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Aktienfonds die Freude machen

10.10.2016, 16:00  |  634   |   |   

Anleger mussten in diesem Jahr starke Nerven beweisen. FundResearch zeigt, mit welchen Kategorien und Fondsanleger das meiste Geld verdient haben.

Immer wieder prangern Experten die Notwendigkeit von Aktienanlagen an. Jüngstes Beispiel: Bert Flossbach. Wer sein Vermögen erhalten oder gar vermehren will, solle einen Blick auf den Aktienmarkt werfen, meint der Starmanager. Auch Ökonom Martin Hüfner kam zu einem ähnlichen Ergebnis: „Durch eine stärkere Verbreitung der Aktien ließen sich manche Probleme der Altersvorsorge lösen und der Wohlstand der Volkswirtschaft erhöhen.“ Selbiges urteilte der Bankenverband zu Beginn des Jahres: Eine Rendite von Null reiche für die Altersvorsoge nicht aus. Eine Umfrage des Verbands zeigte aber auch: Anleger scheuen zunehmend das Risiko und entscheiden sich für konservative Anlageprodukte. Und die vergangenen Monate dürften kaum zum Vertrauen in Aktien beigetragen haben: Hohe Volatilität und steigende politische und wirtschaftliche Risiken wirken eher abschreckend. Dabei konnten sich einige Fondskategorien in diesem Jahr durchaus behaupten.

Allen voran: Aktienfonds Gold. Die Kategorie erzielt im laufenden Jahr bereits ein Plus von 84,1 Prozent. 2015 stand noch ein Minus von 15,8 Prozent zu Buche, 2013 ging es um 50 Prozent in den Keller. Doch 2016 scheint das alles vergessen. Allein im September erzielt die Kategorie einen Zuwachs von 4,2 Prozent. 16 Fonds der Kategorie erreichen im laufenden Jahr ein Plus von mehr als 100 Prozent. Spitzenreiter ist der MP Konwave Gold Equity (ISIN: LU223332320). 140,5 Prozent erzielt er 2016 bisher. Doch Vorsicht: Seit seiner Auflegung 2005 kommen gerade mal 107,5 Prozent zusammen. Aktuell sind 33,4 Millionen Euro in den Fonds investiert. Insgesamt zeigt sich: Kein einziger Fonds der Kategorie hat im laufenden Jahr einen Verlust zu verbuchen. Und die Rally sei noch nicht zu Ende, urteilen Experten. 

Auch für die Kategorie Aktienfonds Brasilien markierte das Jahr 2016 den Wendepunkt. Brasilianische Aktienfonds erreichen im Schnitt ein Plus von 51,6 Prozent. 2015 steckte die Kategorie mit einem Minus von 35,3 Prozent dagegen tief in den roten Zahlen. Im laufenden Jahr hat aber bisher kein Fonds der Kategorie mit Verlusten zu kämpfen. Platz 1 belegt der Dt. Invest I Brazilian Equities (ISIN: LU0616856935). 60 Prozent gewinnt der 47,5 Millionen Euro schwere Fonds 2016 hinzu. Mittelfristig wird er jedoch mit der FondsNote 4 bewertet. Sie misst das Rendite-Risiko-Verhältnis über vier Jahre. „Insgesamt bleibt der Ausblick für Brasilien aber ermutigend“, urteilen die Experten von Schroders

Auch Platz drei erzielt eine „Außenseiter“-Kategorie: Aktienfonds Russland können in diesem Jahr mit einem Zuwachs von rund 30 Prozent überzeugen. 2014 ging es noch um rund 38 Prozent in den Keller. Auch in diesem Fall können alle Fonds der Kategorie einen positiven Wertzuwachs verbuchen. Ganz oben mit dabei ist der Pictet Russian Equities (ISIN: LU0338483075). 41,6 Prozent erreicht der Fonds im laufenden Jahr. „Die vergangen zwei Jahre waren geprägt von Sanktionen, dem Ölpreisverfall und dementsprechend wirtschaftlichen Anpassungen. Das hat verstärkt für Volatilität gesorgt“, sagt Egor Kiselev, Senior Investment Specialist bei TKB Investment Partners in St. Petersburg. „Wir gehen jedoch davon aus, dass der Einfluss dieser Faktoren immer mehr zurückgeht. Damit sollte sich auch die Volatilität verringern. Wer in Russland investieren will, sollte aber schon einen Zeithorizont von ein bis zwei Jahren im Sinn haben.“

Aktienfonds der Kategorien Deutschland und Europa dagegen sind natürlich weniger exotisch, laufen aktuell jedoch der großen Masse hinterher. Aktienfonds Deutschland stehen noch immer mit 4,8 und Aktienfonds Europa mit fünf Prozent im Minus. Doch auch hier kann sich der ein oder andere Fonds bereits absetzen. Wie der DWS Aktien Strategie Deutschland (ISIN: DE000DWS2EC). 5,1 Prozent kann das Schwergewicht (rund drei Milliarden Euro) im laufenden Jahr hinzugewinnen. 

Top-Fondskategorien: Wendepunkt 2016


 
Quelle: FINANZEN FundAnalyzer (FVBS)

(TL)



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Teresa Laukötter hat den M. Sc. in Volkswirtschaft der Universität Maastricht. Als Redakteurin und Content-Managerin bei €uro Advisor Services GmbH ist sie zuständig für die Top-Themen auf www.fundresearch.de.

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