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Es bleibt dabei Entgegen der Gerüchte: Draghi hält an ultra-lockerer Geldpolitik fest

07.10.2016, 21:10  |  4252   |   |   

Noch am Mittwoch wurde über ein mögliches Ende der europäischen Geldschwemme spekuliert, Dax und Gold brachen in der Folge ein. Heute stellte EZB-Chef Mario Draghi klar: An der aktuellen Geldpolitik wird sich vorerst nichts ändern.

Vor drei Tagen machte das Gerücht die Runde, die EZB würde demnächst sogenanntes "Tapering" betreiben, also das Ausmaß der Anleihekäufe schrittweise reduzieren - und das noch vor offiziellem Ende des Kaufprogramms. Anleger reagierten verschreckt und nahmen ihre Gewinne sicherheitshalber mit, wodurch Dax und Euro-Stoxx 50 kurzzeitig ausgebremst wurden. Auch die zinsempflindlichen Sektoren wie Rohstoffe und Edelmetalle - allen voran Gold - hatten unter den Spekulationen zu leiden.

Auch wenn die Behauptung von einem Zentralbanksprecher bereits dementiert wurde, legte der Chef höchstselbst nochmal nach und erklärte am Freitag, dass in Sachen Geldpolitik definitiv alles beim Alten bleiben werde. Gegenüber "Reuters" sagte er, man werde das "sehr erhebliche Ausmaß der geldpolitischen Unterstützung" bewahren. Dabei begründete er dies erneut mit der Notwendigkeit zur Herbeiführung einer Inflation in Richtung zwei Prozent. "Falls erforderlich, werden wir handeln, indem wir alle in unserem Mandat verfügbaren Instrumente nutzen", sagte er weiterhin. 



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Kommentare

"...alle in unserem Mandat verfügbaren Instrumente..."; der ratlose Mario setzt doch schon alle Instrumente ein, zwischen den Zeilen ist die pure Verzweiflung zu sehen. Seien wir ehrlich, unser System bewegt sich auf das Ende zu, das ist unumgänglich, es lässt sich höchstens noch etwas herausschieben.
Auslegungssache !
Immerhin bestätigt Herr Draghi,dass es sich bislang bereits um ein sehr erhebliches Ausmaß,Geldpolitischer Unterstützung handele,...
Da,sind wir wohl alle einer Meinung !
Nur,dass es eben nun selbst Herr Draghi so sieht,kann Zweifeler zu der Auffassung bringen,dass der ganze Bonbonregen sich kaum steigern wird,sondern es bei einer Beibehaltung,dieser Zukunftsvernichtung bleibt.
Vergessen wir nicht,dass in der augenblicklichen Situation,selbst ein "Beibehalten" sogar schon als eine Trendumkehr betrachtet werden könnte,was wurde in den letzten Jahren schon beibehalten?

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