Portfolio.

 Unterm Strich:

Der Tech-Sektor mag dir auf den ersten Blick vielleicht etwas kompliziert erscheinen, aber es geht einfach nur darum, das zu kaufen was du verstehst, die Marktführer und innovative Unternehmen zu identifizieren und deren Bewertungen zu verstehen. Investoren, die das bei ihrer Recherche beachten, könnten einige solide Tech-Aktien finden, die man auch langfristig halten kann.

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A und C), Amazon.com, Apple und Baidu. The Motley Fool besitzt Aktien von Microsoft. Motley Fool empfiehlt Cisco Systems, Intel und Salesforce.com.

Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und wurde am 02.10.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.
The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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