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Samsung – Aktie implodiert – Akku explodiert

Gastautor: Daniel Saurenz
14.10.2016, 07:00  |  1948   |   |   

Samsung_Korea_ItalienDas iPhone ist tot, es lebe das iPhone. Dies müssen manche Skeptiker wohl zugeben, da bei Samsung Akkus explodieren und die Aktie implodieren könnte. Als erste Reaktion auf den Produktionsstopp beim Samsung Note 7 gibt die zuvor auf Höchstniveau notierende Aktie knapp sieben Prozent ab, Konkurrent Apple springt dagegen auf das höchste Niveau seit Oktober 2015. Für die Smartphone-Branche ist es ein Debakel, doch speziell Samsung könnte nachhaltig leiden und der Kursverfall erst der Anfang sein.

Laut Branchenexperten ist die Markenbindung bei Apple und dem iPhone ausgesprochen hoch, fast 95 Prozent aller Nutzer eines Geräts kaufen sich in der Folge wieder ein iPhone. Wer also jetzt erstmals enttäuscht und frustriert von Samsung zu Apple wechselt, könnte verloren sein. Dies verändert die Spielregeln am Markt und könnte dazu führen, dass mancher Analyst die Erwartungen für den Absatz bei Apple im so wichtigen Weihnachtsquartal nach oben schraubt. Für Samsungs Aktie dagegen dürften harte Zeiten anbrechen, die Anleger spekulativ oder absichernd mit Turbo-Short-Papieren wie der WKN CD994K nutzen können.

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Samsung auf ein Jahr

In der Branche ist es das erste Mal, dass ein großer Hersteller aus der Liga Samsung ein Smartphone vom Markt nehmen muss, weil es gefährlich ist. Analysten spekulieren, ob die bisher erfolgreiche Note-Produktreihe überhaupt noch eine Zukunft hat und Konsumenten guten Vertrauens weiter zugreifen werden. Die Samsung-Aktie hat sich in den letzten fünf Jahren von 180 auf 550 Euro verdreifacht, die Talfahrt der Aktie könnte daher jetzt entsprechend knackig ausfallen.

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Viel besser geht es da Apple – dank der Schwäche anderer. Apple war noch vor wenigen Monaten out. Viele Analysten hatten den Abgesang begonnen, doch dann gab es gute Ergebnisse und positve Meldungen zum Absatz des neuen iPhone. Ob es wirklich so brillant läuft, wird man im Weihnachtsgeschäft sehen. Doch Apple hat ein Geschäftsmodell, das noch immer funktioniert und als großen Bonus im Vergleich zu Amazon, Google und Facebook ein KGV, das geradezu lächerlich niedrig auf manchen Investor wirkt – garniert mit einer kleinen Dividende. Interessierte Anleger schauen sich bei Apple auch Produkte mit Seitwärtsrendite an, bei denen es genügt, wenn der Kurs „nur“ stabil bleibt wie die TD464G bei den Discountern oder die PB7LED7 bei den Discount-Calls.

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Apple auf ein Jahr

Apple auf ein Jahr

Zuletzt war die Apple-Aktie kräftig auf dem Weg nach oben, wenngleich bis zum Rekordhoch noch etliche Luft ist: Dabei sind sich viele Investoren unsicher, wie es mit der Geschäftsentwicklung bei dem Konzern weitergehen wird, ist er doch stark vom iPhone-Geschäft abhängig. Es steuert fast zwei Drittel der Konzernerlöse bei. Während sich die US-Mobilfunkprovider Sprint und T-Mobile US sehr optimistisch zum Verkaufsstart der neuen iPhones 7 und 7 Plus geäußert hatten, haben sich die Analysten von JP Morgan zuletzt skeptisch gezeigt, doch das könnte sich dank Samsung nun ändern.

Apple_Phone_ItalienSo erwarten sie bisher einen Absatzrückgang um zwei Prozent für die USA für das September-Quartal und einen Anstieg um vier Prozent für das Dezember-Quartal. Allerdings sei Apple zunehmend abhängig vom Auslandsgeschäft, wo es zuletzt deutliche Bremsspuren gegeben hat, vor allem in China. Laut den Berechnungen von JP Morgan macht das US-Geschäft im September-Quartal lediglich 35 Prozent des weltweiten iPhone-Absatzes aus, während der Wert im Dezember-Quartal auf 32 Prozent sinken soll.

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Apple könnte zumindest kurzfristig davon profitieren, dass der Branchenprimus Samsung Probleme mit explodierenden Batterien beim Galaxy Note 7 hat. Allerdings greifen auch die Wettbewerber Apple zusehends an. So hat der chinesische Hersteller Xiaomi zuletzt das Modell Mi 5S Plus vorgestellt, mit dem der Konzern gerade im Premiumsegment punkten will. Mit Preisen von 2.599 Renminbi (390 Dollar) ist das Mi 5S Plus nur halb so teuer wie vergleichbare Apple-Geräte. Xiaomi lernt von Apple’s Erfolg und dem des heimischen Wettbewerbers Oppo und will in den nächsten Jahren hunderte Läden in China eröffnen.  Womöglich sind am Ende sogar die Chinesen die Gewinner im Duell USA gegen Korea.



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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