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Warum du es mit dem Schulden Zurückzahlen nicht zu eilig haben solltest

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
05.10.2016, 14:00  |  337   |   |   
Foto: The Motley Fool

Für viele Leute sind Schulden ein Teil ihres Lebens. Für ein Auto oder ein Haus zu zahlen, bedeutet oft, dass man sich Geld leihen muss. Solange dieser Betrag noch vernünftig im Verhältnis zu deinem Einkommen ist und die Schuldkosten leistbar sind, sollten auch keinen Schwierigkeiten auftreten.

Schulden abzuzahlen, ist aber auch eines der Ziele vieler Leute. Der Gedanke, anderen etwas zu schulden, kann eine unangenehme Situation sein, selbst wenn die Rückzahlungen leistbar sind. Wenn die Zinsen höher sind als die Einkommensrenidte von Vermögenswerten wie Aktien und Bonds, sollte man die Schulden so schnell wie möglich abzahlen.

Das ist aber aktuell nicht der Fall. Es ist in vielen Ländern auf der ganzen Welt möglich, sich Geld zu geringeren Kosten zu leihen als die Einkommensrendite der nationalen Börsen. Zum Beispiel bringt der S&P 500 in den SA gerade eine Rendite von 2,2 % und die Zinsen liegen bei nur mehr 0,5 %. Ähnlich dazu liegen die Zinsen in Großbritannien bei 0,25 % und der FTSE100 bringt 3,7 %. Daher ist es möglich, sich Geld für weniger zu leihen und höhere Einkommensrenditen mit Investitionen in ein breit gestreutes Portfolio von Unternehmen zu generieren.

Dieser Gedanke ist auch nicht ohne Risiko. Die Zinsen in den USA sollen mittelfristig wieder steigen und das könnte die Gewinne aus den Investitionen mit geliehenem Geld wieder senken. Die Federal Reserve verhält sich aber weiterhin ruhig, was bedeutet, dass es im nächsten Jahr nur eine Zinsanhebung geben soll. Die amerikanischen Zinsen sollen bis 2020 auf 2,25 % steigen, was immer noch relativ gering ist und nur 5 Basispunkte über der Rendite ves S&P500 liegt.

Ein weiteres Risiko beim Investieren mit geliehenem Geld besteht darin, dass der Wert der gekauften Vermögenswerte auch fallen kann. Eine Einkommensrendite von 2,2 % auf den S&P500 könnte zum Beispiel nur ein schwacher Trost sein, wenn der Index um 10 % oder mehr einbrechen würde. Und sollte es zu einer Rezession kommen und der Arbeitsmarkt unsicher werden, dann wird ein Investor seine Schulden vielleicht nicht mehr zurückzahlen können.

Die Idee, mit geliehenem Geld zu investieren, ist aber nicht schlecht. Das könnte in der Praxis bedeuten, dass man statt seine Schulden so schnell wie möglich abzuzahlen, mittelfristig seine Schulden behält, solange sie leistbar und innerhalb der eigenen Mittel liegen. Dieses Geld könnte man nutzen, um in ein diversifiziertes Portfolio aus Aktien zu investieren, um höhere Rendite zu generieren.

Das wird das Risiko eines Portfolios natürlich erhöhen, die potenziellen Gewinne steigen aber auch. Das Endergebnis könnte ein höheres Chancem-Risiko-Verhältnis sein, was bedeutet, dass ein schuldenfreies Leben nicht der effizienteste Kapitaleinsatz zu diesem Zeitpunkt sein könnte.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von  Peter Stephens auf Englisch verfasst und wurde am 03.10.2016 auf fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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