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Marktüberblick (14. Oktober 2016)
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Marktüberblick (14. Oktober 2016)

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14.10.2016, 08:07  |  502   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt setzte am Donnerstag die Schwäche der beiden Vortage fort. Als Stimmungskiller fungierten enttäuschende Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte. Dort waren die Exporte im September um 10,0 Prozent und die Importe um 1,9 Prozent gefallen, was die Sorge vor einem konjunkturellen Abschwung befeuerte. Der DAX schloss 1,03 Prozent tiefer bei 10.414 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 0,75 beziehungsweise 0,62 Prozent. Im HDAX der 110 größten Werte gab es 23 Gewinner und 86 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 80 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 98,8 Millionen Aktien im Wert von 3,10 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 2,94). Mit Blick auf die Sektoren waren Immobilien und Versorger gesucht, während Banken, Rohstoffwerte und Medienwerte deutliche Verluste hinnehmen mussten. Als stärkster DAX-Wert verbesserte sich Vonovia um 1,33 Prozent. Aus charttechnischer Sicht formte die Aktie nach dem Markieren eines 4-Monats-Tiefs eine bullishe Reversalkerze im Bereich der steigenden 200-Tage-Linie. E.ON und FMC legten als einzige weitere DAX-Gewinner 0,77 beziehungsweise 0,62 Prozent zu. Schlusslichter waren Commerzbank, ThyssenKrupp und ProSiebenSat.1 Media mit Abgaben zwischen 4,07 und 2,95 Prozent.

An der Wall Street konnten sich die Indizes deutlich von den im Tagesverlauf notierten Tiefstständen erholen. Am Ende büßte der Dow Jones Industrial 0,24 Prozent auf 18.099 Punkte ein. Der Nasdaq 100 verlor 0,34 Prozent auf 4.803 Zähler. 65 Prozent aller Werte an der NYSE schlossen im negativen Terrain. Das Abwärtsvolumen betrug 64 Prozent. 35 neue 52-Wochen-Hochs standen 40 neuen Tiefs gegenüber. Stark gesucht waren Versorger und Immobilienwerte. Die größten Verluste waren bei Finanzwerten, Technologiewerten und Energiewerten zu beobachten. Als stärkster Dow-Wert rückte Merck um 1,37 Prozent vor. Wal-Mart und United Technologies verteuerten sich um 1,14 beziehungsweise 0,93 Prozent. Die Aktie des Öl-Riesen Chevron handelte am Indexende 1,33 Prozent tiefer. Goldman Sachs und Pfizer verloren 1,11 respektive 0,93 Prozent. An der Nasdaq sprang die Aktie von Ulta Salon nach der Anhebung der eigenen Prognosen um 11,36 Prozent nach oben.

Am Währungsmarkt tendierte der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen schwächer. Der Dollar-Index fiel um 0,38 Prozent auf 97,54 Punkte. EUR/USD legte um 0,39 Prozent auf 1,1050 USD zu. Im Tagesverlauf schwankte das Währungspaar zwischen einem am Vormittag markierten 11-Wochen-Tief bei 1,0985 USD und einem am späten Abend erreichten Hoch bei 1,1056 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen präsentierten sich Yen und Kanada-Dollar auffällig fest, während der Austral-Dollar Schwäche zeigte.

Die Preise an den Rohstoffmärkten bewegten sich überwiegend nordwärts. Der S&P GSCI für 24 Spotpreise kletterte um 0,87 Prozent auf 376,00 Punkte. Laut US-Energieministerium stiegen die heimischen Rohöllagerbestände gegenüber der Vorwoche um 4,9 Millionen Barrel. Dies ist der erste Anstieg seit sechs Wochen. Experten hatten im Schnitt einen Anstieg um lediglich 0,9 Millionen Barrel erwartet. US-Öl der Sorte WTI verteuerte sich um 0,68 Prozent auf 50,52 USD. Brent legte um 0,56 Prozent auf 52,10 USD zu. US-Erdgas haussierte nach einem geringer als erwarteten Anstieg der Lagerbestände um 3,86 Prozent auf 3,33 USD. Kupfer sackte an der Comex belastet von den enttäuschenden Konjunkturdaten aus China um 2,39 Prozent auf 2,12 USD ab. Gold notierte 0,45 Prozent höher bei 1.259 USD (1.138 EUR). Silber handelte gut behauptet bei 17,52 USD. Platin und Palladium verzeichneten Abgaben von 0,36 beziehungsweise 1,43 Prozent und markierten damit neue Mehrmonatstiefs.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,10 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel um drei Basispunkte auf 0,03 Prozent. Der Euro-Bund-Future legte um 0,20 Prozent auf 163,78 Punkte zu. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um vier Basispunkte auf 1,75 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index notierte zuletzt 0,15 Prozent höher bei 138,14 Punkten. Im Blick standen Inflationsdaten aus China, die besser als von Experten erwartet hereinkamen. Die Produzentenpreise stiegen im September um 0,1 Prozent. Dies ist der erste positive Wert seit 55 Monaten. Die Verbraucherpreise kletterten um 1,9 Prozent. Überraschend schlechte BIP-Daten gab es aus Singapur. Die Wirtschaft schrumpfte dort im dritten Quartal um annualisierte 4,1 Prozent. Samsung Electronics erwartet für das laufende und das nächste Quartal eine Belastung durch die Probleme rund um das Galaxy Note 7 in Höhe von umgerechnet ungefähr 3,1 Milliarden USD. Die Aktie konnte an der Korea Stock Exchange dennoch leichte Zugewinne von rund 0,2 Prozent verbuchen.

Von der Konjunkturseite steht heute der US-Einzelhandelsumsatz für September im Fokus. Unternehmensseitig berichten vor US-Börseneröffnung die Banken JP Morgan, Citigroup und Wells Fargo über den Verlauf des dritten Quartals.

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Themen: Importe, Dollar, DAX, USD


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