DAX+1,96 % EUR/USD+0,91 % Gold-1,01 % Öl (Brent)+0,46 %
Marktüberblick (10. Oktober 2016)
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Marktüberblick (10. Oktober 2016)

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10.10.2016, 08:51  |  454   |   |   

Am deutschen Aktienmarkt dominierten zum Wochenausklang nach den offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für den September klar die roten Vorzeichen. In der weltgrößten Volkswirtschaft waren im Berichtszeitraum 156.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen worden. Experten hatten im Schnitt ein etwas deutlicheres Plus von 170.000 erwartet. Die Arbeitslosenquote stieg von 4,9 auf 5,0 Prozent (Konsensschätzung: 4,9). Für die durchschnittlichen Stundenlöhne ging es auf Jahressicht um 2,6 Prozent nach oben. Volkswirte bezeichneten die Daten insgesamt als solide. Sie stünden damit einer Anhebung der US-Leitzinsen auf der Dezember-Sitzung der Fed nicht entgegen. Besser als erwartete Daten zur deutschen Industrieproduktion wirkten sich derweil nicht auf das Kursgeschehen aus. Der DAX schloss 0,73 Prozent tiefer bei 10.491 Punkten. Auf Wochensicht gab der Index um 0,19 Prozent nach. MDAX und TecDAX verloren am Freitag 1,31 beziehungsweise 0,81 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 20 Gewinner und 90 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 64 Prozent. Im DAX wurden 125,3 Millionen Aktien im Wert von 3,52 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 3,48) gehandelt. Die einzigen Sektoren mit Aufschlägen waren Rohstoffe und Banken. Größte Verlierer waren Einzelhandelswerte, Medienwerte und Transportwerte. Im DAX setzte sich die E.ON-Aktie mit plus 3,76 Prozent an die DAX-Spitze. Einem Medienbericht zufolge prüft der schwedische Investor Cevian zehn Prozent der Anteile des Versorgers zu erwerben. ThyssenKrupp und adidas folgten mit Aufschlägen von 1,84 beziehungsweise 0,87 Prozent. DAX-Schlusslicht war die RWE-Aktie mit einem Absturz um 7,36 Prozent. Beobachter verwiesen zur Begründung auf Umschichtungen in die als attraktiver geltende Tochter Innogy, die am Berichtstag ihr Börsendebut feierte. Innogy selbst schloss bei 35,95 EUR und somit hauchdünn unterhalb des Ausgabepreises von 36 EUR. Linde und Continental gaben nachrichtenlos um 2,92 beziehungsweise 2,53 Prozent nach.

An der Wall Street notierte der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke 0,15 Prozent tiefer bei 18.240 Punkten. Der Nasdaq 100 gab um 0,19 Prozent auf 4.865 Punkte nach. 67 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Verluste. Das Abwärtsvolumen betrug 66 Prozent. Es gab 58 neue 52-Wochen-Hochs und 20 neue Tiefs. Bis auf den Finanzdienstleistungssektor gaben alle Sektoren nach. Allen voran Rohstoffwerte und Industriewerte. Die Aktie von Goldman Sachs stieg als bester Wert im Dow um 1,60 Prozent. Travelers und Procter & Gamble legten um 1,19 respektive 0,87 Prozent zu. Am anderen Indexende verlor United Technologies 1,46 Prozent. Home Depot und DuPont gaben dahinter um 1,44 beziehungsweise 1,02 Prozent nach.

Am Devisenmarkt markierte der Dollar-Index im Tagesverlauf ein neues 10-Wochen-Hoch, endete jedoch belastet von den Arbeitsmarktdaten 0,18 Prozent tiefer bei 96,51 Punkten. Der Euro konnte gegenüber allen anderen Hauptwährungen mit Ausnahme des Yen zulegen. EUR/USD stieg um 0,45 Prozent auf 1,1200 USD. Am Vormittag war das Währungspaar noch bis auf ein 8-Wochen-Tief bei 1,1104 USD und damit knapp unter die Tiefpunkte vom August und September gefallen. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen stand das Britische Pfund mit kräftigen Einbußen im Fokus. Im asiatischen Handel hatte es einen Flash-Crash gegeben, der die Inselwährung gegenüber dem US-Dollar nachrichtenlos um 6 Prozent absacken ließ. Der Yen präsentierte sich als sicherer Hafen sehr fest.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise endete nach zwischenzeitlicher Markierung eines 13-Wochen-Hochs 0,28 Prozent tiefer bei 371,80 Punkten. Die Ölpreise gaben aufgrund von Gewinnmitnahmen nach. Zusätzlich belastend wirkte der vierzehnte Anstieg aktiver US-Ölbohrungen innerhalb von 15 Wochen. Brent-Öl verbilligte sich um 1,10 Prozent auf 51,93 USD. Die US-Sorte WTI notierte 1,25 Prozent tiefer bei 49,81 USD. Der Preis für US-Erdgas sprang mit der Erwartung niedrigerer Temperaturen ab nächster Woche um 4,72 Prozent auf 3,19 USD. Kupfer handelte an der Comex 0,37 Prozent höher bei 2,16 USD. Gold fiel um 0,09 Prozent auf ein 4-Monats-Tief bei 1.252 USD (1.122 EUR). Platin gab um 0,38 Prozent auf 962,60 USD nach. Silber und Palladium verteuerten sich um jeweils 0,20 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um sechs Basispunkte auf minus 0,12 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte um einen Basispunkt auf minus 0,01 Prozent. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,08 Prozent auf 164,01 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um zwei Basispunkte auf 1,73 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index ex Japan pendelte um die Nulllinie. Die Börsen in Japan und Hongkong blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Der Kalender enthält für heute nur wenige relevante Einträge. Von Interesse ist vor allem der sentix-Konjunkturindex für Oktober.

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Themen: DAX, EUR, USD


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