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11 Fakten zu selbstfahrenden Autos, die jeder Investor kennen sollte

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
14.10.2016, 15:00  |  533   |   |   
Foto: Tesla Motors.

In letzter Zeit ist ein großer Hype um selbstfahrende Autos entstanden, aber einige Investoren sind unter Umständen noch nicht ganz mit dieser aufkeimenden Branche vertraut. Deshalb sind hier 11 grundlegende Fakten zu der Branche der selbstfahrenden Autos, die jeder Investor kennen sollte.

1. Die meisten Branchenprognosen gehen davon aus, dass selbstfahrende Autos schon innerhalb des nächsten Jahrzehnts auf unseren Straßen zu finden sein werden. General Motors glaubt, bis 2020 ein führerloses Fahrzeug herauszubringen. Ford (WKN:502391) plant, bis 2021 völlig autonome Fahrzeuge auf den Markt zu bringen und Tesla rechnet mit der Durchführung dieses Plans bis 2023. Uber strebt bis 2030 eine gesamte Flotte von selbstfahrenden Autos an.

GOOGLES SELBSTFAHRENDES AUTO. BILDQUELLE: GOOGLE.

2. Der gesamte Markt für führerlose Fahrzeuge, der sowohl die Fahrzeuge selbst sowie die dafür erforderlichen Netzwerktechnologien miteinschließt, soll der Boston Consulting Group zufolge bis 2015 auf 42 Mrd. US-Dollar heranwachsen. Die Unternehmensberatung glaubt, dass die Installation dieser Technologien anfänglich zwischen 2.000 und 10.000 US-Dollar pro Fahrzeug kosten wird, aber innerhalb des ersten Jahrzehnts mit zunehmender Verbreitung um 4 – 10 % fallen wird.

3. Schätzungen von BI Intelligence nach könnte es in den USA bis 2020 circa 10 Mio. semi-autonome und vollständig autonome Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen geben. Dieses Jahr sind gerade einmal eine Million Fahrzeuge auf amerikanischen Straßen unterwegs.

4. Fahrerassistenzsysteme (FAS) – die Fahrer beim Bremsen, Spurwechseln und Parken unterstützen – dienen als Fundament für den Markt. Der führende Akteur auf diesem Gebiet ist Mobileye  (WKN:A119ES), ein israelisches Unternehmen, das 90 % der weltweit führenden Automobilhersteller mit FAS ausstattet. Andere wichtige Marktakteure, auf die es zu achten gilt, sind Nvidia und NXP. Beide stellen Bordcomputer her, die bei völlig autonomen Fahrzeugen die Funktion des „Gehirns“ einnehmen.

NXPs BLUEBOX, Das Gehirn eines Autonomen Fahrzeugs. Bildquelle: NXP.

5. Völlig autonome Fahrzeuge sind auf extrem detailliertes Kartenmaterial angewiesen, auf dem Straßenschilder, Verkehrsampeln, Bordsteine und andere Hindernisse, die sich nicht mit der GPS-Ansicht erkennen lassen, abgebildet sein müssen. Deswegen liefern sich gerade traditionelle Automobilhersteller wie Ford, etablierte Karten-Dienste wie HERE und Newcomer wie Uber und Alphabets (WKN:A14Y6F) Google ein Wettrennen um die Erschaffung detaillierten Kartenmaterials für autonome Fahrzeuge.

6. Dieses Wettrennen hat allerdings zu einigen ernsthaften Datenschutzproblemen geführt, insbesondere im Zusammenhang mit Googles Bestreben, Autos von A nach B zu befördern. Vergangenes Jahr warnte der Audi-CEO Rupert Stadler mit einem Seitenhieb in Richtung Google, dass „die einzige Person, die Zugang zu Boarddaten benötigt, der Kunde ist.“ Um ihre Kunden von Googles extensiver Datensammlung fernzuhalten, hat eine Unternehmensgruppe von deutschen Automobilherstellern, einschließlich Audi, Nokias HERE-Kartendienst vergangenes Jahr für über 3 Mrd. US-Dollar übernommen.

