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Deutsche Rohstoff AG Ein Ölpreis zwischen 40 und 50 Dollar in 2017 wäre ideal

04.10.2016, 13:45  |  803   |   |   

Vor einigen Tagen schrieb ich bzgl. der Einigung der OPEC auf Förderobergrenzen und des Bohrprogramm der Deutschen Rohstoff AG (WKN: A0XYG7 / ISIN: DE000A0XYG76), das im vierten Quartal nun richtig ins Laufen kommt und Erträge abwirft, der Startschuss für die Rallye sei gefallen. Ich habe jetzt mal wieder einfach gedacht und überlegt, welche Ölpreisentwicklung im nächsten Jahr am besten für die Deutsche Rohstoff AG wäre. Und damit für langfristig engagierte Anleger.

Ideales Szenario: Ölpreis zwischen $40 und $50 in 2017

Es gibt ja zwei Betrachtungsweisen, die auf den Aktienkurs und die auf das Unternehmen, das operative Geschäft. Das ideale 2017er Szenario für das Unternehmen (was nicht gleichbedeutend mit dem Aktienkurs ist!) wäre ein Ölpreis zwischen $40 und $50 je Barrel (WTI). Warum? Weil man so schon nette Gewinne einfährt und damit weitere Bohrungen veranlassen kann, die sich rechnen. Denn die DRAG produziert ja zu Kosten von unterhalb von $30.

Beim Verkauf ihrer US-ÖL-und Gas-Tochter Tekton Energy Anfang 2014 für $220 Mio. waren knapp $38 Mio. an Steuern angefallen, die man bei neuen Investitionen in Exploration in den USA anteilig zurückerstattet bekommen kann, überwiegend wohl für Personalkosten. Laut Auskunft der DRAG fließen alleine in diesem Jahr bereits $3,9 Mio. zurück und in 2016 wird aufgrund des deutlich ausgeweiteten Bohrprogramms noch sehr viel mehr erstattet werden.

Da die Steuererstattungen sich wohl hauptsächlich auf Personalkosten beziehen, sind während der Bohrphase also niedrige Personalkosten für die DRAG von Vorteil. Je weniger sie je Bohrung für Personal ausgeben muss, desto mehr Bohrungen kann sie platzieren – und die Steuererstattungen verteilen sich auf mehr Borhungen. Aber auch die anderen Kosten für Equipment, ggf. neue Grundstücke und/oder Bohrrechte usw. bleiben bei Ölpreisen unterhalb von $50 günstig und damit ebenso die Kostenbasis für die DRAG.

Der Aktienkurs wird bei Ölpreisen zwischen $40 und $50 im Jahr 2017 natürlich nicht so stark anspringen, als wenn der Ölpreis höher stünde, denn in den Unternehmenszahlen wird sich ja nun zunehmend der Erlös aus den Öl- und Gasverkäufen niederschlagen und je höher der Verkaufspreis ist, desto höher sind die Gewinne. Und umso größer wird das Leuchten in den Augen kurzfristig orientierter Spekulanten – mir ist es lieber, dass die DRAG zunächst kostengünstig ihr Bohrprogramm durchziehen kann, als dass der Aktienkurs schnell anspringt.

Deutsche Rohstoff AG-Chart: finanztreff.de

Deutsche Rohstoff AG-Chart: finanztreff.de

Steigende Ölpreise bitte erst ab 2018

Aber… wenn die DRAG den größten Teil ihres Bohrprogramms in 2017 erfolgreich erledigt hat, dann darf der Ölpreis gerne mit dem Steigen anfangen. Aber bitte erst dann! Denn dann sind die Kosten für die DRAG Geschichte und es fallen neben den Abschreibungen nur noch die laufenden Betriebskosten an (Chemikalien, Wasser, Sand, Wartung, Vertrieb, Transport etc). Diese würden mit steigenden Ölpreisen und damit wieder verstärkt auftretender Konkurrenz durch andere Explorationsfirmen zwar auch steigen, aber die anderen müssten auch bereits höhere Preise für Rechte, Grundstücke, Personal usw. zahlen…

Auf www.intelligent-investieren.net geht es weiter.

Kissig Ein Beitrag von Michael C. Kissig

Er studierte nach Abschluss seiner Bankausbildung Volks- und Rechtswissenschaften und ist heute als Unternehmensberater und Investor tätig. Neben seinem Value-Investing-Blog „iNTELLiGENT iNVESTiEREN“ verfasst Michael C. Kissig regelmäßig eine Kolumne für das „Aktien Magazin“.

Bildquellen: Michael C. Kissig / Pressefoto Deutsche Rohstoff AG

Wertpapier: Deutsche Rohstoff


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Christoph Scherbaum M.A. und Diplom-Betriebswirt Marc Schmidt sind die Gründer von dieboersenblogger.de. Der Social-Börsenblog wurde Ende 2008 im Zeichen der Finanzkrise von den zwei Finanzjournalisten gegründet und hat sich seither fest in der Börsenmedienlandschaft etabliert. Heute schreibt ein gutes Dutzend Autoren neben Christoph Scherbaum und Marc Schmidt über Aktien, Geldanlage und Finanzen. Weitere Informationen: www.dieboersenblogger.de.

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