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Deutsche Bank – CoCo-Bond zeigt Sorgen der Investoren

Gastautor: Daniel Saurenz
06.10.2016, 06:00  |  1185   |   |   

Banken_Deutsche Bank_3Die Aktie der Deutschen Bank hat sich gegenüber den Rekordtiefs von vor wenigen Tagen kräftig erholt. Dabei zeigen etliche Indikatoren klar an, wie ernst die Lage ist. Im zweiten Teil unseres Beitrags zum größten deutschen Kreditinstitut werden wir weiter auf die Perspektiven der Bank eingehen und ihnen spannende Investmentideen zeigen…

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Neben der Zahl der leerverkauften Aktien zeigen auch die nachrangigen Anleihen der Deutschen Bank, die sogenannten CoCo-Bonds, an, wie groß die Sorgen der Investoren inzwischen sind. Contingent Convertible Bonds, kurz CoCo-Bonds, sind Zwangswandelanleihen. Sie werden als zusätzliches Kernkapital anerkannt. Diese nachrangigen Anleihen werden beim Eintreten vorher festgelegter Kriterien, also im Krisenfall, in Aktien umgewandelt.

Zuletzt war der Kurs des Coco-Bonds mit einer Verzinsung von sechs Prozent (WKN: DB7XHP) auf nur mehr 73,25 Prozent eingebrochen, ehe er sich etwas erholt hat auf 77,8 Prozent.

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CDS der Deutschen Bank ziehen die Deutschlands mit nach oben

Banken_Deutsche Bank_2Während die Kurse des Coco-Bonds abgerutscht waren, waren die Credit Default Swaps (Kreditausfallversicherungen, kurz CDS) auf die Deutsche Bank deutlich angestiegen. Damit sichern sich Investoren gegen einen Ausfall ab oder wetten genau darauf. Zuletzt sind die CDS aber wieder auf 232 Basispunkte gesunken.

Ein Basispunkt bei CDS zur Absicherung von zehn Millionen Euro für fünf Jahre gegen einen Ausfall bedeutet eine Zahlung von 1.000 Euro pro Jahr. Die Absicherung gegen einen Ausfall der Deutschen Bank kostet also herbe 232.000 Euro pro Jahr.

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Deutsche Bank auf ein Jahr

Deutsche Bank auf ein Jahr

Die Wahrscheinlichkeit für einen Zahlungsausfall innerhalb der nächsten fünf Jahre ist auf 18,5 Prozent gestiegen. Entgegen Merkels Behauptungen kann die Kanzlerin einem Kursverfall der Deutsche-Bank-Aktie und damit einem Anstieg der CDS nicht tatenlos zuschauen.

Denn der Anstieg der CDS auf die Deutsche Bank führt dazu, dass auch die CDS auf die Bundesrepublik Deutschland deutlich klettern. Zuletzt war die Wahrscheinlichkeit für einen Zahlungsausfall Deutschlands auf 1,6 Prozent geklettert.

Die Sache ist eindeutig: Wenn die Deutsche Bank ein Problem hat, hat Deutschland – sprich der Steuerzahler – ein Problem.

Der nützliche Blick über den Tellerrand…interessante Beiträge finden Sie auch auf dem Blog der Citi…

Anleger sollten den Aktienkurs der Deutschen Bank, ebenso wie den des Coco-Bonds und der CDS genau im Auge behalten. Wenn sich die Lage der Deutschen Bank wieder zuspitzen sollte, dürfte es nicht zuletzt auf die EZB ankommen, die Lage zumindest kurzfristig etwas zu beruhigen. So könnte die EZB beispielsweise Bankanleihen oder schlussendlich sogar Bankaktien kaufen.



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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