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Brexit – Neue Entwicklungen für CFD- und FX-Trader!

Gastautor: Sebastian Hell
05.10.2016, 15:07  |  864   |   |   

Liebe Leserinnen,
Liebe Leser,

es gibt Neuigkeiten zum Brexit. Am Wochenende teilte die britische Premierministerin Theresa May mit, dass sie im kommenden Jahr, Ende März 2017, die Verhandlungen mit der EU aufnehmen werde. Dies bedeutet, dass ein Brexit theoretisch im März 2019 erfolgen könnte. Das Datum hat viele Unternehmen aufgeschreckt, da man bisher damit rechnete, dass es deutlich längere dauern werde, ehe eine Entscheidung fallen würde. Außerdem teilte May mit, dass sie die Einwanderung deutlich begrenzen werde, ein Kernelement der Verhandlungen mit der EU. Nun erwarten viele Beobachter einen „harten“ Brexit mit Wiedereinführung von Zöllen und dem möglichen Ende von englischen Finanzprodukten in der EU.

Alles nur Geplänkel?

Seit dem Referendum in England vor wenigen Wochen hat sich an der Informationslage nicht viel geändert. Außer dem (möglichen) Verhandlungsbeginn im neuen Jahr, gibt es keine neuen Erkenntnisse. Interessant war aber, dass Theresa May auch sagte, dass sie englischen Unternehmen weiterhin den Zugang zum europäischen Markt ermöglichen will, nur wird dies leider in den Medien meist unterschlagen. Sie weiß natürlich, dass sie dafür der EU Zugeständnisse machen muss. Gerade vor den Verhandlungen spielen beide Seiten die machtpolitischen Karten aus, um später einen besseren Standpunkt zu haben. Ich rechne fest damit, dass über einen Zeitraum von zwei Jahren (evtl. deutlich mehr) viele Kompromisse geschlossen werden, da beide Seiten, sowohl die EU als auch England viel zu verlieren haben.

Brexit nur der Anfang?

Interessant ist die Frage was passiert wenn es den Briten nach dem Brexit auf einmal viel besser geht. Das Pfund wertet derzeit massiv ab und die Exporte werden dadurch steigen. Auch die Investments in englische Aktien ziehen deutlich an und die fallenden Immobilienpreise könnten durch die Pfund-Abwertung schnell gestoppt werden. Was passiert, wenn England in den kommenden Quartalen ein höheres Wachstum zeigt und das Land nicht „vor die Hunde geht“, wie es viele EU-Politiker gerne hätten. Dann könnte der Brexit nur der Verbote für viele weitere Länder sein. Massive Chancen für Trader ergeben sich hieraus von selbst!

Wie geht es weiter mit CFDs und FX?

Laut meinen Gesprächen mit CEOs englischer Finanzunternehmen, sieht man den Brexit bisher sehr gelassen. Die meisten sind sich sicher, dass es eine Sonderlösung für die (auch für die EU) bedeutende englische Finanzindustrie geben wird. Unternehmen auf dem gesamten Kontinent sind auf die englischen Finanzakteure angewiesen. Sollte es wider Erwarten doch nicht zu Sonderrechten in diesem Bereich kommen, sind Niederlassungen innerhalb der EU geplant. Es gibt also durchaus Spielraum. Der Brexit bedeutet somit kein Ende für CFD- und FX-Trader, wie in manchen Börsenforen schon geunkt wird.

 

Ihr Sebastian Hell
Geschäftsführer QTrade
www.qtrade.de

 



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Sebastian Hell hat International Finance in Deutschland und den USA studiert. Er berät Vermögensverwalter und Hedge Fonds bei der Umsetzung von Handelsstrategien und veröffentlicht regelmäßig im Auftrag von QTrade (www.qtrade.de) Kolumnen über die Finanzmärkte.

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