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„Wenn du dein Geld zählen kannst, dann hast du keine Milliarde Dollar.“ – Zehn großartige Zitate von einem amerikanischen Milliardär

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
18.10.2016, 10:00  |  389   |   |   
Foto: Pixabay, FraukeFeind

J. Paul Getty war einmal der reichste Mann der Welt, als der Status eines Milliardärs noch einzigartig war. Der Ölmann hatte sein Vermögen größtenteils durch die Getty Oil Company gemacht, das allerdings seine Vermögenswerte im Jahr 1984 an Texaco verkauft hatte und inzwischen als Teil eines neuen Unternehmens überlebt hat. Dieses Unternehmen kennst du unter dem Namen Chevron (WKN:852552). Man sieht aber den Namen Getty immer noch auf Tankstellen in einigen Teilen der USA. Die wichtigste Hinterlassenschaft ist aber die Weisheit, die J. Paul Getty der Welt hinterlassen hat. Im folgenden findest du zehn der besten Zitate von Getty und einige Kommentare, warum das auch heute noch so wichtig ist.

GETTY KENNT MAN WEGEN DES MUSEUMS, DAS NACH IHM BENANNT WURDE. BILDQUELLE: RANDY ROBERTSON ÜBER FLICKR

1. Über den Erfolg

Stehe früh auf, arbeite hart, finde Öl

Der Energiesektor war offensichtlich sehr gut zu Getty, aber dieser Rat funktioniert auch auf metaphorischer Ebene. Harte Arbeit ist absolut unabdingbar, wenn man Erfolg haben möchte, aber man braucht auch ein bisschen Glück. Nur mit beidem kann man etwas Ähnliches wie Getty erreichen.

2. Zum Wert von einer Milliarde US-Dollar

Wenn du dein Geld zählen kannst, dann hast du keine Milliarde Dollar.

Für viele bedeutet reich sein, ihre riesigen Geldreserven zählen zu können. Wie Getty aber anmerkt, bedeutet wahrer Reichtum, sich gar nicht darum zu kümmern, wie viel man eigentlich hat. Diejenigen, die extrem große finanzielle Rücklagen haben, können sich den Luxus leisten, sich nicht darauf zu konzentrieren, wie diejenigen mit nur moderaten Ersparnissen.

3. Über Schulden

Wenn du der Bank 100 US-Dollar schuldest, dann ist das dein Problem. Wenn du der Bank 100 Millionen schuldest, dann ist es das Problem der Bank.

Gettys Worte zum Systemrisiko der Schulden waren besonders während der Finanzkrise 2008 relevant, als während der Kreditkrise viele Schuldner ihre Zahlungen nicht mehr bedienen konnten und kein Kapital mehr bekamen. Zum großen Teil litten die Finanzinstitutionen aber mehr als die Schuldner und das zeigt schon, wie wichtig es ist bei Kreditentscheidungen finanzielle Disziplin walten zu lassen.

4. Über die Ehe

Ich würde alle meine Millionen gerne für eine dauerhafte Ehe eintauschen.

Geld ist ein wertvoller Rohstoff, aber es ist nicht der einzige Schlüssel zum Glück im Leben. Selbst ein Mann mit Gettys Wohlstand wusste, dass es persönliche Erfolge gibt, die ihm in seinem Privatleben nicht vergönnt waren. Und das schien ihm anscheinend sein ganzes Leben zu schaffen zu machen.

5. Über das Investieren

Ich kaufe, wenn andere Leute verkaufen.

Wie viele andere erfolgreiche Geschäftsmänner glaubte auch Getty an das gegen den Strom schwimmen. Wenn die anderen sich aus einem Markt zurückziehen, dann kann das die beste Möglichkeit sein, um dort nach Schnäppchen zu suchen. Und Getty benutzte diese Taktik zu seinem Vorteil während seiner ganzen Karriere.

6. Über Rohstoffe

Öl ist wie ein wildes Tier. Wer es fängt, dem dient es.

Eine Herausforderung im Energiesektor besteht darin, dass Öl und Gas mobil sind und über die Grenzen von Grundstücken hinaus fließen können. Getty wusste, dass man in vielen Fälle der Erste sein musste, um so mehr zu bekommen als die anderen und das ist auch der Grund, warum die größeren Preisrückgänge die Produzenten nicht immer davon abschrecken weiter Öl und Gas aus dem Boden zu pumpen, da es ja jede Menge davon gibt.

7. Über Führung

Ein Arbeitgeber bekommt immer die Arbeitnehmer, die er auch verdient.

Getty verstand die Bedeutung über gutes Management und der Leute, mit denen er arbeitete. Viele Manager sind keine guten Personalmanager und das führt oft zu Problemen innerhalb der Organisation. Indem man Leute auf kluge Art managt, kann man Loyalität aufbauen und damit die Geschäftsaussicht verbessern.

8. Über Wirtschaftsbooms

Der Wirtschaftsboom der Zwanzigerjahre war ein Zeitraum großen Wohlstands für Amerika, aber auch dieser Wohlstand war auf keinem festen Fundament gebaut.

Die Zwanziger waren in etwa so wie der Boom in den neunziger Jahren, als der Tec-Sektor dramatisch anstieg, bevor er abstürzte. Für Investoren gibt es hier eine Sache zu lernen, und zwar, selbst wenn alles gut scheint, dann sollte man immer sicherstellen, dass die Gewinne an der Börse auch auf einem soliden Fundament stehen. Wenn das nämlich nicht der Fall ist, dann kann der Absturz schnell und schmerzhaft werden.

9. Darüber, immer offen zu sein

In Zeiten schnellen Wandels könnte die Erfahrung dein schlimmster Feind sein.

Die Gesellschaft achtet Menschen mit Erfahrung, denn man glaubt, dass sie verstehen, wie die Welt in einem bestimmten Bereich funktioniert. In einigen Fällen kann einen diese Erfahrung auch zurück halten, wenn man den Wert einer neuen Herangehensweise nicht erkennt. Viel zu oft passen sich erfahrene, aber risikoscheue Leute nicht schnell genug an die veränderten Bedingungen an. Und das führt oft dazu, dass sie zurückbleiben.

10. Darüber, durchsetzungsfähig zu sein

Den Sanftmütigen wird die Welt gehören, aber nicht die Rohstoffe.

Getty zögerte nicht dafür zu kämpfen, was er wollte. Und das führte manchmal zu Konflikten. Trotzdem sah er es als unverzichtbar aktiv und aggressiv zu sein anstatt einfach zu erwarten, dass der Erfolg ohne Arbeit komme. Sein Leben zeigt die Ergebnisse dieser Philosophie.

Viele sehen J. Paul Getty als ein Vorbild an, um Wohlstand aufzubauen. Wie die Zitate weiter oben zeigen, sind seine Aussprüche auch vierzig Jahre nach seinem Tod noch wertvoll.

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Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger auf Englisch verfasst und am 12.10.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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