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RWE & Innogy Das rächt sich

11.10.2016, 08:44  |  530   |   |   

Dieser Börsengang war ein Erfolg: Die RWE-Tochter Innogy (WKN: A2AADD / ISIN: DE000A2AADD2) hatte am 7. Oktober erfolgreich Aktien im Volumen von 5 Mrd. Euro platziert. Das war damit die größte Neuemission am deutschen Markt seit Jahren!

RWE-Chart: finanztreff.de

RWE-Chart: finanztreff.de

Nun rächt sich aber vielleicht, dass RWE (WKN: 703712 / ISIN: DE0007037129) und Innogy bei der Festlegung des Platzierungspreises innerhalb der Angebotsbandbreite von 32 bis 36 Euro den maximal möglichen Wert von 36 Euro genommen haben. Natürlich – zunächst ging alles glatt, und die Erstnotierung der Innogy-Aktie brachte ein Plus gegenüber dem Ausgabepreis. Doch bereits am Tag der Erstnotiz ging es im weiteren Handelsverlauf etwas abwärts. Und zu Beginn der neuen Handelswoche rutschte die Innogy-Aktie dann spürbar unter die 36-Euro-Marke: 35,75 Euro hieß es am Montag am Ende des Xetra-Handels.

RWE und Innogy haben Einnahmen aus Börsengang maximiert

Es gab keine spezifischen Meldungen, die für diesen Rutsch unter die 36-Euro-Marke verantwortlich waren. Innogy selbst ist auf Expansion und Wachstum ausgerichtet, beispielsweise in den USA. Und aus dem Börsengang flossen Innogy rund 2 Mrd. Euro zu. Der „Rest“ von 3 Mrd. geht an die Mutter RWE, die auch nach dem Börsengang noch die klare Mehrheit an Innogy hält und das auch weiterhin anstrebt.

Hier haben wir wohl einen klassischen Fall von „höchstmöglichen Verkaufspreis ausgereizt“ – das maximierte die Einnahmen aus dem Börsengang, könnte aber zu etwas unzufriedenen neuen Aktionären bei Innogy führen. Dem RWE-Management war wahrscheinlich Ersteres wichtiger. Ich sage das gar nicht als Vorwurf, denn das ist ja auch legitim. Das zusätzliche „Cash“ hat man sicher – wohingegen ein Faktor wie „Zufriedenheit der Aktionäre“ ein flüchtiges Gut ist. Siehe dazu allerdings auch das heutige „Zitat des Tages“.

Und hier noch das Zitat zum Tag:

„Den Pfennig hat man sicher – die Mark geht den Bach runter.“ – Deutsches Sprichwort

Michael VaupelEin Beitrag von Michael Vaupel

Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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Bildquelle: Michael Vaupel / Pressefoto RWE

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Themen: Euro, Börse, RWE


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Christoph Scherbaum M.A. und Diplom-Betriebswirt Marc Schmidt sind die Gründer von dieboersenblogger.de. Der Social-Börsenblog wurde Ende 2008 im Zeichen der Finanzkrise von den zwei Finanzjournalisten gegründet und hat sich seither fest in der Börsenmedienlandschaft etabliert. Heute schreibt ein gutes Dutzend Autoren neben Christoph Scherbaum und Marc Schmidt über Aktien, Geldanlage und Finanzen. Weitere Informationen: www.dieboersenblogger.de.

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