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Ströer, Deutsche Bank und die Rally-Hoffnung

Gastautor: Daniel Saurenz
14.10.2016, 12:00  |  1310   |   |   

StröerWer in Deutschland Werbung an Bushaltestellen sehen möchte, kommt an Ströer nicht mehr vorbei. Der Vermarkter ist breit aufgestellt und die Aktie steckt gerade die Short-Attacken aus dem Sommer weg. Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat das Kursziel für Ströer nun von 70 auf 60 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf “Kaufen” belassen. Analyst Christoph Bast begründete die Zielsenkung in einer Studie mit höheren Abschreibungen und Steuern. Der Werbevermarkter bleibe aber gut aufgestellt, um vom Wachstum der Außenwerbung, der Online-Werbung und des Online-Handels zu profitieren. Angesichts eines Kurses von 37 Euro bleibt fast 60 Prozent Potenzial. Das ist reichlich, in DAX-Größenordnungen wären dies 16.000 Punkte.

StröerWie immer haben wir das passende Handwerkszeug für sie in der ISIN-Liste, dort wartet ein Ströer Turbo-Bull (DL1ET6). Ebenso haben wir interessante Papiere auf BBVA gefunden, probieren antizyklisch ab sofort auf Banken hier und da etwas vorzustellen. Im Favoritendepot findet sich eine kleine Position BBVA-Turbos, mit der wir eine mögliche Erholung im Sektor angehen wollen. Auch das Memory-Papier (SE0V0L) ist sehr interessant auf lange Sicht wenn man an steigende Zinsen oder eine Stabilisierung der Banken glaubt. Übrigens – auch die Memorys auf Deutsche Bank (SE6SX7) sind interessant, dazu sehen Sie im Favoritendepot weiter den Mehrwert von Bonuspapieren mit WEIT entfernter Barriereauch am Donnerstag in Opernturm Live erläutert. 

Besonders gefällt uns momentan am Markt, dass beispielsweise in der WELT, der Bild-Zeitung für Vermieter wie es so schön treffend heißt, Crash-Prognosen prominent gepusht werden und auch Albert Edwards hier und da wieder auftaucht. Erinnert ein bisschen an Februar und danach kam ja dann das, was kommen musste, wenn alle “Crash” rufen – eine Rally am Markt. Logo.

Unsere Chartanalyse:

Inzwischen steht fest, worauf verschiedene Indizien schon am Dienstag hin deuteten: Der Index ist erneut am Abwärtstrend und der gleichauf liegenden Verkaufszone gescheitert. So kann es nun weiter gehen.

chart1

Die aktuelle Kursentwicklung zeigt Parallelen zum Verlauf von Anfang September: Auch damals drehte der Deutsche Aktienindex in der Kurszone 10.650/10.800 nach unten, und beschleunigte dann so stark, dass es sogar zu seltenen Notierungslücken (Gaps) im Kursverlauf kam. Dabei liegt das Hoch eines schwachen Tages weit unter dem Tief des Vortages, was oft ein Schwächezeichen darstellt. Doch es besteht eine weitere Gemeinsamkeit: Gleich nach dem Absturz wurde der DAX wieder deutlicher gekauft und erholte sich von den Tagestiefs, wodurch sich eine Hammer-förmige Kerze ausbildete. Dieses Kursmuster ist populär für seine positive Aussagekraft, es entschärft den vorausgegangenen Absturz etwas.

chart2

Wie die Erfahrung aus dem Vormonat zeigt, ging es nach dem Gap und dem Hammer noch etwas tiefer nach unten, was auch diesmal zu befürchten ist. Zumindest aber zeigt der Hammer, dass sich immer auch ein paar Käufer bei zeitweisen Übertreibungen des Marktes nach unten finden, was das Tempo einer weiteren Verkaufswelle etwas entschärfen sollte. Auf längere Sicht sind Kurse um 10.000/10.100 an der 200-Tage-Durchschnittskurve jedoch nicht auszuschließen. Anleger sollten einen Rückgang in diese Zone zur Schnäppchenjagd oder einen Ausbruch über die 10.800er-Marke als Rally-Startschuss abwarten, bevor sie wieder aktiv werden. Die Untergrenze des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals im Tageschart (grün) liegt sogar erst bei 9700, spätestens hier sollte sich ein Boden bilden können.

chart3

Nur wer das Traden nicht lassen kann, steigt bereits wieder ein, bevor eine der genannten Marken erreicht wird. Dafür wäre beispielsweise eine gute Strategie, kleinere Erholungen für den schrittweisen Aufbau von Short-Positionen zu nutzen.

Diese Chartanalyse stellen wir Ihnen gemeinsam mit Index-Radar zur Verfügung. Wenn Sie uns oder ihn unterstützen möchten, würden wir uns freuen, wenn Sie sich den Premium-Bereich von Index-Radar einmal ansehen. Hier geht`s dorthin…



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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