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Marktüberblick (06. Oktober 2016)
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Marktüberblick (06. Oktober 2016)

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
06.10.2016, 08:32  |  468   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt litt zur Wochenmitte mit der Sorge um steigende Zinsen unter Gewinnmitnahmen. Der DAX endete 0,31 Prozent schwächer bei 10.586 Punkten. MDAX und TecDAX verbuchten Verluste von 0,59 beziehungsweise 0,51 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 38 Gewinner und 70 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 69 Prozent. Das Handelsvolumen im DAX lag bei 96,7 Millionen Aktien im Wert von 2,85 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 3,44). Mit Blick auf die Sektoren-Performance lagen Banken, Versicherer und Automobilwerte vorne. Schwach präsentierten sich hingegen Immobilienaktien, Versorger und Konsumwerte. Die Spitzenposition im DAX belegte die Aktie der Deutschen Bank mit einem Aufschlag von 2,76 Prozent. Volkswagen und Allianz verbesserten sich dahinter um 1,39 respektive 1,20 Prozent. Die rote Laterne hielt RWE mit minus 3,66 Prozent. Vonovia büßte dahinter 3,12 Prozent ein. Immobilienaktien gelten wie auch Versorger als zinssensibel.

An der Wall Street verabschiedeten sich die Indizes gestützt von überwiegend erfreulich ausgefallenen Konjunkturdaten sowie steigenden Ölpreisen mit Gewinnen aus dem Handel. Der ISM-Index für den US-Servicesektor machte im September einen überraschend kräftigen Sprung von zuvor 51,4 auf 57,1 Punkte. Analysten hatten im Schnitt lediglich einen Anstieg auf 53,0 Punkte prognostiziert. Der Dow Jones Industrial legte um 0,61 Prozent auf 18.281 Punkte zu. Der Nasdaq 100 verbesserte sich um 0,37 Prozent auf 4.878 Zähler. 59 Prozent aller Werte an der NYSE konnten Kursgewinne verzeichnen. Das Aufwärtsvolumen betrug 70 Prozent. 115 neue 52-Wochen-Hochs standen 15 neuen Tiefs gegenüber. Die stärksten Sektoren waren Finanzwerte und Energiewerte. Verluste mussten die zinssensiblen Immobilienwerte und Versorger hinnehmen. Im Dow belegten Goldman Sachs, Caterpillar und Boeing die obersten Plätze im Indextableau. Am anderen Ende befanden sich Verizon, Home Depot und UnitedHealth. Nachbörslich stand die Twitter-Aktie mit Abgaben von rund 9 Prozent im Fokus, nachdem Google Pläne zur Übernahme des Unternehmens dementierte.

Am Währungsmarkt verzeichnete der US-Dollar gegenüber den meisten anderen Hauptwährungen moderate Abschläge. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels nach einem impulslosen Geschäft kaum verändert bei 96,10 Punkten. EUR/USD legte um 0,06 Prozent auf 1,1211 USD zu. Intraday pendelte der Kurs des Währungspaars zwischen 1,1189 USD und 1,1233 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen fielen der Franken durch Stärke und der Yen durch Schwäche auf.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise stieg beflügelt von haussierenden Ölpreisen um 1,07 Prozent auf ein 13-Wochen-Hoch bei 371,35 Punkten. Die EIA berichtete von einem Rückgang der US-Lagerbestände für Rohöl um 2,97 Millionen Barrel. Dies ist bereits die fünfte Woche in Folge, in der die Bestände fielen, während Experten einen Anstieg erwartet hatten. Der sich der US-Ostküste nähernde Hurrikan Matthew sowie die Perspektive einer OPEC-Produktionskürzung boten den Preisen zusätzliche Unterstützung. Brent-Öl verteuerte sich um 1,73 Prozent auf 51,75 USD. Die US-Sorte WTI stieg um 2,16 Prozent auf 49,74 USD. US-Erdgas legte um 2,50 Prozent auf 3,04 USD zu. Kupfer notierte an der Comex 0,18 Prozent höher bei 2,17 USD. Gold endete 0,06 Prozent tiefer bei 1.269 USD (1.131 EUR). Platin und Palladium verloren 1,11 beziehungsweise 3,23 Prozent. Silber konnte sich gegen den Negativ-Trend bei den Edelmetallen behaupten und legte um 0,14 Prozent zu.

Am Rentenmarkt blieben die Staatsanleihen unter Druck und die Renditen stiegen nach den besser als erwarteten US-Konjunkturdaten. Daneben wirkte die am Vortag nach einem Medienbericht aufgekommene Spekulation um eine sukzessive Reduzierung der EZB-Anleihekäufe als Belastungsfaktor fort. Die Umlaufrendite stieg um vier Basispunkte auf minus 0,19 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen legte um ebenfalls vier Basispunkte auf minus 0,01 Prozent zu. Für den Euro-Bund-Future ging es um 0,25 Prozent abwärts auf ein 2-Wochen-Tief bei 164,32 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes endete drei Basispunkte höher bei 1,72 Prozent.

Ein freundliches Bild boten heute früh die asiatischen Aktienmärkte. Der MSCI Asia Pacific Index legte zuletzt um 0,58 Prozent auf 141,11 Punkte zu. Der Nikkei 225 profitierte vom weiter fallenden Yen und zeigte daher überdurchschnittliche Zugewinne. Die Börsen in China blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Heute stehen die Daten zum Auftragseingang in der deutschen Industrie im Anlegerfokus. Experten erwarten für den August im Schnitt eine gegenüber dem Vormonat unveränderte Wachstumsrate von 0,2 Prozent.

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