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Marktüberblick (07. Oktober 2016)
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Marktüberblick (07. Oktober 2016)

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07.10.2016, 08:05  |  645   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt blieb am Donnerstag trotz besser als erwarteter Konjunkturdaten im Konsolidierungsmodus. Der Auftragseingang in der deutschen Industrie ist im August um 1,0 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Die Konsensschätzung hatte auf ein Plus von lediglich 0,2 Prozent gelautet. Vor den heute anstehenden offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für September hielten sich die Anleger mit Käufen zurück. Der DAX endete 0,16 Prozent tiefer bei 10.569 Punkten. MDAX und TecDAX gaben um noch moderatere 0,05 beziehungsweise 0,07 Prozent nach. Unter den 110 größten Werten gab es 35 Gewinner und 75 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 83 Prozent. Im DAX betrug das Handelsvolumen 108,7 Millionen Aktien im Wert von 3,00 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 3,40). Stärkste Sektoren waren Technologie, Bau und Chemie. Die deutlichsten Abschläge verbuchten Telecoms, Immobilienwerte und Versorger. Im DAX setzte sich die Infineon-Aktie mit einem Zugewinn um 1,63 Prozent an die Indexspitze. BASF kletterte nach einem positiven Analystenkommentar um 1,03 Prozent. HeidelbergCement verbesserte sich um 0,95 Prozent. Schwächster Wert war Vonovia mit minus 2,06 Prozent. Deutsche Telekom und RWE büßten 2,03 beziehungsweise 1,69 Prozent ein. Im MDAX stand Osram mit einem Kurssprung um 10,38 Prozent im Fokus. Laut einem Medienbericht plant der chinesische Halbleiterkonzern San’an Optoelectronics noch in diesem Monat ein Übernahmeangebot vorzulegen. Im TecDAX verteuerte sich Dialog Semiconductor dank positiver Umsatzzahlen um 7,33 Prozent. Aixtron legte um 6,18 Prozent zu.

An der Wall Street verabschiedete sich der Dow Jones Industrial 0,06 Prozent schwächer bei 18.269 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq 100 verlor 0,07 Prozent auf 4.874 Punkte. Beide Indizes befinden sich in einer engen Seitwärtsphase und könnten heute Impulse von den Non-Farm-Payrolls für September bekommen. Derweil fielen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 249.000 und damit in die Nähe des im April markierten 43-Jahres-Tiefs. Analysten hatten im Schnitt mit einem leichten Anstieg auf 255.000 Anträge gerechnet. 54 Prozent aller Werte an der NYSE schlossen mit negativen Vorzeichen. Das Abwärtsvolumen betrug 55 Prozent. 96 neue 52-Wochen-Hochs standen 28 Tiefs gegenüber. Gesucht waren vor allem Rohstoffwerte und Technologiewerte. Abgaben verbuchten Gesundheitswerte und Versorger. An der Dow-Spitze verbesserte sich die Aktie von Home Depot um 2,04 Prozent. DuPont und Apple endeten 1,43 beziehungsweise 0,74 Prozent fester. Die rote Indexlaterne hielt American Express nach einem negativen Analystenkommentar mit einem Abschlag von 3,76 Prozent. Wal-Mart büßte nach einem verhaltenen Gewinnausblick 3,22 Prozent ein.

Die positiven US-Konjunkturdaten und damit gestiegenen Zinserhöhungserwartungen führten am Devisenmarkt zu deutlichen Gewinnen des Greenback gegenüber allen anderen Hauptwährungen. Der Dollar-Index sprang um 0,53 Prozent auf ein 10-Wochen-Hoch bei 96,66 Punkten. EUR/USD fiel um 0,48 Prozent auf 1,1151 USD und schloss damit erstmals seit Juli unterhalb der 200-Tage-Linie. Im Tagesverlauf schwankte die Notierung zwischen 1,1140 USD und 1,1212 USD. Stark präsentierten sich bei den Majors der Kanada-Dollar und der Austral-Dollar. Die schwächste Hauptwährung war das Pfund Sterling. Im heutigen asiatischen Handel kam es dann um kurz nach 1 Uhr unserer Zeit zusätzlich zu einem Flash-Crash bei der Devise. Nachrichtenlos rauschte der Kurs innerhalb von 3 Minuten um rund 6 Prozent nach unten auf ein neues Dekadentief gegenüber dem Greenback. Einige Händler spekulierten über einen Fat-Finger-Trade, das heißt eine versehentliche Mengen-Falscheingabe eines großen Händlers. Den Großteil der Abgaben konnte die Devise schnell wieder wettmachen.

Dank weiter haussierender Ölpreise legte der S&P GSCI um 0,30 Prozent auf ein 13-Wochen-Hoch bei 372,84 Punkten zu. Brent-Öl verteuerte sich mit Spekulationen um eine mögliche Beteiligung von Nicht-OPEC-Staaten an einer Produktionskürzung um 1,43 Prozent auf 52,60 USD. US-Erdgas gab nach einem stärker als erwarteten Anstieg der Lagerbestände um 0,26 Prozent auf 3,03 USD nach. Comex-Kupfer verbilligte sich um 0,44 Prozent auf 2,16 USD. Die Preise für Edelmetalle blieben im Sinkflug. Gold verlor 1,01 Prozent auf 1.256 USD. Silber, Platin und Palladium handelten mit Abschlägen zwischen 0,87 und 2,03 Prozent.

Am Rentenmarkt legte die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,18 Prozent zu. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel um einen Basispunkt auf minus 0,02 Prozent. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,11 Prozent auf ein 2-Wochen-Tief bei 164,14 Punkten. Mit der Rendite für zehnjährige US-Treasury Notes ging es gestützt von den positiven Konjunkturdaten um drei Basispunkte auf ein 4-Monats-Hoch bei 1,75 Prozent nach oben.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute auf breiter Front von der schwachen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,39 Prozent auf 140,07 Punkte. Beim Nikkei 225 kam es nach einer vier Tage andauernden Gewinnserie aufgrund eines festeren Yen zu Gewinnmitnahmen. Die Börsen in China blieben feiertagsbedingt geschlossen. Unternehmensseitig stand Samsung mit besser als erwarteten Zahlen für das dritte Quartal im Fokus. Die Aktie konnte leicht zulegen. Das Unternehmen prüft derzeit die Möglichkeit einer Aufspaltung sowie der Ausschüttung einer Sonderdividende.

Heute stehen die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für September um 14:30 Uhr klar im Fokus und könnten zu erheblicher Volatilität in allen Anlageklassen führen. Experten erwarten im Schnitt einen Anstieg der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft um 170.000 Stellen und eine Arbeitslosenquote von unveränderten 4,9 Prozent. Daneben sind heute früh noch die deutschen August-Produktionsdaten im produzierenden Gewerbe sowie am Abend Reden mehrerer im FOMC stimmberechtigter Fed-Mitglieder von größerem Interesse.

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