DAX+1,41 % EUR/USD-0,45 % Gold-0,16 % Öl (Brent)-0,54 %
Marktüberblick (17. Oktober 2016)
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Marktüberblick (17. Oktober 2016)

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17.10.2016, 08:17  |  463   |   |   

Der deutsche Aktienmarkt verabschiedete sich mit deutlichen Zugewinnen in das Wochenende. Für gute Laune sorgten vor allem Inflationsdaten aus China. Dort hatten sich die Produzentenpreise erstmals seit 2012 wieder in den positiven Bereich vorgearbeitet. Auch die Verbraucherpreise übertrafen im Reich der Mitte die Konsensschätzung. Der DAX verbesserte sich um 1,59 Prozent auf 10.580 Punkte. Auf Wochensicht rückte der Index um 0,85 Prozent vor. MDAX und TecDAX konnten am Berichtstag um 1,10 respektive 0,34 Prozent zulegen. Die Kursrally war breit angelegt. 93 der 110 größten Werte konnten Zugewinne verbuchen. Das Aufwärtsvolumen lag bei 97 Prozent. Im DAX wurden 101,3 Millionen Aktien im Wert von 2,98 Milliarden EUR (5-Tages-Durchschnitt: 2,96) gehandelt. Mit Blick auf die Sektoren standen Versorger klar im positiven Fokus. Die Entwürfe zum Atomkompromiss sorgten für eine Erleichterungsrally. Aus ihnen geht hervor, dass die Versorger von der Suche nach einem Endlager freigestellt werden sollen und die finanziellen Verpflichtungen in zehn Jahresraten geleistet werden können. Ebenfalls stark gesucht waren Konsumwerte, Banken und Versicherungswerte. RWE haussierte an der DAX-Spitze um 4,25 Prozent. E.ON legte dahinter um 3,34 Prozent zu. Lufthansa rückte um 3,00 Prozent vor. Kein einziger Indexwert endete im negativen Terrain. Im TecDAX brach die Aktie der Software AG nach schwachen Quartalszahlen um 8,71 Prozent ein.

An der Wall Street notierte der Dow Jones Industrial nach gemischt ausgefallenen US-Konjunkturdaten und besser als erwarteten Quartalsbilanzen mehrerer US-Banken zur Schlussglocke 0,21 Prozent fester bei 18.138 Punkten. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 verbesserte sich um 0,11 Prozent auf 4.808 Zähler. 49 Prozent der an der NYSE notierten Werte verbuchten Kursgewinne. Das Aufwärtsvolumen betrug 44 Prozent. 50 neuen 52-Wochen-Hochs standen 21 Tiefs gegenüber. Bei der Sektorenbetrachtung setzten sich Finanzwerte, Technologiewerte und Rohstoffwerte an die Spitze. Die größten Verluste zeigten Gesundheitswerte, Energiewerte und Versorger. Die Aktie von Goldman Sachs rückte als Top-Performer im Dow um 1,85 Prozent vor. DuPont und Intel endeten mit Aufschlägen von 1,30 beziehungsweise 1,29 Prozent. Die rote Indexlaterne hielt McDonald’s mit einem Abschlag von 1,14 Prozent. Nike und Johnson & Johnson büßten 0,78 beziehungsweise 0,59 Prozent ein.

Am Devisenmarkt setzte der US-Dollar mit der gestiegenen Wahrscheinlichkeit für eine US-Leitzinsanhebung seine Rally fort. Der Dollar-Index kletterte um 0,55 Prozent auf 98,09 Punkte und markierte damit ein 7-Monats-Hoch. Der Euro wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen ab. EUR/USD fiel um 0,76 Prozent auf ein 3-Monats-Tief bei 1,0972 USD. Bei den anderen Majors tendierten Austral-Dollar und Kanada-Dollar auffällig fest, während Yen und Pfund Sterling Schwäche zeigten.

Der S&P GSCI Index für 24 Rohstoffpreise endete 0,05 Prozent tiefer bei 375,62 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich um 0,15 Prozent auf 51,95 USD. Die Zahl aktiver US-Ölbohrungen stieg laut Baker Hughes in der vergangenen Woche um vier auf 432. Seit nunmehr 16 Wochen hat es keinen Rückgang dieser Messgröße gegeben. Das ist die drittlängste Serie seit 1987. Der Preis für US-Erdgas fiel um 1,68 Prozent auf 3,29 USD. Kupfer gab an der Comex um 0,54 Prozent auf 2,11 USD nach. Gold notierte 0,17 Prozent schwächer bei 1.256 USD (1.140 EUR). Silber verlor 0,10 Prozent auf 17,44 USD. Platin und Palladium verteuerten sich gegen den Trend um 0,71 beziehungsweise 1,80 Prozent.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,10 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte um vier Basispunkte auf 0,07 Prozent. Für den Euro-Bund-Future ging es um 0,34 Prozent abwärts auf 163,23 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes legte um fünf Basispunkte auf ein 4-Monats-Hoch bei 1,80 Prozent zu. Die US-Fed-Funds-Futures preisen aktuell eine Wahrscheinlichkeit von 69,5 Prozent für eine Leitzinsanhebung im Dezember ein (Vortag: 65,1).

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index notierte zuletzt 0,12 Prozent tiefer bei 138,00 Punkten. Gegen den Trend präsentierten sich der Nikkei 225, der Kospi und der Shanghai Composite leicht fester.

Heute stehen von der Makroseite die Verbraucherpreise in der Eurozone, der Empire State Manufacturing Index sowie die US-Industrieproduktion im Fokus. Unternehmensseitig liefern Bank of America (vorbörslich) und IBM (nachbörslich) die Zahlen für das dritte Quartal.

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