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2 Aktien, die aus 1000 Dollar Millionen gemacht haben

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
05.10.2016, 14:00  |  472   |   |   
Foto: Pixabay, geralt

1000 Dollar mag nicht nach viel Geld ausehen, um es an der Börse zu investieren. Aber wenn man zur richtigen Zeit 1000 US-Dollar in Apple oder Amazon investiert hätte, dann würde man heute mit etwa einer halben Million Dollar dastehen. Ich möchte aber noch einen Schritt weiter gehen und heute zwei Aktien besprechen, die aus 1000 US-Dollar mehrere Millionen Dollar im Laufe von mehreren Jahrzehnten gemacht haben.

Disney

Disney (WKN:855686) ging im Jahr 1957 mit einem Kurs von 13,88 US-Dollar pro Aktie an die Börse. 1000 Dollar wären damals genug gewesen, um 72 Aktien zu kaufen. Nach 6 Aktiensplits hätte man heute 27.648 Aktien, die zum heutigen Preis etwa 2,55 Millionen US-Dollar wert wären. Man würde zusätzlich noch jedes Jahr 39.260 US-Dollar in Dividenden bekommen.

BILDQUELLE: Pixarbay

Natürlich sind 1000 US-Dollar aus dem Jahr 1957 heute etwa 8500 US-Dollar. Trotzdem wäre eine Investition von 8500 US-Dollar, aus der letzten Endes 2,55 Millionen US-Dollar werden, eine unglaublich gute Investition in ein gut geführtes Unternehmen.

Das zeigt auch den Wert der Geduld. In den 60ern und 70ern war Disney eine der „Nifty 50“-Aktien, die man einfach nur kaufen und halten sollte. Das war auch eine gute Idee während des Bullenmarktes in den frühen 70ern. Aber als der Bärenmarkt ein paar Jahre später die Börse erreichte, wurden Disney und der Rest der Nifty 50 aggressiv ausverkauft. Der Mäusekonzern litt dann jahrelang, als die Besucherzahlen in den Themenparks schwanden und die familienfreundlichen Filme des Unternehmens keine so großen Hits an der Kinokasse mehr waren.

Disney erholte sich dann, als Michael Eisner, der ehemalige CEO von Paramount, das Unternehmen übernahm und mehrere andere Unternehmen kaufte, darunter Touchstone Pictures, Capital Cities ABC, ESPN und andere Vermögenswerte aus dem Bereich Medien mit hohem Wachstum. Damit machte er Disney zu einem Wachstumsunternehmen im Bereich Medien. Eisner kümmerte sich auch um die „Disney Renaissance“ zwischen 1989 und 1999, als der Mäusekonzern Hitfilme wie Arielle, die Meerjungfrau, Die Schöne und das Biest, Aladdin und Der König der Löwen veröffentlichte. Eisners Nachfolger, Bob Iger, expandierten das Medienimperium von Disney weiter durch die Übernahmen von Pixar, Marvel und Lucasfilm.

Heute steht Disney vor neuen Herausforderungen, da das traditionelle TV-Publikum abwandert und sich stattdessen Streaming-Angeboten zuwendet. Aber Disney wird sich dieser Herausforderung stellen und investiert jetzt schon in neue Medienunternehmen – das zeigt schon mal an, dass es hier noch was zu holen gibt.

Wal-Mart

Wal Mart (WKN:860853) ging im Jahr 1970 mit einem Aktienkurs von 16,50 US-Dollar an die Börse. 1000 US-Dollar oder 6500 heutige Dollar wären genug gewesen, um etwa 60 Aktien zu kaufen. Nach 11 Aktiensplits wären das inzwischen 122.880 Aktien, die heute schlappe 8,82 Millionen US-Dollar wert wären. Zusätzlich würdest du auch noch 245.760 US-Dollar jedes Jahr an Dividenden bekommen.

BILDQUELLE: Wal-Mart

Wie Disney war auch Wal-Mart ein Mitglied der Nifty 50, die zunächst stark gestiegen sind, aber dann während des Bärenmarktes Mitte der 70er vor großen Problemen standen. Aber während sich Wal-Mart über ganz Amerika und andere Länder ausbreitete, konnte das Unternehmen mit seinem Superstore-Format kleinere Wettbewerber aus dem Geschäft drängen, aufgrund seiner Vorteile durch Massenproduktion und Massenabsatz. Daher stiegen die Jahreseinnahmen von 1,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 1980 auf 165 Milliarden US-Dollar im Jahr 2000.

Später hatte Wal-Mart dann lange Zeit keine bedeutenden Wettbewerber, bis Amazon sich von einem Online-Buchgeschäft zu einem Online-Superstore in den späten 90ern entwickelte. Das Unternehmen hat es seither nicht geschafft, bei den Onlineverkäufen hier Schritt zu halten und das Umsatzwachstum fiel hinter dem von Amazon weit zurück.

QUELLE: YCHARTS

Amazon expandierte sein Ökosystem mit Amazon Prime und neuen Diensten wie Lebensmittellieferungen und (schon bald) Lieferung per Drohne. Wal-Mart schlug zurück, indem die Preise von Amazon auch bei Wal-Mart eingeführt wurden, durch einen Lieferservice auf Abonnement-Basis und durch die Expandierung des digitalen Ökosystems auf Streaming und Online-Zahlungen. Darüber hinaus kaufte Wal-Mart das E-Commerce-Start-up jet.com für 3,3 Milliarden US-Dollar. CEO Doug McMillon übernahm das Ruder im Jahr 2014 und versucht jetzt den Einzelhandelsgiganten mit Milliarden-Investitionen in den elektronischen Handel, die Weiterbildung der Mitarbeiter und höhere Löhne für das neue Jahrtausend fit zu machen. Das endgültige Urteil steht hierbei noch aus und die Analysten erwarten, dass Wal-Mart dieses Jahr nur 1 % Umsatzwachstum erzielen wird. Aber wenn sich das auszahlt, dann könnte sich das Umsatzwachstum in den nächsten Jahren wieder erholen.

Unterm Strich

Das Wachstum von Disney und Wal-Mart in den letzten Jahrzehnten bestätigt den berühmten Ausspruch von Benjamin Graham: „Kurzfristig ist der Markt nur eine Meinungsumfrage, aber langfristig wird nach Gewicht abgerechnet.“ Daher sollten langfristig orientierte Investoren, die aus Tausenden Millionen machen wollen, das Wachstum eines Unternehmens in den kommenden Jahrzehnten anstatt Quartalen analysieren.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.com, Apple und Walt Disney. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und wurde am 01.10.2016 auf fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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