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Barrick Gold – ETFs melden eindrucksvolle Zuflüsse

Gastautor: Daniel Saurenz
13.10.2016, 07:00  |  772   |   |   

Rohstoffe_Öl_Tankstelle3 Gemischte Vorzeichen im Rohstoffsektor. Die Ölpreise notieren derzeit dicht am 52-Wochenhoch. Bei Gold waren die letzten Wochen hingegen ein deutlicher Dämpfer. Die Feinunze notiert rund 10 Prozent unter dem Jahreshoch. Wir schauen uns anhand einer Analyse der Bank Vontobel die Perspektiven von Öl und Gold an. Wir werden am Abend um 18.30 in OpernTurm Live auf die Perspektiven der Rohstoffe und einiger betroffener Aktien eingehen – hier die Anmeldung.

Öl ging gefestigt in die neue Woche. WTI legte zum Wochenstart um knapp 2 Prozent  zu. Brent stieg um mehr als 1,5 Prozent. Nachdem die Ölpreise am Freitagmorgen stark gestiegen waren – Brent hatte mit knapp 53 US-Dollar je Barrel ein 4-Monatshoch verzeichnet – standen die Notierungen am Freitagnachmittag wieder unter Abgabedruck.

Neue Zweifel am Zustandekommen einer Einigung der OPEC-Länder auf Produktionskürzungen belasteten das Sentiment. Wie zu Wochenbeginn bekannt wurde, gibt es weiteren Abstimmungsbedarf einzelner OPEC-Förderländer. So soll es in dieser Woche am Rande einer Energiekonferenz in Istanbul schon wieder Gespräche geben, hat das Rohstoffteam der Commerzbank erfahren. Vor allem der Querschläger Iran fährt dem OPEC-Konsens in die Parade. Der Iran hatte am Wochenende nochmals bekräftigt, seine Ölproduktion im nächsten Jahr weiter steigern zu wollen.

Bei Brent und WTI sind aus unserer Sicht Spekulationen auf seitwärts tendierende Kurse interessant. Wir haben dazu zwei Inline-Optionsscheine in unsere Auswahl aufgenommen. Die WKNs lauten SE58C5 und SE58D9. Zusätzlich haben wir den Brent Crude Oil Future (ICE) Inline Optionsschein mit der WKN DL2XSZ herausgesucht. Bei den Produzenten empfehlen wir das Duo Memory Express Zertifkat auf Total and Royal Dutch Shell mit der WKN SG9Y5G. Weitere interessante Investmentideen und Produkte finden Sie beinahe täglich frisch in unserer ISIN-Liste oder unserem Favoritendepot.

Brent auf ein Jahr

Brent auf ein Jahr

Wie die Rohstoffexperten der Commerzbank vorrechnen, produziert die OPEC derzeit knapp 1 Million Barrel pro Tag mehr Rohöl als benötigt. Diese Einschätzung könnten in der laufenden Woche auch die drei Energieagenturen bestätigen, wenn sie ihre neuen Schätzungen zu Angebot und Nachfrage veröffentlichen. Der Hintergrund: In den USA sind die aktiven Ölbohrungen in der vergangenen Woche laut Baker Hughes zum 14. Mal innerhalb von 15 Wochen gestiegen und auch Russland produzierte im September auf einem Rekordniveau.

Eine nützliche Realtime Übersicht der Ölpreise und weiterer Rohstoffe finden Sie hier

Wie am Montag bekannt wurde, würde Russland nach Angaben von Energieminister Novak einer Öl-Produktionskürzung zustimmen, würde aber ein Einfrieren der Produktion bevorzugen. Ein Treffen zwischen dem russischen Energieminister Novak und OPEC -Generalsekretär Barkindo ist für Mittwoch, den 12.Oktober angesetzt.Offensichtlich kommt generell jedoch Bewegung in den Ölmarkt – die Preise steigen weiter. Der saudische Ölminister Al Falih erwartet mittlerweile einen Anstieg des Ölpreises auf 60 US-Dollar je Barrel bis Ende des Jahres.

Gold zieht wieder leicht an

Notierte Gold am Montagmorgen bei 1.335 US-Dollar bzw. 1.190 Euro je Feinunze, übersprang das Edelmetall am Nachmittag die Marke von 1.340 US-Dollar. Die Zentralbanksitzungen in Japan und den USA sind zunächst abgehakt. Weil die Federal Reserve die Zinssätze unverändert ließ, hat Gold am vergangenen Freitag den höchsten Wochengewinn in nahezu zwei Monaten verbucht. Die Märkte sehen derzeit nur eine Chance von 13 Prozent für eine Zinserhöhung im November. Für Dezember wird eine Wahrscheinlichkeit von 55 Prozent eingepreist.

Wir haben für Sie auf Barrick Gold mit den Papieren DL32JK, VN1EQS und PB543H sowie auf Gold und Silber mit VT28XK und CF43X9 sowie PB2ZP9 frische Trading- und Anlageideen herausgesucht.

Goldpreis auf ein Jahr

Goldpreis auf ein Jahr

In der laufenden Woche haben Investoren die Goldnachfrage in China im Blick: Am Dienstag wurde in Hongkong die Handelsstatistik für August bekanntgegeben. Allerdings konnten die bereits früher vorliegenden Schweizer Exportdaten für Gold eher moderate Käufe Chinas signalisieren. Eine verhaltene Nachfrage zeigt sich derzeit auch bei den spekulativen Finanzanlegern. Der CFTC-Statistik zufolge hat diese Gruppe in der Woche zum 20. September ihre Netto-Long-Positionen zurückgefahren – bereits in der zweiten Woche in Folge. Mit 213.000 Kontrakten sind sie aktuell auf ein 15-Wochentief gefallen.

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Auch bei der Nachfrage nach physischem Gold hat – nicht zuletzt wegen der hohen Preise – eine Beruhigung eingesetzt. Nach Angaben der US-Münzanstalt sind die Absätze von Gold- wie auch von Silbermünzen in den USA im September deutlich unter die Werte des Vorjahres gefallen.

Rohstoffe_KupferKupfer hat zum Wochenauftakt kurzzeitig oberhalb von 4.800 US-Dollar je Tonne notiert. Am Montagnachmittag ging es wieder auf 4.750 US-Dollar zurück. Gestützt wird Kupfer durch die spekulativen Finanzinvestoren. Diese Gruppe der Marktteilnehmer hat in der Woche zum 4. Oktober ihre Netto-Long-Positionen an der Comex in New York auf ein 9-Wochenhoch ausgeweitet. Die zuletzt sehr hohen Netto-Short-Positionen sind hingegen stark abgeschmolzen. Damit ist der Kupferpreis in den vergangenen vier Wochen um rund 200 US-Dollar je Tonne bzw. 4 Prozent gestiegen. Dennoch ist der Kupfermarkt weiterhin gut versorgt.

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Der wichtige Produzent Chile hat nach Angaben der nationalen Statistikbehörde im August die Kupferproduktion wieder ausgeweitet. Dessen ungeachtet liegt die chilenische Kupferproduktion im laufenden Jahr noch immer rund 4 Prozent unter Vorjahr. Dieser Rückstand dürfte nicht mehr aufzuholen sein.Neben Kupfer verteuerten sich zu Beginn der neuen Handelswoche auch die Industriemetalle Zink, Blei und Nickel.

Quelle: Vontobel



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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