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Es ist offiziell: Samsung streicht das Galaxy Note7

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
13.10.2016, 09:00  |  300   |   |   
BILDQUELLE: The Motley Fool

Genau wie es in dem Sprichwort heißt, wenn man irgendetwas nicht kann, dann sollte man es vielleicht besser bleiben lassen.

Samsung (WKN:881823) hat jetzt die schwere – aber richtige – Entscheidung getroffen, die Produktion und den Verkauf des erfolglosen Galaxy Note7 einzustellen. Dabei handelt es sich um das brandgefährliche Phablet, das erst im August auf den Markt gekommen war. Nach Berichten, wonach das Gerät explodiert ist und Feuer gefangen hätte, hat Samsung einen formellen Rückruf der 2,5 Millionen Geräte eingeleitet (was übrigens auch nicht besonders souverän über die Bühne gegangen ist). Zum weiteren Unglück des südkoreanischen Tech-Unternehmens waren die Ersatzgeräte aber genauso brandgefährlich, was die Krise nur noch schlimmer gemacht hat.

Das Unternehmen hatte hier praktisch kaum eine andere Wahl. Das Galaxy Note7 ist extrem gefährlich für die Kunden, und die beste Möglichkeit um die Gefahr zu minimieren, ist das Produkt komplett aus dem Sortiment zu nehmen.

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Das wird im vierten Quartal noch wehtun

Überraschenderweise war der Ausblick des dritten Quartals ziemlich solide, wenn wir die Krise bedenken, in der sich das Unternehmen gerade befindet. Vor ein paar Tagen gab das Unternehmen an, man erwarte einen Anstieg beim operativen Gewinn um 10 % und das trotz einem moderaten Umsatzrückgang. Der ursprüngliche Rückruf wurde im September verkündet, daher sollten die entsprechenden Kosten noch ins dritte Quartal einfließen.

Wenn wir aber das Timing dieser massiven globalen Rückrufaktion bedenken, genauso wie das massive Vertriebsnetzwerk, bestehend aus Drittanbietern, Einzelhändlern und Mobilfunkanbietern, dann wird wohl der Großteil dieser Kosten in das vierte Quartal fallen. Abgesehen von den direkten Rückrufkosten wird das Unternehmen auch verlorene Umsätze zu beklagen haben. Einige Analysten schätzen, dass wir hier von 5 bis 17 Milliarden US-Dollar an verlorenen Umsätzen und Rückrufkosten sprechen. Samsung hatte sich schon als führendes Unternehmen im Bereich Phablets positioniert, wird aber jetzt während des Weihnachtsquartals kein Vorzeigeprodukt im Handel haben.

Samsung hofft, seinen Kunden stattdessen das Galaxis S7 verkaufen zu können und hat die Produktion dessen auch entsprechend erhöht.

Das teuerste iPhone, das wir jemals gebaut haben

Offensichtlich profitiert davon Apple (WKN:865985), das dieses Jahr das iPhone 7Plus herausgebracht hat. Ich hatte schon erwartet, dass der durchschnittliche Verkaufspreis des iPhones vielleicht etwas niedriger sein würde, aufgrund den niedrigeren durchschnittlichen Verkaufspreisen nach der Einführung des iPhone SE für 400 US-Dollar.

Das iPhone 7Plus ist mit einem Startpreis von 769 US-Dollar aber das teuerste iPhone, das Apple jemals gebaut hat. Da das Unternehmen zu wenig davon auf Lager hat, scheint sich die Nachfrage auf dieses größere Modell sehr zu konzentrieren. Gestern schätzte der Analyst Angelo Zino, dass Apple vierzehn bis fünfzehn Millionen zusätzlich Geräte aufgrund des Debakels von Samsung verkaufen könnte. Heute morgen gab Drexel Hamilton an, es könnten 8 Millionen zusätzliche Einheiten sein.

Nach dieser Meldung stieg die Aktie von Apple und erreichte ein neues Jahreshoch, während der größte Wettbewerber sich auf Talfahrt befindet.

Die wahre Frage wird aber sein, ob die Galaxy Marke von Samsung bleibende Schäden davon tragen wird, nachdem das Unternehmen Millionen von Dollar in das Marketing gesteckt hat um eben diese Marke aufzubauen. Wenn die Marke aber permanent beschädigt ist, wird Apple diese Vorteil nicht nur ein Quartal lang genießen können.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple, Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu, CFA auf Englisch verfasst und wurde am 11.10.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

Themen: Dollar, Handel, WKN


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