7. Google trägt auch mit Apple einen Kampf um die Integrierung von Smartphones in diese vernetzten Fahrzeuge aus. Googles Android Auto und Apples CarPlay bilden beide das Display eines Smartphones auf dem Bildschirm eines Fahrzeug-Infotainment-Systems in einer für das Auto optimierten Ansichtsweise ab. Mit der Zeit könnten diese Plattformen als Fundament für die Bemühungen beider Unternehmen im Bereich der selbstfahrenden Fahrzeuge werden.

8. Selbstfahrende Autos und intelligente Haustechnik könnten in Zukunft auch nahtlos miteinander verknüpft werden. Amazon hat bereits begonnen, seinen Stimmenerkennungs-Dienst Alexa mit Fords Sync Connect Plattform zu synchronisieren, wodurch Fahrer in der Lage sind, Alexa-kompatible Lampen, Temperaturregler und andere Automatisierungsgeräte aus dem Auto zu steuern. Auto-Besitzer können mit Alexa ferngesteuert ihr Fahrzeug starten, die Klimaanlage anschalten und kontrollieren, ob Benzinstand, Batterie und Reifendruck in Ordnung sind.

9. Selbstfahrende Fahrzeuge sind derzeit in nur fünf US-Bundesstaaten zugelassen: in Kalifornien, Nevada, Michigan, Tennessee und Florida und im District of Columbia. 14 Staaten denken darüber nach, Gesetze zu verabschieden, die das Fahren von selbstfahrenden Fahrzeugen auf öffentlichen Straßen erlauben sollen, während 15 Staaten sich bereits dagegen entschieden haben.

10. Auch wenn selbstfahrende Fahrzeuge in weiteren US-Bundesstaaten zugelassen werden, gibt es keine Garantie, dass Verbraucher diese auch wirklich kaufen. Eine aktuelle Umfrage von Kelley Blue Book, die 2.264 US-Bürger im Alter zwischen 12 und 64 befragt hat, hat herausgefunden, dass 51 % der Befragten es vorziehen, ihr Auto selbst zu fahren – selbst dann, wenn dies weniger sicher für andere Verkehrsteilnehmern ist.

Bildquelle: GETTY IMAGES.

11. Zu guter Letzt können auch selbstfahrende Fahrzeuge in Unfälle geraten. Diesen Februar hat Google enthüllt, dass 18 selbstfahrende Fahrzeuge zwischen 2010 und 2015 in Unfälle verwickelt waren; die Hälfte dieser Unfälle entfiel auf das Jahr 2015. Seitdem gab es mindestens zwei weitere Unfälle mit Beteiligung von selbstfahrenden Fahrzeugen. Google behauptet, dass menschliches Versagen in den meisten Fällen die Unfallursache war; und genau dies offenbart ein großes Dilemma dieser Branche – Autonomes Fahren wird vermutlich nicht in der Lage sein, seine Sicherheitsziele zu erreichen, solange der Großteil der menschlichen Fahrer nicht endlich das Lenkrad loslässt.

Vorausblickend…

Obwohl es immer noch unklar ist, wie lange es dauern wird, bis selbstfahrende Fahrzeuge vom Durchschnittsverbraucher akzeptiert werden, glauben viele Technologie- und Automobilunternehmen, dass eine fahrerlose Zukunft unumgänglich ist. Deshalb sollten Investoren jetzt, wo immer mehr Player den wachsenden Markt betreten, diese 11 Schlüsselfakten im Hinterkopf behalten.

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The Motley Fool empfiehlt und hält Aktien von Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Amazon.com, Apple, Ford, Nvidia, NXP Semiconductors und Tesla Motors. The Motley Fool hält folgende Optionen: Long Januar 2018 $90 Calls auf Apple und Short Januar 2018 $95 Calls auf Apple. The Motley Fool empfiehlt General Motors. 

Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und am 11.10.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

Themen: Aktien, Dollar, Invest


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