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"Die einzig richtige Entscheidung" Putin: Russland bereit, sich dem OPEC-Deal zur Drosselung der Ölfördermenge anzuschließen

10.10.2016, 16:30  |  3191   |   |   

Ende September einigte sich die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) auf eine Obergrenze bei der Ölförderung. Auch wenn Russland kein Mitglied des Kartells ist, erklärte Präsident Putin am Montag seine Bereitschaft, die Produktion ebenfalls zu drosseln.

33 Millionen bpd (Barrel pro Tag) und kein Tropfen mehr. Auf diese maximale Obergrenze konnte sich die Opec Ende September in Algier nach acht Jahren endlich einigen. Zwar handelt es sich bei der geplanten Kürzung von gerade mal 700.000 bpd nicht wirklich um einen nennenswerten Meilenstein und die Zweifel ob der tatsächlichen Einhaltung aller Mitglieder sind berechtigerweise groß.

Dennoch ging von diesem Schritt ein beachtlicher psychologischer Effekt auf die Märkte aus - der Branchenindex Stoxx Europe 600 Oil and Gas sprang kurz nach Bekanntwerden der Nachricht um 4,7 Prozent auf 284,43 Punkte. Auch bei Brent und WTI selbst machte sich die Entscheidung positiv bemerkbar, beide Sorten liegen nach langer Zeit endlich mal wieder über der 50-Dollar-Marke.

Der Signalwirkung des Drosselungsvorhabens scheint man sich nun auch auf russischer Seite vollends bewusst zu sein. In dieser Woche ist das Land, welches nicht zur Opec gehört, mit Vertretern des Kartells zu informellen Gesprächen in Istanbul zusammengekommen. Neben dem russischen Energieminister Alexander Novak ist auch Präsident Vladimir Putin höchstselbst mitgereist. 

Auf einem Energiekongress erklärte dieser am Montag gegenüber "Reuters", dass die niedrigen Ölpreise zu Investitionslücken im globalen Energiesektor geführt hätten, was sich künftig in einem Defizit niederschlagen und neue "unvorhersehbare Preissprünge" mit sich bringen werde.

"Aus diesem Grund glauben wir, dass in der aktuellen Situation ein Einfrieren (der Ölproduktion) oder sogar eine Deckelung wahrscheinlich die einzig richtige Entscheidung ist, um die Stabilität im globalen Energiesektor zu gewährleisten", so Putin. "Russland ist bereit, sich den gemeinsamen Maßnahmen zur Förderkürzung anzuschließen und ruft auch andere Ölexporteure dazu auf, dabei mitzumachen." Zusätzlich hoffe er, dass sich die Opec bei ihrem Treffen im November offiziell für die Einführung von Förderquoten entscheiden wird. 

Bislang gehörte Russland noch zu denjenigen Ölförderländern, die ihren Ölhahn mit am meisten aufgedreht hatten. Mit 11,11 Millionen bpd wurde erst im September wieder ein neuer Förderrekord aufgestellt. Laut einem Bericht der "deutsche Presse-Agentur" erwartet die Führung in Moskau für 2016 eine Fördermenge von 545 Millionen Tonnen Öl. 

Wertpapier: Öl (Brent), Öl (WTI)


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