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Marktüberblick (05. Oktober 2016)
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Marktüberblick (05. Oktober 2016)

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
05.10.2016, 08:08  |  510   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt setzte am Dienstag seine Kurserholung fort und startete somit positiv in das neue Quartal. Unterstützung erhielt er von einem schwachen Euro. Der DAX verbesserte sich um 1,03 Prozent auf 10.620 Punkte. MDAX und TecDAX endeten 0,53 beziehungsweise 0,94 Prozent höher. Im HDAX der 110 größten Werte standen sich 82 Gewinner und 28 Verlierer gegenüber. Das Aufwärtsvolumen betrug 68 Prozent. Das Handelsvolumen im DAX war mit 132 Millionen gehandelten Aktien im Wert von 3,99 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 3,28) auffällig hoch. Stärkste Sektoren waren Automobile, Konsumwerte und Banken. Einzige Sektoren im Minus waren Finanzdienstleister, Versorger und Transport. Im DAX stand die BMW-Aktie mit plus 3,31 Prozent an der Spitze. Neben dem schwachen Euro beflügelte eine positive Analysteneinschätzung. Daimler und BASF verbesserten sich dahinter um 2,64 beziehungsweise 1,93 Prozent. Als schwächster Indexwert büßte Lufthansa nach einer Herabstufung 2,06 Prozent an Wert ein. Vonovia und E.ON verloren 1,18 beziehungsweise 0,80 Prozent. Im TecDAX haussierte MorphoSys um 18,44 Prozent. Der Biotechkonzern hatte am Wochenende positive Studiendaten zur Wirksamkeit eines Medikaments gegen Schuppenflechte veröffentlicht. Daneben profitierte die Aktie von mehreren positiven Analystenkommentaren.

An der Wall Street dominierten zum Handelsschluss die roten Vorzeichen. Auf der Stimmung lastete ein Bloomberg-Bericht, wonach die EZB ihre Anleihekäufe bereits vor dem geplanten Ende des Programms langsam zurückfahren könnte. Die Notenbank dementierte später laut Reuters jedoch, darüber überhaupt gesprochen zu haben. Der Dow Jones Industrial gab um 0,46 Prozent auf 18.168 Punkte nach. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 endet 0,14 Prozent schwächer bei 4.859 Zählern. 71 Prozent aller Werte an der NYSE verbuchten Abschläge. Das Abwärtsvolumen lag bei 68 Prozent. 68 neuen 52-Wochen-Hochs standen 23 neue Tiefs gegenüber. Bis auf Finanzwerte endeten alle Sektoren im Minus. Am deutlichsten büßten Versorger und Immobilienwerte ein. JP Morgan verteuerte sich an der Dow-Spitze um 0,86 Prozent. Goldman Sachs und Apple legten um 0,74 beziehungsweise 0,42 Prozent zu. Die größten Verluste verbuchten 3M (-1,91%), DuPont (-1,41%) und Verizon (-1,19%).

Am Devisenmarkt legte der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen zu. Der Dollar-Index sprang um 0,43 Prozent auf ein 8-Wochen-Hoch bei 96,13 Punkten und löste damit eine mittelfristige Seitwärtsbewegung nach oben auf. Der Euro konnte aufgrund der Bloomberg-Meldung über das angeblich von der EZB beabsichtigte “Tapering” der Anleihekäufe gegenüber allen anderen Majors mit Ausnahme des Greenback aufwerten. EUR/USD fiel um 0,12 Prozent auf 1,1198 USD. Intraday schwankte der Kurs zwischen einem 2-Wochen-Tief bei 1,1138 USD und 1,1238 USD. Die schwächste Hauptwährung war der Yen. Das Britische Pfund stand mit einem neuen 31-Jahres-Tief zum US-Dollar im Blick der Devisenhändler. Sehr schwach präsentierten sich auch die Rohstoffwährungen, vor allem Rand, Real und Rubel.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise endete 0,08 Prozent höher und markierte damit ein 6-Wochen-Hoch. Brent-Öl verbilligte sich um 0,26 Prozent auf 50,76 USD. Der Preis für US-Erdgas legte um 2,05 Prozent auf 2,98 USD zu. Kupfer verlor an der Comex 1,09 Prozent auf 2,17 USD. Deutliche Abgaben waren bei den Edelmetallen zu beobachten. Gold sackte um 3,06 Prozent auf ein 4-Monats-Tief bei 1.273 USD ab. Silber brach um 5,40 Prozent auf ebenfalls ein 4-Monats-Tief bei 17,85 USD ein. Beide Edelmetalle nähern sich mit dem bearishen Ausbruch ihren steigenden 200-Tage-Linien an. Platin und Palladium verloren 1,87 beziehungsweise 1,78 Prozent.

Die Anleihen standen unter Druck und die Renditen stiegen. Die Umlaufrendite stieg um fünf Basispunkte auf minus 0,23 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte um fünf Basispunkte auf minus 0,05 Prozent. Der Euro-Bund-Future gab um 0,41 Prozent auf ein 2-Wochen-Tief bei 164,73 Punkten nach. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes stieg um sechs Basispunkte auf 1,69 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,12 Prozent auf 140,74 Punkte. Der Nikkei 225 legte gestützt vom weiter schwachen Yen den dritten Tag in Folge um zuletzt rund 0,6 Prozent zu.

Heute steht eine Vielzahl an Konjunkturindikatoren im Fokus. Neben den Service-Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone, Deutschland, Großbritannien und die USA sind in den USA vor allem die ADP-Arbeitsmarktdaten, die Handelsbilanz und der Auftragseingang in der Industrie relevant.

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Themen: Konsumwerte, Euro, DAX, USD


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