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Daimler & Co. schalten einen Gang höher

Gastautor: Daniel Saurenz
19.10.2016, 07:00  |  789   |   |   

IAA_Daimler_5Die Aktien der deutschen Autohersteller sind auf dem Weg nach oben: zwar machen sich Investoren etliche Sorgen wegen der Abschwächung des wichtigen US-Automarktes. So waren die US-Autoverkäufe im September um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Das war der fünfte Rückgang innerhalb der vergangenen fünf Monate.

Mehr zum Thema finden Sie auch in unserem gestrigen Beitrag : Daimler, VW und BMW zwischen Strafzahlungen und Dividende

So hatten BMW und Volkswagen für September jeweils einen deutlichen Absatzrückgang für die USA gemeldet. Immerhin hat Daimler ein kleines Plus verbucht. BMW geht allerdings davon aus, dass der US-Markt im nächsten Jahr kaum wachsen wird. Hingegen soll das Geschäft in China weiter brummen.

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BMW_4Gestützt werden die Autoaktien vor allem von der Aussicht auf neue Konjunkturprogramme, nicht nur in Italien und Frankreich, sondern angesichts der schwächelnden Konjunktur auch in den USA. Wenn die Länder zusätzliche Schulden machen und so die Wirtschaft ankurbeln sollten, profitieren indirekt auch die deutschen Autohersteller davon.

Die Papiere von Daimler und BMW waren zuletzt auch deshalb bei Investoren gesucht, weil Daimler mit einem 2017er-KGV von 7,6 und BMW von 7,9 viel niedriger bewertet sind als der DAX (KGV 12). Mit einem KGV von 5,5 ist Volkswagen die am zweitniedrigsten bewertete DAX-Aktie.

Eine nützliche Realtime-Übersicht der wichtigsten Indizes, Rohstoffe und Währungen finden Sie hier.

Ein Bewertungsabschlag gegenüber den Premiumherstellern ist allerdings gerechtfertigt, zumal die Gewinnmarge bei VW deutlich niedriger ist und der Konzern weiterhin mit der Aufarbeitung des Abgasskandals beschäftigt ist. Die beiden Faktoren – Aussicht auf Konjunkturprogramme und die niedrige Bewertung – könnten insgesamt aber weiterhin für deutsche Autoaktien sprechen.

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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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