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Hypoport, Ferratum – Auslese in FinTech-Branche läuft

Gastautor: Daniel Saurenz
11.10.2016, 07:00  |  1148   |   |   

Börse-Dax-2Sie wollen eine schnelle Beratung, wie man 10.000 Euro anlegen sollte, oder brauchen kurzfristig einen Kleinkredit über ein paar tausend Euro? Ihre Bank braucht aber ziemlich lange, um zu entscheiden, während das Vertrauen in das Institut nach den Erfahrungen der 2008er-Finanzkrise ohnehin nicht besonders hoch ist? Genau diese Gründe beflügeln das Geschäft der FinTech-Unternehmen, die für Furore im Finanzsektor sorgen. Allerdings schwächeln etliche der Aktien derzeit deutlich. Wie geht es in dem Segment in den nächsten Monaten weiter? Dieser Frage werden wir uns in einem zweiteiligen Beitrag annehmen.

FinTech ist eine Kombination aus den Wörtern „financial services“ (Finanzdienstleistungen) und „technology“, und bedeutet, dass branchenfremde, vor allem technologiegetriebene Unternehmen mit bedienungsfreundlichen Lösungen den Finanzsektor aufmischen. Betroffen sind vor allem die weniger wissensintensiven und leicht zu standardisierenden Finanzdienste, von Zahlungsverkehrslösungen über Informationsdienste, bis zu kanalübergreifenden Beratungs- und Wertpapierhandelsdiensten und einfachen Finanzierungslösungen. Entsprechend hat sich um das Segment ein richtiger Hype entwickelt, zumal Aktien, wie jene des SDAX-Konzerns Hypoport in den vergangenen Jahren nach oben geschossen waren.

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SDax auf ein Jahr

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Zuletzt waren allerdings etliche der Papiere aus dem Bereich deutlich im Rückwärtsgang. So war die Aktie von Ferratum Anfang September nach der Bekanntgabe des Ausblicks für 2016 und 2017 abgerutscht und hatte das 52-Wochen-Tief ins Visier genommen. Der finnische Konzern, der seit Juni 2015 im SDAX notiert ist, bietet auf Basis seiner EU-Banklizenz Kunden einen schnellen und einfachen Zugriff auf mobile Kredit- und Bankdienstleistungen und ist nicht zuletzt für seine Kleinkredite von 50 bis 3.000 Euro an Konsumenten bekannt.

Eine nützliche Realtime-Übersicht aller SDAX-Einzelwerte finden Sie hier

„Mit Ferratum wird das Smartphone zur mobilen Bank“, beschreibt die Firma ihre Vision. Zudem bietet der Konzern Girokonten, Debitkarten und Festgeld an. Vorstandschef Jorma Jokela hat im Juni eine Anleihe von 50 Mio. Euro emittiert, um das Geld in das weitere Wachstum zu investieren, nicht zuletzt in den Ländern außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums.

Zwar prognostiziert Jokela kräftige Umsatz- und Gewinnsteigerungen für 2016 und 2017. Die Analysten der Berenberg Bank und von Hauck & Aufhäuser hatten zuvor aber deutlich höhere Erwartungen. Laut den aktuellen Konsensschätzungen soll zwar der Umsatz in diesem Jahr und im nächsten Jahr um jeweils rund 40 Prozent nach oben schnellen, während sich der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) zwischen 2015 und 2017 auf rund 34 Mio. Euro verdoppeln soll. Der Börsenwert von 400 Mio. Euro zeigt aber, dass das Unternehmen mit dem knapp Zwölffachen des 2017er-Ebit immer noch hoch bewertet ist.

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Morgen, im zweiten Teil unseres Beitrags, werden wir  näher auf das Thema eingehen…



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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