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Marktüberblick (12. Oktober 2016)
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Marktüberblick (12. Oktober 2016)

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Nachrichtenquelle: Commerzbank
12.10.2016, 08:09  |  360   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt verabschiedete sich am Dienstag nach zwischenzeitlichen Zugewinnen mit Minuszeichen aus dem Handel. Für schlechte Stimmung sorgte ein misslungener Start in die US-Berichtssaison. Ein besser als erwartet hereingekommener ZEW-Index konnte die Kauflaune der Anleger nicht entfachen. Der DAX schloss 0,44 Prozent tiefer bei 10.577 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 0,73 beziehungsweise 0,35 Prozent. Im HDAX der 110 größten Werte gab es 41 Gewinner und 68 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 48 Prozent. Im DAX wurden 98 Millionen Aktien im Wert von 2,74 Milliarden EUR gehandelt. Stärkste Sektoren waren Versorger, Transportwerte und Medienwerte, die Verliererliste führten Technologiewerte, Rohstoffwerte und Werte aus dem Pharma + Healthcare-Bereich an. Lufthansa führte mit plus 4,96 Prozent mit großem Abstand die DAX-Gewinnerliste an. Die Kranich-Airline profitierte von starken Verkehrszahlen für den September. RWE und E.ON folgten mit Aufschlägen von 1,75 beziehungsweise 1,71 Prozent. Infineon verlor am DAX-Ende 2,25 Prozent. Deutsche Bank und Vonovia verloren 1,56 respektive 1,49 Prozent.

An der Wall Street endete der Dow Jones Industrial 1,09 Prozent tiefer bei 18.129 Punkten. Für den Nasdaq 100 ging es um 1,46 Prozent abwärts auf 4.822 Zähler. Die Schwäche war breit angelegt. 85 Prozent aller Werte an der NYSE schlossen im Minus. Das Abwärtsvolumen lag bei 87 Prozent. 69 neue 52-Wochen-Hochs standen 36 neuen Tiefs gegenüber. Alle Sektoren verzeichneten Abgaben, am deutlichsten der Gesundheitssektor und der Rohstoffsektor. Nur drei Werte aus dem Dow schafften den Sprung in den grünen Bereich. Apple verbesserte sich an der Indexspitze um 0,21 Prozent. Händler verwiesen zur Begründung auf die derzeit massiven Probleme mit dem Galaxy Note 7 beim Wettbewerber Samsung. General Electric und Nike endeten 0,20 beziehungsweise 0,05 Prozent fester. Größte Verlierer waren Merck (-3,08%), UnitedHealth (-2,41%) und Intel (-1,97%). Alcoa leitete wie immer traditionell die US-Bilanzsaison ein. Der Aluminiumkonzern enttäuschte sowohl umsatzseitig als auch beim Gewinn. Das Papier brach um gut 11 Prozent ein.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Auftrieb lieferten weiter steigende Umfragewerte für Hillary Clinton im US-Präsidentschaftswahlkampf nach der zweiten TV-Debatte. Der Dollar-Index sprang um 0,77 Prozent auf ein 7-Monats-Hoch bei 97,65 Punkten. Mit Blick auf die anderen Majors präsentierten sich Pfund Sterling und Kanada-Dollar auffällig fest, während der Yen schwächer ging. EUR/USD verletzte die wichtige Unterstützung bei 1,1123 USD und markierte mit einem Minus von 0,73 Prozent bei 1,1057 USD ein 2-Monats-Tief. Die schwedische Krone stand nach schwachen Inflationsdaten unter Druck. Der südafrikanische Rand litt unter Berichten, wonach Finanzminister Pravin Gordhan wegen Betrugs belangt werden soll.

Die Preise für Rohstoffe litten unter dem haussierenden US-Dollar. Der S&P GSCI fiel um 0,72 Prozent auf 375,62 Punkte. Rohöl der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 1,37 Prozent auf 52,41 USD. Die Internationale Energieagentur (IEA) hält laut ihrem neuesten Öl-Marktbericht die Auswirkungen der geplanten Öl-Produktionsbegrenzungen seitens der OPEC für derzeit schwer abschätzbar. Von Seiten russischer Ölkonzerne kamen derweil uneinheitliche Aussagen über die Möglichkeit einer Kürzung der heimischen Produktion. Am Vortag hatten noch entsprechende Äußerungen Putins für Auftrieb bei den Preisen gesorgt. US-Erdgas gab um 1,16 Prozent auf 3,24 USD nach. Kupfer notierte an der Comex 0,55 Prozent tiefer bei 2,19 USD. Gold handelte 0,36 Prozent schwächer bei 1.256 USD. In Euro kletterte das Edelmetall auf 1.133 EUR. Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 0,85 und 3,05 Prozent.

Am Rentenmarkt legte die Umsatzrendite um einen Basispunkt auf minus 0,10 Prozent zu. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel um zwei Basispunkte auf 0,03 Prozent. Der Euro-Bund-Future legte nach sieben Minustagen in Folge um 0,15 Prozent auf 163,70 Punkte zu. Nach dem US-Feiertag stieg die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes um vier Basispunkte auf ein 4-Monats-Hoch bei 1,77 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh ganz überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,40 Prozent auf 139,21 Punkte. Relative Schwäche zeigte dabei der Hang Seng Index mit einem Abschlag von rund 1,1 Prozent. Der Nikkei 225 verlor rund 0,6 Prozent.

Heute sind vor allem die Daten zur Industrieproduktion der Eurozone im August sowie die Veröffentlichung des Protokolls (“Minutes”) der letzten FOMC-Sitzung von Interesse.

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